Du wachst nachts mit einem muffigen Geruch auf oder siehst dunkle Flecken am Bettrand? Schimmel im Schlafzimmer ist kein Luxusproblem — es gefährdet Gesundheit und Schlafqualität. Ich habe das selbst ausprobiert und beobachtet, wie ein einfacher Haushaltstrick in feuchten Altbauwohnungen in Deutschland tatsächlich hilft — aber mit klaren Grenzen.
Warum viele das Problem unterschätzen
In deutschen Altbauwohnungen steigt die Luftfeuchtigkeit besonders im Winter: Lüften wird seltener, Wäsche hängt in der Wohnung, und Heizverhalten variiert. Das Ergebnis: Matratzen, Lattenroste und Ecken werden feucht — ein perfekter Nährboden für Schimmel.
Ich habe gesehen, wie schnell kleine Feuchtstellen unbeachtet wachsen. **Wer heute nichts tut, hat bald größere Schäden und teurere Sanierungen.**

Was Zeitungspapier wirklich leistet
- Zeitungspapier nimmt oberflächliche Feuchtigkeit auf — es funktioniert wie ein einfacher Schwamm.
- Es schafft temporäre Luftkanäle zwischen Matratze und Lattenrost, wenn du es nicht flach presst.
- Es ist günstig und überall verfügbar — ideal, wenn du sofort handeln musst (z. B. nach dem Einkauf bei Rewe oder auf dem Flohmarkt).
Aber es gibt eine Nuance: Nicht alle Papiere sind gleich
Übrigens: Glänzende Magazine und farbig bedruckte Seiten geben Farbstoffe ab und können die Matratze fleckig machen. Auch Zeitungspapier enthält Druckerschwärze — das heißt, Vorsicht bei weißen Bettlaken.
In meiner Praxis als jemand, der Häuser saniert und ausprobiert hat: Zeitung hilft kurzfristig, ersetzt aber nicht dauerhaftes Lüften oder eine funktionierende Dämmung.
Wann Zeitung keine Lösung ist
- Bei sichtbarem Schimmel: Zeitung entfernt nicht die Sporen — hier braucht es Reinigung oder professionelle Hilfe.
- Wenn die Matratze stark durchnässt ist (z. B. nach Wasserschaden): Auslüften, ggf. Trocknergeräte oder Ersatz nötig.
- Bei Allergien oder Asthma: Staub und Farbe könnten Symptome verschlechtern.
Wie du Zeitungspapier sicher unter der Matratze verwendest (Schritt-für-Schritt)
Ich habe diese Methode mehrfach getestet — so mache ich es, damit es wirkt und keine neuen Probleme schafft.

- Heb die Matratze an und kontrolliere Lattenrost und Unterseite auf Stockflecken.
- Reiß oder falte mehrere Zeitungsseiten grob zusammen — keine glatten Lagen, damit Luft durchkommt.
- Lege die Bündel quer unter die Matratze an den Stellen mit schlechter Belüftung (z. B. Fußende, Randbereiche). Nicht direkt unter dem Kopfbereich, wenn du empfindlich bist.
- Wechsel die Zeitung alle 3–7 Tage oder früher, wenn sie feucht riecht. Entsorge feuchte Seiten in der Papiertonne.
- Kombiniere mit: regelmäßiges Stoßlüften (5–10 Minuten, 2–3× täglich) und einmal pro Woche Lattenrost ankippen.
Tipp: Lege ein dünnes Leintuch zwischen Zeitung und Matratze, wenn du Druckerschwärze fürchtest.
Alternative und ergänzende Lösungen, die wirklich helfen
- Trockenmittel aus dem Baumarkt (Hornbach, Obi) oder Granulat-Behälter aus DM: gut für kleine Räume.
- Elektrische oder passive Luftentfeuchter: sinnvoll bei dauerhaft hoher Luftfeuchte.
- Atmungsaktive Matratzenschoner oder spezielle Auflagen: schützen Matratze und lassen Luft zirkulieren.
Kurzes Erfahrungs-Fazit
In meiner Erfahrung ist Zeitungspapier ein nützliches Notfallwerkzeug: schnell, günstig und verfügbar. **Es ist aber kein Allheilmittel** — wer dauerhaft Feuchtigkeit ignoriert, landet früher oder später beim Handwerker.
Zum Schluss: Hast du Zeitungstricks ausprobiert oder andere clevere Methoden gegen Feuchtigkeit im Schlafzimmer? Schreib deine Erfahrung in die Kommentare — ich bin neugierig, was bei dir am besten funktioniert hat.









