Ziehst es bei Dir am Fenster wie verrückt und die Heizkosten steigen wieder? Ich habe selbst ausprobiert, wie Kaugummi als provisorische Dichtung hilft — und wann er mehr Schaden anrichtet als nützt. Lies das jetzt, wenn Du noch vor dem nächsten Rechnungsstau im Winter in Deutschland etwas gegen den Durchzug tun willst.
Warum normale Dichtungen oft versagen (und warum Du das nicht ignorieren solltest)
Viele Fensterdichtungen werden mit den Jahren spröde — besonders bei wechselhaftem Wetter in Norddeutschland oder in Altbauten mit alten Holzrahmen.
Ich habe bemerkt: Kleine Risse reichen, und plötzlich fühlt sich das Wohnzimmer an wie eine schlecht gedämmte Terrasse. Neben Komfort ist das Thema aktuell wegen der hohen Energiepreise ein echtes Ärgernis.
Was meistens passiert
- Dichtungshaut wird hart und reißt bei Temperaturschwankungen.
- Feuchtigkeit setzt sich in Spalten — Schimmelgefahr in Altbauten.
- Kleine Lücken erhöhen den Wärmeverlust deutlich.
Warum Kaugummi manchmal hilft — und warum viele ihn übersehen
In meiner Praxis als DIY-Tester hat sich Kaugummi als überraschend brauchbare Sofortlösung gezeigt: Er ist weich, formbar und klebt — also füllt er Lücken schnell.
Kurzfristig kann Kaugummi Zugluft verhindern und Heizkosten sparen, aber nur, wenn man es richtig macht.
- Günstig und schnell: Jeder hat ihn vielleicht zu Hause.
- Flexible Abdichtung: Passt sich unregelmäßigen Spalten an.
- Kein Werkzeug nötig — ideal als temporäre Notlösung vor dem Baumarktbesuch.

Wie Du Kaugummi als Not-Dichtung richtig einsetzt (Schritt-für-Schritt)
Ich habe das an mehreren Fenstern getestet — so geht’s ohne langfristigen Schaden:
- Reinigung: Zuerst den Bereich trocken und staubfrei wischen.
- Gummi wählen: Frischer Kaugummi (kein alter, bröselnder) lässt sich besser formen.
- Erwärmen: Kurz in den Händen kneten, bis der Kaugummi geschmeidig ist.
- Formen: Eine Wurst rollen und in die Lücke drücken; mit einem Spatel oder der Kredikarte glattstreichen.
- Testen: An der Tür/ Fenster ziehen, ob der Zug deutlich weniger wird.
Bei kalten Temperaturen bleibt die Abdichtung jedoch weniger elastisch — deshalb kontrolliere sie regelmäßig.
Entfernen ohne Drama
- Einfrieren: Eiswürfel in einer Tüte auflegen, bis der Kaugummi hart wird; dann mit einem Plastikspachtel abhebeln.
- Reste: Mit Isopropylalkohol oder speziellen Klebstoffentfernern (z. B. von OBI/Hornbach) nachreiben.
- Achtung: Acetonhaltige Mittel können Farbe oder lackierte Oberflächen angreifen.
Die Risiken — wann Kaugummi mehr schadet als nützt
Kurz gesagt: Kaugummi ist ein Pflaster, kein Nagel. In meiner Erfahrung gibt es klare Grenzen.
- Schmutzfänger: Kaugummi zieht Staub und Insektenmagneten an.
- Langfristig unsauber: Er kann klebrige Rückstände hinterlassen, die schwer zu reinigen sind.
- Feuchtigkeitsfallen: In feuchten Regionen kann er Feuchtigkeit einschließen und Schimmel fördern.
Wenn Du für längere Zeit dicht haben willst, ist Kaugummi keine Lösung. Es ist nur eine Übergangslösung.
Bessere Alternativen — was Du im Baumarkt kaufen solltest
Ich war bei Bauhaus, OBI und Hornbach: Für unter 10–20 € bekommst Du deutlich bessere Ergebnisse.

- Selbstklebende Dichtungsbänder (Schaumstoff): Einfach, günstig, für kleine Spalten.
- Acryl- oder Silikon-Dichtstoff (Kartusche): Dauerhaft, wetterbeständig, ideal für Holz- und Kunststoffrahmen.
- EPDM-Profile: Für größere Fugen; langlebig und elastisch.
Vergleich: Kaugummi ist wie ein Pflaster — die Dichtungsbänder sind die echte Salbe. Kaufempfehlung: Ein günstiges Schaumstoffband für 3–7 € als Zwischenlösung, Silikon für 5–10 € pro Kartusche für dauerhafte Reparatur.
Schnelle Einkaufstipps in Deutschland
- Baumarkt vor Ort: Bauhaus, OBI, Hornbach — Beratung gratis.
- Online: Amazon.de für schnellen Vergleich, aber achte auf Bewertungen.
- Gebrauchsanweisung: Bei Silikon die Untergrundvorbereitung lesen (Primer bei manchen Oberflächen).
Praktischer Lifehack: Die Kombi, die bei mir am besten funktioniert hat
Ich probierte mehrere Varianten. Das beste Verhältnis aus Preis, Aufwand und Haltbarkeit:
- Temporär: Kaugummi für die Nacht/sofortigen Schutz gegen Durchzug.
- Langfristig (am Wochenende): Schaumstoff-Dichtungsband aufkleben und zusätzlich mit Silikon nachziehen.
- Pflege: Einmal im Jahr prüfen und bei Bedarf nachkleben — spart Heizkosten und Nerven.
Die Methode ist schnell wie ein Espresso am Morgen und so effektiv wie ein neuer Heizkörperthermostat.
Kurzes Fazit
Kaugummi kann Dir kurzfristig den Durchzug nehmen und ein wenig Heizkosten sparen — aber er darf nicht Dein Dauerersatz werden. Investiere lieber ein paar Euro in passende Dichtstoffe aus dem Baumarkt; das zahlt sich in Deutschland mit den aktuellen Energiepreisen schnell aus.
Und jetzt Deine Meinung: Hast Du Kaugummi schon mal als Dichtung benutzt — Erfolg oder Fiasko? Schreib unten, ich bin gespannt auf Deine Story.









