Du gießt nach dem Braten schnell das Öl in den Abfluss — und ein paar Wochen später steht das Wasser. Ich habe das oft gesehen: Rohre, die durch Fett verengt sind, riechen und kosten dich richtig Geld. Jetzt handeln lohnt sich, besonders wenn es draußen kälter wird und Fette schneller fest werden.
Warum dein Abfluss plötzlich „streikt“
In meiner Arbeit mit Installateuren habe ich gelernt: Öl verhält sich in Abwasserleitungen wie flüssiger Beton. Zuerst bleibt eine hauchdünne Schicht an der Rohrwand haften, dann sammeln sich Essensreste daran — das wird schnell ein fester Pfropf.
- Rohrverengung führt zu langsamem Ablauf und Geruch.
- In älteren Häusern und Kleinkläranlagen können Fette die Anlage überlasten.
- Für Handwerker-Einsätze zahlst du in Deutschland oft ab etwa 70–120 € pro Stunde — plus Material.
Die drei Öle, die du niemals in den Abfluss kippen darfst
1. Pflanzen‑ und Bratöle (Sonnenblume, Raps, Olivenöl)
Diese Öle sehen harmlos aus, bleiben aber an Rohrwänden haften und bilden zusammen mit Essensresten klebrige Ablagerungen.
- Bei Kälte verfestigen sie schneller — also gerade in deutschen Wintermonaten problematisch.
- Sie reagieren mit anderen Rückständen und bilden schwer lösliche Klumpen.
2. Tierische Fette (Schmalz, ausgelassener Speck, Wurstfett)
Tierische Fette härten noch stärker aus als Pflanzenöle. Ich bemerkte oft, dass sie die schlimmsten Verstopfungen verursachen — besonders in älteren Gussrohren.

- Härten bei Raumtemperatur und bilden feste Pfropfen.
- Riechen schnell unangenehm, wenn sie beginnen zu verrotten.
3. Motor‑ und Maschinenöl
Motoröl gehört niemals in den Abfluss. Es ist giftig für Mikroorganismen in Kläranlagen, kontaminiert Gewässer und gilt als Sondermüll.
- Verursacht Umweltbelastung und kann Bußgelder nach sich ziehen.
- Muss zu Sammelstellen oder Schadstoffhöfen (Wertstoffhof) gebracht werden.
Was Klempner wirklich tun — und wie du teure Einsätze vermeidest
Wenn ein Rohr dicht ist, kommen meist diese Maßnahmen zum Einsatz:
- Sichtprüfung und Abbau von Rohrabschnitten
- Mechanische Reinigung (Spirale) oder Hochdruckspülung
- Erneuern stark beschädigter Rohrstücke
Das ist laut meiner Erfahrung teuer und schmutzig. Viel besser: Vorbeugen.
Praktischer Entsorgungs‑Hack: So wirst du Öl richtig los (Schritt-für-Schritt)
Ein einfacher Alltagstrick rettet dir Zeit und Geld. Ich mache das so:

- Abkühlen lassen: Öl komplett auskühlen lassen, bevor du es bewegst.
- Abseihen: Bratreste mit einem Sieb auffangen — nicht in den Abfluss kippen.
- In eine verschließbare Flasche gießen oder in ein altes Einmachglas füllen.
- Fest werden lassen: Im Kühlschrank fest werden lassen und dann mit Küchenpapier entfernen.
- Entsorgen: Kleine Mengen können bei vielen Kommunen in den Restmüll; größere Mengen zum Wertstoffhof bringen.
Für Motoröl: niemals Restmüll. Zum Schadstoffhof/Altölsammelstelle bringen oder beim Autohändler abgeben.
Schnelle Tipps, die sofort helfen
- Keine Experimente mit heißem Wasser: Das löst Fett kurzfristig, führt aber oft zu größeren Ablagerungen weiter unten.
- Für frische Verschmutzungen: Mit Küchenpapier aufwischen statt mit Wasser wegspülen.
- Enzymreiniger statt ätzender Chemie: In Deutschland gut verfügbar und schonender für Rohre.
- Restaurant- und Imbissbesitzer: Achtet auf Fettabscheider — Kommunen kontrollieren das regelmäßig.
By the way, viele Städte in Deutschland bieten Informationen zur Entsorgung auf ihren Webseiten oder beim Wertstoffhof. Ein kurzer Anruf beim Bürgeramt spart dir später einen teuren Klempnereinsatz.
Zum Abschluss
Ich habe zu viele Rohre gesehen, die nur wegen einer einzigen Ölflasche verstopften. Gieß kein Öl in den Abfluss — es zahlt sich nicht aus. Kleine Gewohnheitsänderungen zuhause verhindern große Probleme später.
Was war dein schlimmstes Abfluss-Drama? Teile deine Erfahrung oder deinen besten Trick gegen Fett im Rohr — ich bin gespannt auf eure Geschichten.









