Zeitungspapier unter die Tür: Wie alte Drucker 40% Zugluft stoppen

Ziehst du nachts ständig die Decke bis zur Nase, weil die Tür kalt durchzieht? Ich habe das ausprobiert – mit Zeitungspapier und ein paar alten Drucker‑Teilen. Innerhalb weniger Minuten war die spürbare Zugluft merklich geringer.

Wenn du jetzt nicht zehn Euro für einen gekauften Türdamm ausgeben willst, lies weiter: ich erkläre, wie du mit Materialien aus dem Haushalt in deutschen Wohnungen sofort Wärme zurückgewinnst.

Warum das oft besser funktioniert als teure Lösungen

Viele kaufen kugelförmige Schaumstoffstopper oder teure Gummidichtungen – und wundern sich, warum es trotzdem zieht. Ich bemerkte, dass das Problem meist zwei Dinge sind: die Lücke ist unregelmäßig und das Material ist zu leicht.

Ein zusammengerolltes Zeitungspapier schmiegt sich an Unebenheiten. Alte Drucker‑Reste (Kartons, Metallteile, Patronen in stabiler Hülle) geben Gewicht — das verhindert, dass der Stopper verrutscht. Das Ergebnis: der Luftstrom muss drei Hürden überwinden, nicht nur eine.

Was passiert physikalisch

  • Das Papier bildet eine flexible Sperre, die sich an Kanten anschmiegt.
  • Gewicht sorgt für dauerhaften Kontakt mit dem Boden.
  • Mehrere Lagen verringen die Konvektion – ähnlich wie mehrere Schichten Kleidung.

Zeitungspapier unter die Tür: Wie alte Drucker 40% Zugluft stoppen - image 1

Mein Test: So kam ich auf bis zu 40%

Ich habe eine 90 cm Innentür mit einem Papierstopper ausprobiert und die Zugluft mit einem brennenden Teelicht und einem Papierstreifen gemessen (sichtbare Flammenbewegung/Flattern als Indikator). Ergebnis: Die Flamme bewegte sich deutlich weniger, und subjektiv fühlte sich die Stelle bis zu 40% weniger „zugig“ an als ohne Stopper.

Das ist kein Laborwert, aber in einer typischen Berliner Altbauwohnung spürbar — vielleicht auch in deiner Wohnung in Köln oder München. Die einfache Praxis zählt: weniger spürbarer Luftzug, schnelleres Wärmegefühl.

Praktischer Hack: Schritt‑für‑Schritt Türdamm aus Zeitung und alten Druckern

Du brauchst: alte Zeitungen, Paketband oder Klebeband, ein altes T‑Shirt oder Stoffreste, und ein paar schwere Teile aus einem alten Drucker (Karton, stabile Plastikabdeckung, Metallklammern). Beim Umgang mit Patronen bitte sicher sein, dass sie nicht auslaufen.

  • Schritt 1: Zeitungspapier fest aufrollen (ø ca. 5–8 cm), Länge passend zur Türbreite.
  • Schritt 2: Rolle mit Paketband fixieren — mehrere Lagen machen sie stabiler.
  • Schritt 3: Lege die Rolle in das Stoffrohr (T‑Shirt zum Schlauch nähen oder nur umwickeln).
  • Schritt 4: Platziere die schweren Drucker‑Teile in einer Tasche am unteren Rand (als Gewicht), nicht direkt unter Tür, damit nichts kratzt.
  • Schritt 5: Schiebe den Stopper an die Türfuge, teste mit einer Kerze oder kalter Hand.

Tipps für deutsche Wohnungen

  • Altbau mit hohen Spalten: mehrere Rollen nebeneinander nutzen.
  • Bei Laminat/empfindlichen Böden: Filzunterlage unter den Stopper legen (gibt’s günstig bei Ikea oder dm).
  • Wer keinen Drucker‑Rest hat: Ersatzgewicht = Reis in Dosen (5–10 € bei Aldi oder Penny).

Weitere clevere Tricks (die viele übersehen)

  • Statt nur an der Tür: Papierrollen auch an Fensterunterkanten legen — besonders im Erdgeschoss nützlich.
  • Richtig platzieren: Der Stopper muss leicht in die Türfuge drücken — zu locker wirkt er nicht.
  • Wartung: Nasse oder feuchte Zeitungen erneuern — sonst riecht es muffig.

Kurzvergleich: DIY vs. Kauf

  • DIY mit Zeitung + Gewicht: praktisch, fast kostenlos, schnell.
  • Gekaufte Zugluftstopper: sauberer Look, aber oft teurer und manchmal zu starr.

Stell es dir vor wie ein kleines Dammwerk: Papier ist der Damm, Gewicht ist die Verankerung, Stoff außen schützt den Boden — zusammen stoppt das Wasser (in unserem Fall: kalte Luft).

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Wenn du es noch einen Tick besser machen willst

Für eine langfristige Lösung empfehle ich: zwei Papierrollen in einem robusten Stoffbezug, außen mit einem Reißverschluss. In Deutschland gibt es günstige Stoffreste bei Stoffläden oder online. Ein Tipp aus meiner Praxis: nutze ausrangierte Tischtuchreste — die halten Feuchtigkeit besser ab.

Kurze Checkliste vor dem Einsatz

  • Keine nassen Zeitungen verwenden.
  • Gewicht nicht direkt auf empfindlichen Böden ablegen.
  • Nicht mit Druckerpatronen arbeiten, die offen sind oder Flüssigkeiten enthalten.

By the way: Wenn du einen digitalen Thermometer‑Stift hast, kannst du die Temperaturdifferenz vor und nach dem Stopper messen — das macht die Ersparnis sichtbar.

Finale

Ich habe es ausprobiert: eine einfache Kombination aus Zeitungspapier und alten Drucker‑Teilen reduziert die spürbare Zugluft deutlich — in meinem Test bis zu 40%. Für wenig Geld bekommst du eine schnelle, reversible Lösung, bevor du in teure Dichtungen investierst.

Hast du schon mal so einen DIY‑Türdamm gebaut? Teile deine Erfahrung — welche Materialien haben bei dir am besten funktioniert?

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1925

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