Du kipst das Bratfett schnell in den Abfluss, um den Müll zu sparen — und denkst, das sei harmlos? Stopp. Gerade jetzt, zur kalten Jahreszeit und vor Familienessen, passiert genau das am häufigsten.
Ich habe das oft gesehen: verstopfte Rohre, stinkende Rückstände und Rechnungen, die bei 1.500 € beginnen und bis weit in den vierstelligen Bereich gehen. Lies weiter — es kostet dich Zeit, Nerven und im schlimmsten Fall richtig viel Geld, wenn du jetzt nicht anders entsorgst.
Warum dieses Öl so gefährlich ist
Was im Rohr wirklich passiert
Fette und Öle wirken nicht wie Wasser. Sie kleben an Rohrwänden, kühlen ab und bilden dünne Schichten, die immer dicker werden.
Ein Esslöffel Fett kann sich mit Haaren und Resten zu einem „Korken“ verbinden — und der Korken wächst mit jeder Portion Spülwasser.
- Bei niedrigen Temperaturen verfestigt das Öl schneller — also riskierst du im Winter häufiger Probleme.
- Die Rohre werden enger; Gerüche steigen auf; Ratten werden angelockt.
- Wenn die Verstopfung die Hauptleitung erreicht, zahlt oft der Eigentümer die Reparatur — manchmal mehrere tausend Euro.
Was das für Deinen Geldbeutel bedeutet
Ich habe mit mehreren Klempnern in Berlin und München gesprochen: eine Standard-Notöffnung liegt oft zwischen 100–300 €.
Aber: Austausch von Hausanschluss oder Kanalsanierung? Das sind schnell 2.000–8.000 € — abhängig von Lage und Aufwand. Und das zahlt nicht immer die Versicherung.

Wie Du Öl richtig entsorgst — 3 einfache Schritte
Viele übersehen, dass es schnelle, praktische Alternativen zur Toilette oder Spüle gibt. Ich verrate dir die beste Methode, die in meiner Praxis zuverlässig funktioniert.
- Abkühlen lassen: Lass das Öl oder Fett im Topf erst abkühlen, damit es nicht spritzt.
- Abfüllen: Gieße das restliche Öl durch ein feinmaschiges Sieb in eine verschließbare Flasche oder Einmachglas.
- Entsorgen: Bring die volle Flasche zum Wertstoffhof oder zur kommunalen Schadstoffannahme — nicht in die Biotonne.
Warum das besser ist
In nahezu jeder deutschen Kommune gibt es Sammelstellen (Wertstoffhöfe), die Speiseöl und Altöl annehmen — das ist kostenlos oder sehr günstig.
Für Motoröl gilt: Zurück zur Werkstatt oder zum Händler bringen. Viele Autowerkstätten und Teilehändler nehmen Altöl zurück.
Soforthilfe: Wenn der Abfluss schon langsam läuft
Bevor du zum Telefon greifst: Es gibt Hausmittel, die oft eine kurzfristige Entlastung bringen.
- Spüli + heißes Wasser: Viel Spülmittel ins Becken, mit heißem (nicht sprudelnd kochendem) Wasser nachspülen — das löst frisches Fett.
- Pümpel (Saugglocke): Kurze, kräftige Züge können den Fettpfropf bewegen.
- Keine aggressiven Chemiekeulen: Die können PVC-Rohre und Dichtungen angreifen und sind schlecht für die Umwelt.
Wenn nichts mehr geht
Greif zur Spirale (Handspirale) oder ruf den Klempner — und zwar bevor das Problem auf die Hauptleitung übergeht. Prokrastination erhöht die Rechnung.

Praktischer Lifehack: So sammelst Du Öl platzsparend
Ich benutze seit Jahren ein simples System, das in jeder Küche Platz findet:
- Nimm eine leere PET-Flasche (1–2 L).
- Fülle das abgekühlte Öl durch ein Küchensieb hinein.
- Beschrifte die Flasche und lagere sie im Küchenschrank bis zum nächsten Gang zum Wertstoffhof.
Das ist günstiger als Papiertücher verschwenden und sorgt dafür, dass kein Tropfen in die Kanalisation gelangt. In vielen Gemeinden kannst du das gesammelte Speiseöl sogar zu Biokraftstoff-Annahmestellen bringen — das ist lokal praktisch und ökologisch sinnvoll.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ich kenne einen Vermieter in München, der dachte, kleine Mengen Fett seien unproblematisch. Ergebnis: Rückstau in mehreren Wohnungen, Fußbodenheizung beschädigt — Rechnung über 6.200 €.
Das empfindliche Gefühl, das erste Mal eine solche Rechnung zu sehen? Das möchte ich dir ersparen.
Letzte Worte — schnell, praktisch, wichtig
Du brauchst keine teuren Mittel, nur eine kleine Umstellung: Fett nicht in den Abfluss, sondern sammeln und zur Sammelstelle bringen. Das schützt Rohre, Nachbarn und deinen Geldbeutel.
Was denkst du — sammelst du schon dein Öl oder hast du eine bessere Methode? Schreib unten, welche Tipps in deiner Stadt gelten — so helfen wir uns gegenseitig.









