Du entdeckst morgens kleine Kratzer im Laminat und dein Herz setzt kurz aus – besonders wenn bald Besuch kommt oder die Mietkaution steht. Viele greifen direkt zu teuren Reparatursets oder zur Politur, dabei hat fast jede deutsche Hausapotheke eine überraschend einfache Option parat: normale Zahnpasta.
In meinen Tests habe ich gesehen, wie winzige Schrammen fast unsichtbar werden – aber Achtung: es gibt Grenzen. Lies weiter, wenn du in weniger als fünf Minuten schauen willst, ob dein Boden gerettet werden kann.
Warum Zahnpasta? (und warum das oft übersehen wird)
Zahnpasta enthält feine Partikel, die beim Reiben kleine Unebenheiten füllen und optisch abmildern können. Ich war selbst skeptisch, bis ich es an einem IKEA‑Laminat probierte und überraschend gute Ergebnisse sah.

- Kurz gesagt: Für oberflächliche Kratzer kann es effektiv sein.
- Viele übersehen den Trick, weil sie an aggressive Schleifwirkung denken – in kleinen Mengen ist es eher eine Politur.
- Ideal für spontane Schönheitsretuschen vor Gästen oder Wohnungsübergaben.
Wann es funktioniert
- Feine, weiße Kratzer, die nur die oberste Schicht betreffen.
- Laminat mit intakter Versiegelung (keine offene Holzfaser).
- Kratzer, die nicht tiefer als die Dekorschicht sind.
Wann du die Finger davon lassen solltest
- Tiefe Rillen oder abgesplitterte Kanten – das repariert Zahnpasta nicht.
- Laminat mit matter oder speziell beschichteter Oberfläche: dort kann das Finish leiden.
- Wenn du unsicher bist: erst an einer unauffälligen Stelle testen (z. B. hinter einem Schrank).
So geht’s in 3 Minuten – Schritt für Schritt
Alles, was du wahrscheinlich zu Hause hast. Für den Supermarkt in Deutschland: Drogerien wie DM oder Rossmann, Discounter wie Lidl/Rewe haben günstige Pasten.
- Benötigtes Material:
- weiße Zahnpasta (keine Gel‑Variante, keine aufhellende Paste mit sichtbaren Körnern)
- weiches Mikrofasertuch oder Baumwolltuch
- Watte‑ oder Q‑Tip für kleinere Stellen
- ein Glas Wasser zum Nachwischen
- Vorbereitung: Fläche leicht reinigen (Staub, Krümel entfernen).
- Anwendung:
- Eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf das Tuch geben.
- Mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen für 30–60 Sekunden reiben.
- Mit feuchtem Tuch sofort abwischen und trocknen lassen.
- Falls nötig, einmal wiederholen — insgesamt nicht länger als 2–3 Minuten reiben.
- Nachkontrolle: Wenn der Kratzer noch sichtbar ist, hör auf und probiere stattdessen einen Reparaturstift oder ein Reparatur‑Wachs vom Baumarkt (Obi, Hornbach, Bauhaus).
Tipps aus der Praxis (was ich gelernt habe)
- Test zuerst: an einer unauffälligen Stelle prüfen — das ist in Deutschland besonders wichtig, wenn du zur Wohnungsübergabe antrittst.
- Keine Kraft! Zu starkes Schrubben kann die Versiegelung angreifen.
- Bei glänzendem Laminat wirkt die Methode oft besser als bei mattem.
- Alternative: Laminat‑Reparaturstifte passen besser bei farblichen Schrammen.
Aber es gibt einen Haken: Zahnpasta kaschiert, sie ersetzt keine echte Reparatur. Bei wichtigen Flächen oder großen Schäden ist das Set vom Baumarkt die sichere Wahl.

Vergleich: Zahnpasta vs. Reparaturset
- Zahnpasta – schnell, günstig (unter 2 € im Discounter), praktisch für kleine Makel.
- Reparaturset – teurer (ca. 5–20 €), farblich anpassbar, für tiefere oder größere Schäden besser.
Mein Fazit
Für den schnellen Rettungsversuch vor Gästen oder der Wohnungsabnahme ist Zahnpasta ein echter Lifehack. Ich habe bereits mehrere winzige Kratzer unsichtbar gemacht — immer mit Test an verdeckter Stelle und vorsichtigem Reiben.
Und jetzt du: Hast du Zahnpasta schonmal auf deinem Boden ausprobiert oder schwörst du auf ein Profi‑Reparaturset? Teile deine Erfahrung oder ein Foto – ich bin neugierig, wie es bei dir funktioniert hat.









