Zeitungspapier statt Küchenrolle: Der Trick der Omas gegen Schimmel

Schimmel an Fensterbank, im Küchenschrank oder hinter dem Kühlschrank? Das ist nicht nur hässlich — das kann teuer werden und die Gesundheit angreifen. Lies das jetzt, weil die nächste Regen- und Heizperiode in Deutschland steht und viele Mieter sowie Hausbesitzer genau damit kämpfen.

Ich habe das mit eigenen Augen gesehen: Altbau-Wohnungen, feuchte Fenster im Dezember, und Oma, die statt Tüchern alte Zeitungen aus dem Keller holt. In meiner Praxis als Beobachter solcher Haushaltslösungen funktioniert das oft besser als teure Einwegtücher.

Warum Küchenrolle nicht immer die Lösung ist

Küchenrolle saugt schnell — aber sie bleibt oft feucht und bietet auf Dauer einer Schimmelspore eine gemütliche Heimat. Außerdem ist sie teuer, wenn du ständig nachkaufen musst.

  • Küchenrolle speichert Feuchte länger vor allem in Ecken.
  • Bei andauernder Nässe beginnt sie ähnlich wie ein Schwamm zu riechen.
  • Sie ist praktisch, aber weniger nachhaltig — und das merkt dein Portemonnaie (und die Umwelt).

Warum Omas Zeitungstrick oft besser wirkt

Ich habe das ausprobiert: Zeitungspapier nimmt Feuchte anders auf als Küchenrolle. Es verteilt die Feuchte über größere Fläche, trocknet schneller an der Luft und ist billig — oft kostenlos, wenn du alte Ausgaben im Flur hast.

Der Kniff: Zeitungspapier saugt, verteilt und erleichtert das Trocknen — wie ein grober Filter, der Feuchte abführt statt sie einzuschließen.

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Was du beachten musst (kurze Warnungen)

  • Keine hochwertigen oder glänzenden Magazinseiten verwenden — die Druckfarbe kann abfärben.
  • Keine direkte Lebensmittelberührung: Zeitungstinte ist meist auf Sojabasis, aber trotzdem nicht für Lebensmittelkontakt gedacht.
  • Bei starkem Wasserschaden ist Zeitung nur Übergangslösung; ruf den Fachmann.

Praktische Schritt-für-Schritt-Anleitung: Fensterbank und kleine Nässe

Ich erkläre dir, wie ich es mache — unkompliziert und ohne Firlefanz.

  • 1. Räume die betroffene Stelle frei und wische sichtbare Nässe kurz mit einem trockenen Lappen weg.
  • 2. Reiße mehrere Zeitungseiten auseinander und knülle sie locker zusammen — so entsteht mehr Oberfläche.
  • 3. Lege die zusammengerollten Zeitungskugeln entlang der Fensterbank oder hinter Geräte (z. B. unter der Spüle).
  • 4. Kontrolliere täglich: Wenn die Blätter deutlich feucht sind, erneuere sie — meist alle 24–48 Stunden.
  • 5. Lüfte kurz und kräftig (Stoßlüften) mindestens 3× am Tag, besonders in der Heizsaison.

Übrigens: In meiner Erfahrung hilft das zusammen mit einem einfachen Hygrometer (ab ~5–10 € bei DM, Rossmann oder online) zu sehen, wann die Luftfeuchte über 60 % steigt — ab da solltest du aktiv werden.

Weitere clevere Einsätze für Zeitungspapier im Haushalt

  • Schuhe: Gedreht in den Schuh stopfen nach Regen — Geruch reduziert, Form bleibt erhalten.
  • Pflanzuntersetzer: Zeitung unter Töpfe legt überschüssige Feuchte ab und schützt Fensterbank.
  • Kleiderschrank: Eine Lage Zeitung plus ein paar Silica-Gel-Päckchen reduziert muffige Gerüche.
  • Unter Kühlschrank/Waschmaschine: Zeitung nimmt Kondenswasser auf und warnen dich, wenn etwas tropft.

Ein kleiner, nicht offensichtlicher Tipp

Statt die Zeitung flach zu legen, leicht zusammenknautschen — das schafft Luftzwischenräume. Diese erhöhen die Verdunstungsfläche und die Feuchte verschwindet schneller. Klingt simpel, hilft aber wirklich.

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Was es kostet und wo du Materialien bekommst

In Deutschland brauchst du meist nur das, was du schon hast: alte Lokalausgaben, Gratiszeitungen vom Bahnhof oder Wochenblätter vom Briefkasten.

  • Hygrometer: 5–15 € (Rossmann, DM, Amazon).
  • Große Entfeuchterbeutel: 10–30 € (Baumarkt wie Obi, Hornbach) — kombinieren gut mit Zeitung.

Wenn du in einem Altbau in Berlin, Hamburg oder München lebst, kennst du das Spiel: Heizkosten, Schimmelgefahr und die Sorge um die Kaution. Kleine Lösungen wie dieser Trick sparen Nerven und manchmal auch Geld.

Wann Zeitung nicht hilft — und was dann?

Wenn der Schimmel schon schwarz/krustig ist oder sich über größere Flächen ausbreitet, ist das kein Oma-Trick mehr — das ist ein Fall für Profi-Reinigung oder Arzt (bei Allergien).

  • Tiefe Durchfeuchtung der Wand oder starker Geruch → Fachfirma kontaktieren.
  • Wiederkehrender Schimmel trotz Lüften → Ursache (Mauerfeuchte, Dämmung) prüfen lassen.

Aber für den Alltag, für kleine Kondenswasser-Probleme und muffige Schränke: Zeitungspapier ist eine schnelle, nachhaltige und günstige Option.

Zum Schluss: Probier’s selbst aus — du wirst überrascht sein, wie oft der alte Trick funktioniert.

Hast du einen anderen Oma-Haushaltstipp gegen Schimmel, den kaum jemand kennt? Schreib ihn unten — ich bin neugierig, was bei euch wirklich hilft.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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