Klempner warnen: Niemals diese fünf Dinge ins Rohr gießen

Dein Spülbecken läuft langsam ab, stinkt nachts und du überlegst, ob ein bisschen Öl oder ein paar Feuchttücher wirklich so schlimm sind? Glaub mir: das ist der Moment, wo viele Kosten und Ärger anfangen. Lies das jetzt, bevor du wieder etwas „schnell entsorgst“ — ich erkläre dir, was du sofort stoppen musst und wie du Probleme billig selbst beheben kannst.

Warum das plötzlich nicht mehr funktioniert

Ich habe bemerkt, dass die meisten Verstopfungen nicht von einem großen Unfall kommen, sondern von kleinen, täglichen Fehlern.

Fette und feuchte Fasern verbinden sich zu einem festen Klumpen — dem berüchtigten Fettberg. In deutschen Städten haben Kanalarbeiter schon ganze Straßenzüge davon gefunden.

Die 5 Dinge, die du niemals ins Rohr gießen darfst

  • 1) Speiseöl, Bratfett & Frittieröl

    Flüssig wirkt es harmlos, im Rohr wird es kalt und klebrig — wie Kitt. Es haftet an Rohrwänden und bildet mit Haaren und Resten einen dichten Pfropf.

    Alternative: Lasse Fett in einer Dose erstarren, kratz es aus und entsorge es im Restmüll oder bring größere Mengen zum Wertstoffhof.

  • 2) Kaffee­satz und Kaffeesatz‑Filter

    Viele denken, organisch könne in die Bio‑Tonne — ja, aber Kaffeesatz verklumpt im Siphon und schafft Blockaden.

    Alternative: In den Kompost (wenn du einen hast) oder ins Biomüll-Säckchen; Kaffeesatz im Garten verwenden oder in den Restmüll.

    Klempner warnen: Niemals diese fünf Dinge ins Rohr gießen - image 1

  • 3) Feuchttücher & „spülbare“ Hygieneprodukte

    Selbst als „spülbar“ beworbene Tücher lösen sich nicht vollständig. In Kombination mit Fett entstehen riesige Verstopfungen.

    Alternative: In den Restmüll. Punkt.

  • 4) Farbe, Lacke & Lösungsmittel

    Chemikalien greifen Rohre, Dichtungen und die Kläranlagen an. In Deutschland gehören diese Stoffe zum Schadstoffhof — nicht ins Rohr.

    Alternative: Kleine Reste trocknen lassen und zum Wertstoffhof bringen; größere Mengen abgeben.

  • 5) Essensreste mit Stärke (Pasta, Reis) und klebrige Saucen

    Nudeln quellen, Reis verklumpt — im Rohr wie im Topf. Reste sollten gar nicht erst in die Leitung gelangen.

    Alternative: Essensreste in den Biomüll oder in eine Küchenkompostecke; benutze ein Sieb im Waschbecken.

Wie du deinen Abfluss sofort schützt — einfache Regeln

  • Nutze ein feines Abflusssieb für Spüle und Dusche (2–5 € aus dem Drogeriemarkt oder Baumarkt).
  • Wische Pfannen mit Küchenpapier ab, bevor du sie abspülst — das Papier in den Restmüll.
  • Gib Essensreste in die Biotonne oder in den Kompost, nicht ins Waschbecken.
  • Große Mengen Öl sammeln und in einem verschlossenen Behälter zum Wertstoffhof bringen.

Übrigens: Wenn du in einer Altbauwohnung mit alten Gussrohren lebst, reagieren die Rohre empfindlicher auf Temperatur und Chemikalien — also besonders vorsichtig sein.

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Wenn es schon zu spät ist: Mein 6‑Schritte‑Notfallplan

In meiner Praxis als Hausbesitzer habe ich diesen Ablauf mehrfach getestet — er rettet oft den Tag ohne teuren Monteur.

  • 1) Mechanisch starten: Abflusssieb entfernen und mit Handschuh kontrollieren.
  • 2) Heißes Wasser + Spülmittel: Mehrere Liter heißes Wasser (nicht kochend bei Kunststoffrohren!) langsam gießen — löst Fett.
  • 3) Saugglocke (Pümpel): Dichtet ab und löst weiche Verstopfungen.
  • 4) U‑Bogen ausbauen: Eimer drunter, Schrauben lösen, Siphon reinigen (Dauer 10–20 Minuten).
  • 5) Rohrspirale (Rohrreinigungsspirale): Bei tieferen Blockaden; in Baumärkten wie OBI/Hornbach für ~15–40 € erhältlich.
  • 6) Notfall‑Klempner rufen: Wenn nichts hilft oder Wasser zurückläuft. Rechne in Deutschland mit einer Anfahrtspauschale von ~80–120 €, nachts deutlich mehr.

Ein praktischer Life‑Hack, den kaum jemand kennt

Wenn du Fettspuren im Abfluss hast, funktioniert diese Kombination oft besser als reine Chemiekeulen:

  • 1) Gib einen kräftigen Schuss normales Spülmittel in den Abfluss.
  • 2) Gieße über 1–2 Minuten sehr heißes (aber nicht kochendes) Wasser nach — das löst das Fett.
  • 3) Wiederhole das morgens und abends zwei Tage lang.

Ich habe so schon mehrfach hartnäckige „langsamen Abfluss“-Probleme weggemacht. Kleiner Bonus: Kostet fast nichts und schont die Rohre.

Wann du auf jeden Fall den Profi holen solltest

  • Wasser steht über mehrere Stunden.
  • Geruchsbelästigung mit dunklem, verfärbtem Wasser.
  • Mehrere Abflüsse im Haus sind betroffen — oft Hinweis auf eine Kanalverstopfung.
  • Wenn du chemische Abflussreiniger schon öfter benutzt hast — sie können Rohre schädigen und das Problem verschlimmern.

Ich habe in meiner Nachbarschaft gesehen, wie ein falsch entsorgter Eimer Farbe einen ganzen Hausanschluss lahmgelegt hat — die Schäden und die Rechnung gingen in die Hunderte von Euro. Kleine Dinge, große Folgen.

Fazit: Stoppe den Alltagsmüll, bevor er Rohre, Kanal und deine Nerven kaputtmacht. Ein Sieb, ein Glas für Fettreste und ein bisschen Disziplin sparen dir Zeit und 100er‑Beträge in Euro.

Und jetzt interessiert mich: Was war dein schlimmster Abfluss‑Albtraum — und wie hast du ihn gelöst?

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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