Zeitung unter den Blumenkübel legen – der alte Gärtner-Kniff für trockene Wohnungen

Dich nervt trockene Luft im Winter? Die Heizung macht die Haut rissig, die Pflanzen sehen schlapp aus und der grüne Daumen fühlt sich ausgelaugt. Lies weiter – dieser einfache Trick kostet fast nichts und bringt oft spürbare Besserung in wenigen Tagen.

Ich habe das selbst ausprobiert: nicht spektakulär, aber effektiv. Gerade in deutschen Wohnungen mit Dauerheizung hilft der Trick, die Feuchtigkeit lokal zu stabilisieren.

Warum das funktioniert (kurz und handfest)

Der alte Gärtner-Trick nutzt Papier als Feuchtigkeitspuffer und manchmal als Docht. Stell dir das wie einen Mini-Reservoir vor: das Papier nimmt Wasser auf und gibt es langsamer ab als blanker Boden oder Plastikuntersetzer.

  • Zeitung speichert Wasser – frisch angefeuchtet wirkt sie wie ein kleines Polster.
  • Als Docht kann sie Wasser aus der Untertasse Richtung Erde ziehen.
  • Sie schützt Möbel vor Flecken, wenn du keine passende Untersetzer hast.
  • Kein Kompliziertes Zubehör nötig – Zeitung liegt in fast jeder Altglas- oder Altpapier-Tonne.

Wann es Sinn macht

Gerade in der Heizungssaison (Oktober–März) in Deutschland, wenn Feuchtigkeit knapp ist, merkt man den Unterschied am deutlichsten.

Zeitung unter den Blumenkübel legen – der alte Gärtner-Kniff für trockene Wohnungen - image 1

  • Wenn die Luft in der Wohnung trocken ist (trockene Haut, statische Elektrizität).
  • Wenn Pflanzen schnell oberflächlich austrocknen, obwohl du regelmäßig gießt.
  • Wenn du temporär keine passenden Untersetzer oder Tonplatten hast (z. B. bei Ikea-, Bauhaus- oder Pflanzenmarkt-Käufen).

So machst Du es richtig — Schritt für Schritt

Ich habe mehrere Varianten getestet. Hier sind die beiden, die am zuverlässigsten waren.

Variante A – Wickeltrick (selbstbewässernd)

  • Falte ein paar Lagen Zeitung längs zu einem 2–3 cm dicken Streifen.
  • Feuchte den Streifen leicht an (nicht tropfnass).
  • Lege den einen Ende des Streifens in die Untertasse / Schale mit Wasser, das andere Ende in die Erde neben dem Topf (oder durch ein kleines Loch in den Topfrand führen).
  • Topf auf die Zeitung/Unterlage stellen. Die Zeitung wirkt als Docht und zieht Wasser in die Erde.
  • Kontrolliere nach 2–3 Tagen, ob der Streifen modert oder sich verfärbt; bei Bedarf erneuern.

Variante B – Feuchtigkeits-Puffer

  • Lege 2–3 Lagen Zeitung direkt unter den Topf auf den Fensterbrett / Boden.
  • Feuchte die oberste Lage leicht an (ein Spritzwasser reicht).
  • Der Papier-Puffer reduziert direkte Verdunstung und schützt die Oberfläche.
  • Wechsel die Zeitung alle 7–10 Tage, damit sich keine Schimmelspuren bilden.

Praktische Tipps aus meiner Praxis

  • Benutze keine glänzenden Prospekte oder stark gefärbte Magazine; sie können abfärben oder Chemikalien enthalten.
  • Für sichtbare Fensterbänke: leg eine dünne Plastikschicht zwischen Zeitung und Holz, wenn du Kratzer oder Tintenspuren fürchtest.
  • Bei sehr kühlen Fenstern kann zu viel Feuchte Kondenswasser bilden – gelegentlich lüften (5–10 Minuten Stoßlüften) ist Pflicht.
  • Wenn du Haustiere hast: Achte darauf, dass sie die nasse Zeitung nicht fressen.

Der wichtigste Hinweis: Zeitung ist kein Dauerersatz für richtige Luftbefeuchter bei extremer Trockenheit. Sie hilft lokal, ist günstig und sofort verfügbar.

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Was du noch probieren kannst

By the way: Kombiniere den Zeitungs-Trick mit diesen einfachen Maßnahmen für mehr Luftfeuchte:

  • Mehrere Pflanzen gruppieren — sie erhöhen die Luftfeuchte wie eine kleine Oase.
  • Schalen mit Wasser auf die Heizung (Achtung: Sicherheitsabstand beachten).
  • Zimmer regelmäßig, aber kurz lüften statt dauerkippen.

Kurzes Fazit

Der Zeitungstrick ist kein Wundermittel, aber ein nützlicher, kostenloser Hack für die Übergangszeit und als Notlösung. Ich habe ihn während eines kalten Februars in einer Altbauwohnung getestet — die Pflanzen wirkten weniger gestresst, und die Fensterbänke blieben sauber.

Probier es aus: Klapp die nächste Tageszeitung zusammen, mach den einfachen Docht und beobachte die Pflanzen eine Woche. Erzähle mir: Hast du es ausprobiert, und hat es bei dir funktioniert?

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1929

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