Zeitung unter die Blumentöpfe: Der vergessene Trick gegen Nässe

Du kennst das: nasse Fensterbänke, braune Ränder auf dem Parkett oder der Balkon, der nach jedem Regen aussieht wie ein Sumpf. Ich habe das jahrelang ignoriert — bis Schimmel an der Fensterbank auftauchte. Jetzt nutze ich eine einfache, fast vergessene Methode, die tatsächlich hilft: Zeitung unter die Töpfe legen.

Warum Du das gerade jetzt lesen solltest: Regen, Schnee und Heizungswechsel in Deutschland machen Wohnräume feuchter. Ein kleiner Trick spart Dir Putzarbeit, schützt Möbel und reduziert Schimmelrisiko.

Warum Zeitung oft funktioniert

Kurz gesagt: Zeitung saugt und trennt.

  • Die Papierfasern nehmen überschüssiges Gießwasser sofort auf.
  • Zwischen Topf und Untersetzer entsteht eine Barriere, die Wasser-Ränder verhindert.
  • Auf Balkonen stoppt Zeitung auf Fliesen das direkte Aufsaugen von Feuchtigkeit.

Ich habe bemerkt, dass besonders bei alten Terassen- oder Betonuntergründen die Zeitung täglich kleine Mengen Feuchtigkeit aufnimmt, bevor sie in Holz oder Fugen zieht.

Warum das kein Allheilmittel ist

Aber es gibt einen Haken: Zeitung ist nur temporär. Wenn sie nass bleibt, kann sie schimmeln oder die Drainage-Möglichkeiten verschlechtern.

  • Bei dauerhaft nassen Töpfen kann Zeitung die Feuchte stauen und Wurzelfäule fördern.
  • Keine Panik wegen Druckerschwärze für Zierpflanzen — bei Kräutern fürs Essen würde ich sicherere Alternativen wählen.

Zeitung unter die Blumentöpfe: Der vergessene Trick gegen Nässe - image 1

So machst Du es richtig — Schritt für Schritt

Ich zeige Dir die Version, die bei mir zuverlässig funktioniert — für Fensterbank, Parkett und Balkon.

  • Schritt 1: Falte 2–3 Zeitungsseiten zur dicken Lage, Größe etwas kleiner als Untersetzer.
  • Schritt 2: Lege die Zeitung in den Untersetzer oder direkt unter den Topf.
  • Schritt 3: Wechsle die Zeitung, sobald sie durchfeuchtet ist — in der Regel alle 2–7 Tage, je nach Gießverhalten.
  • Schritt 4: Bei starkem Regen/Tauwetter entferne Zeitung und trockne den Untersetzer, bevor Du neue einlegst.

Pro-Tipp: Kombiniere Zeitung mit einer dünnen Schicht Kies oder Blähton im Untersetzer. Die Zeitung saugt, Kies schafft Abstand — dadurch bleibt die Unterseite des Topfes trockener.

Alternativen, die sich lohnen (lokal in Deutschland)

Wenn Du etwas Längerfristiges willst, schau beim nächsten Baumarkt vorbei:

  • Bauhaus, Hornbach, Obi: günstige Untersetzer aus Kunststoff oder Keramik (ab ~2–10 €).
  • IKEA: dekorative Untersetzer, die keine Feuchtigkeit durchlassen.
  • Gartenmärkte: Kapillarmatten für Balkone, die Feuchtigkeit regulieren.

Übrigens, für Stadtwohnungen ist eine stilvolle Kunststoff-Unterlage oft die beste Investition — sieht besser aus und Du musst nicht ständig Zeitung wechseln.

Zeitung unter die Blumentöpfe: Der vergessene Trick gegen Nässe - image 2

Meine Fehler — damit Du sie nicht wiederholst

Ich habe einmal Zeitung dauerhaft unter Balkonkästen gelassen. Ergebnis: matschige Papierklumpen und mehr Arbeit. Lernkurve:

  • Fehler: Zeitung als dauerhafte Drainage verwenden — falsch.
  • Besser: Zeitung nur als temporäre Schnelllösung oder als Protect-Schicht für Möbel.
  • Fehler: Zeitung bei Kräutern direkt auf Erde legen — lieber Abstand halten, um Kontamination zu vermeiden.

Wann Du lieber etwas anderes tun solltest

Wenn Pflanzen ständig nass stehen (z. B. wegen Regen oder Überwässerung), hilft Zeitung nicht. Dann brauchst Du:

  • echte Drainage im Topf (Tonscherben, Blähton),
  • größere Untersetzer mit Ablauf oder
  • einen neuen Topf mit besserer Belüftung.

Ich sage das, weil ich gelernt habe: kurz helfen vs. dauerhaft retten sind unterschiedliche Aufgaben.

Fazit

Zeitung unter Blumentöpfe ist kein Zaubertrick, aber ein cleverer, günstiger Schutz gegen temporäre Nässe — besonders praktisch für Mietwohnungen, Balkone und saisonale Nutzung. Wenn Du es richtig anwendest, spart es Zeit, Geld und Nerven.

Und jetzt Du: Hast Du Zeitung schon mal für Deine Pflanzen genutzt — oder schwörst Du auf anderes? Schreib es in die Kommentare.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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