Zeitungspapier statt Luftentfeuchter: Der vergessene Trick für trockene Ecken

Feuchte Ecken an Fenstern oder im Schrank sind nicht nur lästig, sie fördern Schimmel und muffigen Geruch — gerade jetzt im deutschen Winter, wenn warme Heizungsluft auf kalte Wände trifft.

Ich habe bemerkt, dass ein alter Trick aus Großmutters Zeiten oft besser klappt als teure Beutel aus dem Drogeriemarkt. Lies weiter, wenn du sofort Abhilfe willst, ohne bei Obi, DM oder Amazon 20–40 € auszugeben.

In meiner Praxis als ausprobierender Haushaltsoptimierer hat Zeitungspapier öfter geholfen als elektrische Geräte — und das erkläre ich dir Schritt für Schritt.

Warum herkömmliche Luftentfeuchter nicht immer helfen

Elektrische Entfeuchter sind groß und verbrauchen Strom. Chemische Beutel füllen Räume schnell, aber sind teuer im Dauerbetrieb.

Viele übersehen: Oft ist nicht die Luft, sondern die kalte Wandfläche das Problem — Kondensation bildet sich punktuell.

Was Zeitungspapier anders macht

  • Zeitungspapier saugt lokal Feuchtigkeit sehr effektiv — es funktioniert wie ein schwaches, flexibles Trockenpolster.
  • Es verteilt die Feuchtigkeit, statt sie in einen Beutel einzuschließen, wodurch Schimmelbildung verzögert wird.
  • Günstig und überall verfügbar: Anzeigenblätter, kostenlose Wochenblätter oder alte Tageszeitungen aus dem Haushalt.

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Wo in deutschen Wohnungen das Zeitungstrick am besten wirkt

Besonders nützlich ist er in Altbau-Ecken, unter Fensterbänken, im Kleiderschrank oder hinter Pflanzen — also dort, wo Luft wenig zirkuliert.

Ich habe es oft in meinem Berliner Altbau-Test mit Erfolg eingesetzt: Schlafzimmerfenster, die morgens beschlagen waren, blieben trocken.

Schnelle Fakten, die du wissen solltest

  • Wechsel das Papier spätestens alle 24–48 Stunden, wenn es sichtbar feucht ist.
  • Bei offenen Schränken regelmäßig lüften — Zeitung hilft, ersetzt aber nicht das Stoßlüften.
  • Achte auf Tintenabrieb auf den Händen; alte Zeitungen hinterlassen manchmal Fusseln.

So baust du deinen Zeitungsluftentfeuchter — Schritt-für-Schritt

Minimaler Aufwand, maximale Wirkung — das ist mein Prinzip. Hier die Methode, die ich täglich nutze:

  • Material: alte Zeitung(en), Schere, kleiner offener Karton oder flache Schale.
  • Falte 3–6 Lagen Zeitung zu einem dicken Paket (nicht zu kompakt, damit Luft drüberziehen kann).
  • Lege das Paket in den Karton oder die Schale und stelle es an die feuchte Stelle (z. B. Ecke neben Fenster).
  • Kontrolliere nach 24 Stunden: ist das Papier feucht, tausche es aus; ist es nur leicht feucht, drehe es einmal.
  • Bei sehr feuchten Stellen: mehrere Pakete im Abstand von 10–15 cm auslegen.

Tipps, die ich in Deutschland besonders nützlich fand

  • Nutze kostenlose Wochenblätter aus dem Briefkasten — kostet 0 € und spart dir die Drogeriebesuche.
  • In Mietwohnungen: Wenn Feuchte konstant bleibt, dokumentiere den Zustand und sprich mit dem Vermieter.
  • Für Keller: kombiniere Papier mit gelöster Katzenstreu in einem luftdurchlässigen Beutel für extra Saugkraft.

Mythen und Sicherheits-Hinweise

Ja, Druckertinte — heutzutage oft auf Sojabasis — ist meist unproblematisch, aber reib deine Hände nicht in Augen. Einmalhandschuhe vermeiden Flecken auf Kleidung.

Und nein: Zeitungspapier ersetzt keinen Bautrockner bei echten Feuchtigkeitsschäden. Bei Putzablösungen oder starkem Schimmel brauchst du Profi-Hilfe.

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Warum ich diesen Trick immer noch nutze

Weil er günstig, sofort verfügbar und überraschend effektiv ist. Du bezahlst praktisch nichts, hast aber schnell sichtbare Ergebnisse.

Es fühlt sich an wie ein kleiner Haus-Zauber: der einfache Zettel, der Feuchtigkeit verschluckt — fast wie ein Kaffeefilter für deine Wand.

Übrigens: Wenn du ökologischer handeln willst, ist Zeitungspapier besser als viele Einweg-Chemiebeutel. Nach Gebrauch: ab in die Altpapiertonne — das ist in Deutschland problemlos und kostengünstig.

Abschließend

Probiere es an einer problematischen Stelle aus, bevor du für teure Produkte zahlst. Wenn du es richtig machst, ersparst du dir Ärger mit muffigem Geruch und sparst Geld.

Hast du eine bestimmte Ecke in deiner Wohnung, die nie trocken wird? Erzähl mir, wo — und ich sage dir, wie ich genau dort Zeitungspapier platziert hätte.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1937

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