Ein Kratzer im Laminat ist wie ein kleiner Stachel: Man sieht ihn ständig und ärgert sich. Ich habe das selbst erlebt, als nach einem Umzug ein feiner Strich durch das Wohnzimmer lief.
Warum das jetzt wichtig ist: Du kannst oft viel Geld sparen und das Parkett-Drama verhindern – in nur zwei Minuten. Lies weiter, bevor du zu teuren Reparaturkits greifst.
Warum Zahnpasta manchmal hilft
Ich habe es getestet: Bei feinen, oberflächlichen Kratzern kann normale weiße Zahnpasta die Sichtbarkeit deutlich reduzieren.
Der Grund: Zahnpasta enthält leichte Schleifpartikel, die die Kanten des Kratzers etwas abrunden — ähnlich wie feines Schleifpapier, aber viel sanfter.
Für welche Kratzer das funktioniert
- Feine Oberflächenkratzer (Mikrokratzer), die nicht durch die Dekorschicht gehen.
- Keine tiefen Einkerbungen oder offene Holzfasern.
- Funktioniert besser auf matter bis halbglänzender Laminat-Oberfläche.
Was du vorher wissen musst
Viele übersehen einen simplen Test: Nicht jede Zahnpasta ist gleich. Gelpasten oder stark schmirgelnde Whitening-Formeln können die Oberfläche angreifen.

Immer zuerst an einer unauffälligen Stelle testen — zum Beispiel hinter einer Türleiste oder in einer Zimmerecke.
Der 2‑Minuten‑Trick: Schritt für Schritt
Ich gebe dir jetzt genau die Abfolge, die ich in meiner Praxis mehrfach geprüft habe. Dauer: etwa 2 Minuten.
- Materialien bereitlegen:
- Weiße, nicht‑Gel‑Zahnpasta (kein Whitening)
- Weiches Mikrofasertuch oder Wattestäbchen
- Schüssel mit warmem Wasser
- Küchenpapier zum Trocknen
- Schritt 1 (20–30 Sek.): Gib eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf das Tuch.
- Schritt 2 (30–40 Sek.): Reibe mit kreisenden Bewegungen sanft über den Kratzer. Kein Druck — die Bewegung ist das Wichtigste.
- Schritt 3 (20–30 Sek.): Wische die Paste mit einem leicht feuchten Tuch ab. Schau nach, ob der Kratzer verblasst ist.
- Schritt 4 (20–30 Sek.): Trocknen und bei Bedarf sehr leicht polieren. Fertig.
Tipps für bessere Ergebnisse
- Wenn der Kratzer nach dem ersten Durchgang noch sichtbar ist: Wiederhole den Vorgang maximal zweimal.
- Bei großen Flächen lieber punktuell arbeiten — sonst entsteht ein ungleichmäßiger Glanz.
- Für ein natürliches Ergebnis kannst du danach ein paar Tropfen Möbelpolitur (gibt’s bei OBI, Hornbach, Bauhaus) sparsam auftragen.
Wenn es nicht funktioniert — oder danach schlimmer aussieht
Manche Kratzer lassen sich nicht kaschieren. In meiner Erfahrung sind das die, die bis zur Trägerschicht reichen.
Dann helfen diese Profi‑Optionen in Deutschland gut:
- Laminat‑Reparaturstifte (ca. 5–10 € im Baumarkt wie toom oder Hornbach)
- Wachssticks oder Füllwachs für Laminat
- Bei großen Schäden: Austausch der betroffenen Diele — oft günstiger als ständiges Überziehen

Warum Handwerker trotzdem Vorsicht raten
Handwerker warnen nicht ohne Grund: Zu kräftiges Reiben oder falsche Produkte zerstören die Schutzschicht. Ich habe gesehen, wie gut gemeinte DIY‑Versuche matte Stellen erzeugt haben.
Wenn du unsicher bist, frag im lokalen Baumarkt (Bauhaus, OBI, Hornbach) oder such kurze Videos von deutschen Handwerkern — das spart meist Frust.
Das kleine Extra — Schnellcheck vor dem Start
- Ist der Kratzer flach? → Versuch mit Zahnpasta.
- Siehst du ein anderes Material darunter? → Kein Zahnpasta‑Versuch, Reparaturstift oder Profi fragen.
- Unsicher? → Foto machen und ins Baumarkt‑Forum oder an einen Handwerker schicken.
Übrigens: Für kleine Schrammen am Küchentisch nach einem Umzug zahlt sich der Trick häufig aus — insbesondere in deutschen Mietwohnungen, wo Renovierungsstreitigkeiten teuer werden können.
Fazit
Der Zahnpasta‑Trick ist kein Wundermittel, aber eine schnelle, oft effektive Erste‑Hilfe für feine Kratzer. Teste zuerst, reibe sanft und stoppe bei Unsicherheit.
Hast du das schon probiert — oder ein anderes Hausmittel, das besser funktioniert hat? Schreib’s in die Kommentare, ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.









