Klempner warnen: Dieses Speiseöl gehört niemals in den Abfluss

Dein Abfluss läuft langsam oder stinkt nach Fett? Viele denken, ein bisschen Öl durchspülen sei harmlos — bis die Rohre dicht sind und die Rechnung kommt. In meiner Recherche und nach Gesprächen mit Klempnern habe ich gelernt: Ein ganz bestimmtes Öl verursacht besonders fiese Verstopfungen. Lies jetzt weiter, bevor Du das nächste Mal die Pfanne ausspülst.

Warum Kokosöl so heimtückisch ist

Ich bemerkte schnell, dass Kokosöl anders tickt als Raps- oder Sonnenblumenöl. Es ist bei Raumtemperatur fest oder geliert — und das macht den Unterschied.

  • Kokosöl hat einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren und wird bei unter ~24 °C fest.
  • In warmen Rohren flüssig, kühlt es beim Kontakt mit tieferen Leitungen ab und setzt sich als harter Belag ab.
  • Der harte Rückstand verhält sich wie eine Schicht aus Wachs oder Seife: Er fängt Schmutz, Haare und Essensreste und bildet schnell einen Block.

Das passiert im Kanal — kurz und schmerzhaft

Stell Dir vor, Fett legt sich wie eine Panzerung an Deine Rohrinnenseite. Mit der Zeit verengt sich der Querschnitt, Wasser staut sich, Gerüche entstehen — und die Kosten für die Beseitigung können in die Hunderte bis Tausende Euro gehen. In deutschen Städten sind solche Fettklumpen keine Seltenheit mehr.

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Was Klempner immer wieder sehen

In meiner Praxis als Reporter habe ich Rohre gesehen, die aussahen wie Bienenwaben voller Fett. Die Klempner, mit denen ich sprach, nannten Kokosöl mehrfach als Übeltäter — speziell nach Winterzeiten, wenn es kälter wird.

  • Heißes Wasser nachgießen hilft nicht: Es verflüssigt das Fett kurzfristig, lässt es aber tiefer in die Rohre gelangen.
  • Mischungen mit anderen Ölen verstärken das Problem — das Ergebnis ist ein zähes, kaum lösliches Gemisch.
  • Beläge bilden sich nicht nur in der Hausinstallation, sondern sammeln sich weiter unten im öffentlichen Kanalsystem.

Praktische Entsorgung: 5 konkrete Schritte (funktioniert sofort)

Ich probierte die Methode selbst in meiner Küche — simpel, kostet fast nichts und schützt die Rohre.

  • Abkühlen lassen: Lass das Öl in der Pfanne etwas abkühlen, bis es nicht mehr spritzt.
  • Absieben: Große Reste mit Küchenpapier entfernen und in den Restmüll geben.
  • In ein Glas füllen: Gieße das restliche Öl in ein altes Marmeladenglas oder eine leere Flasche (Trichter benutzen).
  • Einfrieren oder festwerden lassen: Bei Kokosöl reicht oft Abkühlen — im Winter wird es hart. Glas verschließen und in den Restmüll oder zur Recyclingstelle bringen.
  • Zurückgeben / recyceln: Viele Wertstoffhöfe in deutschen Städten nehmen gebrauchtes Speiseöl an; erkundige Dich bei Deiner Kommune.

Ein kleiner Life‑Hack, den wenige nutzen

Wenn Du oft frittierst: Fange altes Öl in einem stabilen Kanister auf, siebe es grob und verwende es maximal ein- bis zweimal wieder. Sobald es schwarz wird oder unangenehm riecht, sammel es im Glas und gib es zum Wertstoffhof. Das spart Geld und verhindert Rohrprobleme.

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Was Du auf keinen Fall tun solltest

  • Nie heißes Kokosöl mit viel Wasser in den Abfluss spülen — das verschiebt das Problem nur.
  • Keine Kaffeesatz- oder Mehl‑„Falle“ als dauerhafte Lösung — das verstopft ebenfalls.
  • Biotonne ist oft tabu: Nicht jede Gemeinde akzeptiert große Fettmengen; informiere Dich lokal.

Übrigens: Ein altes Marmeladenglas kostet nichts, und bei Discountern wie Aldi oder in Drogerien (z. B. Rossmann) gibt es günstige Trichter für unter 3 € — billiger als ein Rohrreiniger-Einsatz.

Warum es nicht nur Deine Rohre betrifft

Fett im Abfluss landet irgendwann im öffentlichen System. Dort formt es zusammen mit Feuchttüchern und anderen Rückständen regelrechte Fettberge. Das ist teuer und schlecht fürs Grundwasser. Beim nächsten Sturm können verstopfte Kanäle sogar zu Überflutungen führen — ein Ärgernis, das alle bezahlen.

Kurze Checkliste für die Küche

  • Festes Kokosöl: nie in den Ausguss.
  • Kleine Reste: mit Küchenrolle aufnehmen und in den Restmüll.
  • Größere Mengen: sammeln, glasweise entsorgen oder zum Wertstoffhof bringen.
  • Bei unsicherem Verhalten: Frage Deine lokale Abfallberatung (Stadt- oder Gemeindeverwaltung).

Mein Fazit: Ein Löffel Kokosöl wirkt harmlos — in den Rohren kann er zur stummen Katastrophe werden. Ein bisschen Vorsicht heute erspart Dir später Zeit, Geld und schlechten Geruch.

Zum Schluss: Hast Du schon einmal Probleme wegen Öl im Abfluss gehabt — und wie hast Du es gelöst? Teile Deine Erfahrung unten.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1929

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