Essig und Backpulver im Abfluss: Das Geheimnis der teuersten Rohrreiniger

Dein Abfluss staut wieder? Wasser tropft langsam ab, und du überlegst, ob du gleich 15–20 € für Chemie aus dem Baumarkt ausgeben sollst? Lies das jetzt – ich habe das in vielen Haushalten getestet und war überrascht, wie oft ein simples Hausmittel ausreicht.

Warum das wichtig ist: Es spart Geld, schont Rohrleitungen und ist oft schneller als ein Abend mit Lappen und Eimer. Aber Achtung — es funktioniert nicht bei allem. Weiter unten zeige ich dir, wann es wirkt, wie genau du es anwendest und welche Fehler du vermeiden musst.

Warum viele das unterschätzen (und warum ich es trotzdem mache)

Ich habe festgestellt, dass viele Leute Essig + Backpulver sofort als „Wundermittel“ abtun. In meiner Praxis: funktioniert es regelmäßig als Maintenance-Tool oder gegen fettige Ablagerungen.

Was passiert technisch? Backpulver (besser: Natron) reagiert mit Essig und bildet Kohlendioxid — kleine Blasen, die Ablagerungen lockern. Stell es dir vor wie ein winziges Sprudel-Bad für das Rohr.

Wichtig zu wissen

  • Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist effektiver als handelsübliches Backpulver; viele Haushalte haben es bei DM oder Lidl für ~1–3 €.
  • Essig (5–6 %) reicht. Essigessenz (25 %) kann man verwenden, aber dann stark verdünnen.
  • Dieses Mittel ist ideal bei Fett, Seifenreste und leichten Haaransammlungen – aber nicht bei kompletter Verstopfung.

Der einfache, robuste Hack — Schritt für Schritt

Ich mache das so: schnell, kein Theater, maximal 10 Minuten. Du brauchst: Natron (oder Backpulver), Essig, heißes Wasser, einen Stopfen oder Tuch und Gummihandschuhe.

Essig und Backpulver im Abfluss: Das Geheimnis der teuersten Rohrreiniger - image 1

  • Schritt 1: Entferne sichtbares Wasser / stehendes Wasser so gut wie möglich (Becher oder kleine Schüssel).
  • Schritt 2: Gib ca. 100 g Natron (oder 3–4 Esslöffel Backpulver) direkt in den Abfluss.
  • Schritt 3: Gieße etwa 150–200 ml Essig langsam hinterher. Es beginnt zu sprudeln – das ist beabsichtigt.
  • Schritt 4: Verschließe den Abfluss für 10–20 Minuten mit einem Stopfen oder feuchtem Tuch.
  • Schritt 5: Spüle mit heißem, aber nicht kochendem Wasser nach (ca. 1–2 Liter). Bei Kunststoffrohren kein kochendes Wasser, sonst kann es dehnen.

Wenn nötig, wiederhole den Vorgang ein- bis zweimal. Bei regelmäßigem Gebrauch (einmal im Monat) hält das viele Ablagerungen fern.

Tipps, die niemand erzählt

  • Vorbeugend: Einmal im Monat kurz anwenden – besser als teure Rohrfrei-Aktionen.
  • Bei Haaren vorher mit einer Spitzzange oder einem kleinen Haken ziehen; die Chemie wirkt sonst kaum.
  • Bei stark öligen Rückständen hilft heißes Wasser plus wenig Spülmittel bevor du Natron anwendest.
  • Für die Toilette: weniger effektiv. Hier lieber eine Bürste oder Saugglocke nutzen.

Warum das manchmal nicht hilft (und wann du den Profi rufen musst)

Ich habe Haushalte besucht, wo das Mittel versagte: alte Rohre mit Kalkkrusten, komplette Fremdkörper oder massive Haarknäuel.

  • Wenn Wasser über Stunden steht oder gar nicht mehr abläuft — Profi anrufen.
  • Bei Rauch, starken Chemiegerüchen oder beschädigten Rohren sofort stoppen.
  • Mische niemals Essig mit Chlor- oder anderen starken Reinigern – es entstehen gefährliche Gase.

Wichtig: Chemische Rohrreiniger (Lauge) können effektiv sein, aber sie können auch Dichtungen und alte Rohre angreifen. Essig+Natron ist sanfter — dafür nicht allmächtig.

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Regionale Realität: Warum das in Deutschland Sinn macht

In deutschen Haushalten mit hartem Wasser (Kalk, besonders in Nordrhein-Westfalen oder Bayern) setzen sich Kalk und Fett schneller zusammen. Viele kaufen bei DM, Rossmann oder in Discountern regelmäßig Natron und Essigessenz – das ist günstig (meist unter 3 €) und nachhaltig.

Handwerker-Notdienste in Städten wie Berlin oder München verlangen oft Anfahrt plus Stundenlohn; da ist der DIY-Versuch mit Essig und Natron ein echter Sparbeitrag.

Vergleich, damit du weißt, was du wählst

  • Essig + Natron: günstig, ungefährlich für Umwelt, gut bei leichten Verstopfungen.
  • Kommerzielle Laugenreiniger: teuer, schnell wirksam, können Rohre schädigen.
  • Mechanisch (Saugglocke, Rohrschlange): zuverlässig bei echten Blockaden, oft die beste Wahl.

Mein Geheimtipp — ein Schritt, den kaum jemand macht

Nachdem du gespült hast, schütte eine Handvoll grobes Salz in den Abfluss und spüle noch einmal mit heißem Wasser nach. Salz wirkt leicht schleifend und verhindert, dass Fett sich direkt wieder anlegt. Ich habe damit in Altbauten gute Langzeiterfolge gesehen.

Kurzcheckliste vor dem Start

  • Kein Einsatz mit anderen Reinigern
  • Kein kochendes Wasser bei Kunststoffrohren
  • Bei starken Blockaden Profi kontaktieren

By the way: Ich habe das in Mietwohnungen und Einfamilienhäusern ausprobiert — es ist kein Hexenwerk, aber es erfordert Geduld und gesunden Menschenverstand.

Was war dein größter Rohrreiniger-Fail — Chemiekeule oder lieber Hausmittel? Schreib’s in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Story.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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