Stinkt dein Schrank nach Moder oder klebt das T-Shirt leicht feucht, obwohl die Heizung läuft? Das nervt — und es kann schnell Kleidung ruinieren. Ich habe Omas Trick wieder ausprobiert und war überrascht, wie zuverlässig er in unseren feuchten deutschen Wintern funktioniert.
Warum du das jetzt lesen solltest: Es kostet fast nichts, schont Kleidung und funktioniert in Mietwohnungen, in denen Luftentfeuchter oft verboten sind. Ich erkläre dir, wie du es richtig machst — ohne Tintenkleckse und ohne Fehlkäufe.
Warum Omas Trick immer noch funktioniert
Kurz: Zeitungspapier nimmt Feuchtigkeit auf. Nicht magisch, sondern physikalisch.
- Zeitungspapier besteht aus Zellulose — das saugt Wasser wie ein grober Schwamm.
- Wenn Papier leicht feucht wird, zieht es überschüssige Luftfeuchte aus der Umgebung.
- In einer kleinen, geschlossenen Fläche wie einem Schrank ist das oft ausreichend, um Gerüche zu verhindern.
Ich habe festgestellt: Ein paar Lagen Zeitungspapier können einen muffigen Schrank in wenigen Tagen neutraler riechen lassen. Es ist nicht nur günstiger als viele Produkte aus DM oder Rossmann — oft funktioniert es genauso gut.
So machst du es richtig — Schritt für Schritt
Nicht einfach reinwerfen. Es gibt eine Technik, damit nichts schiefgeht.

- Material: Frische Tageszeit (kein Glanzpapier), Schere, optional Baumwollbeutel oder einfache Kartonschale.
- Vorbereitung: Zeitung leicht auseinanderfalten, 2–3 Lagen pro „Feuchtigkeitsherd“ einlegen.
- Platzierung: In Schuhfächern, zwischen Pullovern oder in Manteltaschen verteilen.
- Wechselrhythmus: Alle 1–2 Wochen erneuern — sobald das Papier „schwer“ oder dunkler wirkt, ersetzen.
Praktische Reihenfolge:
- Lege zwei Lagen Zeitung in die Schuhschublade.
- Fülle ein kleines Gefäß im Schrank mit zusammengeknülltem Papier.
- Überprüfe nach 7 Tagen: Papier tauschen, wenn es feucht riecht.
Ein Tipp, den viele übersehen
Wenn du Angst vor Druckerschwärze auf empfindlichen Stoffen hast, lege das Zeitungspapier nicht direkt an die Kleidung. Nutze stattdessen eine dünne Baumwolltasche oder lege das Papier in die Schrankfächer — das reduziert Schmieren und bleibt genauso effektiv.
Was du vermeiden solltest (und warum)
- Kein Glanzpapier aus Zeitschriften — dort löst sich die Farbe leichter.
- Keine nassen Papiere direkt auf Leder oder Seide legen — das kann Flecken verursachen.
- Bei sichtbarem Schimmel: Zeitung ist kein Heilmittel. Erst richtig lüften, Schimmel entfernen, dann vorbeugen.
Übrigens: In Altbauwohnungen in Berlin, Hamburg oder München mit hoher Luftfeuchte wirkt das Ganze besser, wenn du gleichzeitig regelmäßig kurz stoßlüftest.
Noch bessere Kombis: Wenn Zeitung nicht reicht
Manchmal ist Papier alleine nicht genug — besonders in Kellern oder nach Regenperioden.
- Silicagel-Beutel (aus Baumärkten wie Bauhaus oder Online) erhöhen die Wirkung.
- Eine Schale mit grobem Salz (günstig aus dem Supermarkt, z. B. Lidl/Aldi) wirkt wie ein billiger Feuchtigkeitsfänger.
- Aktivkohle in Säckchen bindet Gerüche zusätzlich — ideal für geschlossene Schuhschränke.
In meiner Praxis funktioniert die Kombination aus Zeitungspapier + Silicagel am zuverlässigsten. Das ist wie ein kleines Backup-System: Papier fängt den ersten Feuchtigkeitsschub, Silicagel nimmt den Rest weg.

Warum es besser ist, als teure Sprays
Sprays überdecken Geruch oft nur für Stunden. Zeitungspapier verändert das Feuchtigkeitsgleichgewicht und verhindert so das Entstehen des Geruchs von vornherein — das spart Geld und schont die Textilien.
Metapher: Denk an Zeitungspapier wie einen Kaffeefilter — es saugt das Überflüssige auf, statt nur Geschmack zu überdecken.
Letzte praktische Hacks
- Nutze alte Lokalzeitungen aus dem Briefkasten — kostet nichts.
- Bei längerer Abwesenheit (Urlaub) zusätzlich einen Küchen- oder Badschwamm mit Salz in einer offenen Tüte legen.
- Regelmäßig kontrollieren: Gerüche früh erkennen spart dir Wäscherei-Drama.
Das Wichtigste: Fang klein an. Du wirst schnell merken, ob es reicht oder ob eine Kombi nötig ist.
Ich habe viele Tricks getestet — und dieser ist einer der zuverlässigsten, simpelsten und günstigsten. Probier es aus: Du verlierst kaum etwas, kannst aber viele Lieblingsteile retten.
Was ist dein schlauster Schrank-Hack? Teile ihn unten — ich bin gespannt, ob jemand noch bessere Kombinationen kennt.









