Schwarze Ränder an der Wand, muffiger Geruch aus der Ecke und die Sorge, dass der Vermieter das als „mangelnde Lüftung“ wertet — kenne ich alles. Gerade im Heizperiode-Deutschland blüht Schimmel schneller als man denkt. Lies weiter, wenn du jetzt eine günstige, sofort verfügbare Zwischenlösung suchst, die ich selbst getestet habe.
Warum Zeitungspapier oft hilft (und wie es funktioniert)
Ich bemerkte beim Testen: Zeitungspapier nimmt Feuchtigkeit schnell auf – ähnlich wie ein Kaffeefilter, aber für die Wand. Die Papierfasern saugen Kondenswasser, die große Oberfläche beschleunigt das Trocknen.
Kurz und wichtig: Zeitung ist billig, leicht verfügbar und effektiv für kleine Problemzonen. Aber es ist kein Ersatz für richtiges Lüften oder Bauarbeiten.
Physik in einer Ecke
- Papier wirkt kapillar: Feuchte wird Richtung Papier gezogen.
- Große Fläche = schnellerer Feuchtetransport in die Luft.
- Moderne Zeitungsfarbe ist meist auf Sojabasis; das reduziert Giftstoffe im Vergleich zu Hochglanzprospekten.

Wann das Ganze Sinn macht — und wann nicht
Viele übersehen, dass Zeitungspapier nur bei oberflächlicher Kondensation hilft. In Altbaukellern oder bei Rohrleckage ist es wirkungslos.
- Gute Fälle: feuchte Ecken hinter Möbeln, Kondenswasser an Außenwänden im Winter, kleine muffige Nischen.
- Schlechte Fälle: sichtbare schwarze Schimmelflecken über mehrere Quadratmeter, feuchte Wände durch Riss oder Rohr.
So machst du es richtig — Schritt-für-Schritt-Hack
In meiner Praxis (ja, ich probiere das wirklich aus) hat diese Methode am besten funktioniert:
- Sammle alte Zeitungen oder das Gratis-Werbeprospekt (keine Hochglanzseiten).
- Zieh Handschuhe an — feuchte Zeitung kann Schimmelsporen tragen.
- Falte die Blätter zu einer Art Akkordeon oder knülle sie locker zusammen — so vergrößerst du die Oberfläche.
- Lege die Papierschnipsel in eine flache Schale oder auf ein kleines Drahtgitter, damit die Luft zirkulieren kann.
- Platziere das Ganze in der feuchten Ecke, nicht direkt an die Wand pressen; 2–5 cm Abstand hilft der Luft.
- Wechsle das Papier täglich bei hoher Feuchte, spätestens alle 48 Stunden. Entsorge es im Restmüll.
- Kombiniere mit: Stoßlüften (5–10 Minuten), Heizkörper leicht an, und bei Bedarf einem günstigen Hygrometer (Aldi/Lidl ~5–10 €).
Bonus-Trick: Streue etwas Backpulver unter das Papier; es bindet Gerüche. Für stärkere Feuchtigkeitskiller nimm Aktivkohle-Beutel aus Bauhaus oder DM.

Was ich gelernt habe — Fallen, Mythen und Vorsicht
- Mythos: Zeitung tötet Schimmel. Nein — sie nimmt Feuchte, vernichtet aber keine Sporen. Bei sichtbarem Schimmel braucht es eine Behandlung.
- Fallstrick: Hochglanzprospekte und Magazinseiten können Farben oder Chemikalien enthalten — lieber klassische Zeitung nutzen.
- Gefahr: Lässt du nasses Papier zu lange liegen, kann es selber schimmeln und die Situation verschlimmern.
- Praktischer Tipp: Wenn du zur Miete wohnst und der Schimmel großflächig ist, dokumentiere mit Fotos und setze den Vermieter schriftlich in Kenntnis.
By the way, für viele Haushalte in Deutschland ist der einfache Hygrometer die beste Investition: Sobald die Luftfeuchte über 60 % steigt, handeln. Gerade in schlecht isolierten Altbauwohnungen oder im Keller passiert das schnell.
Alternativen, wenn Zeitung nicht reicht
- Silikagel- oder Aktivkohle-Beutel (DM, Rossmann, Bauhaus).
- Elektrische Luftentfeuchter für Räume ab 15 m² (ab ~40–80 € im Supermarkt oder Online).
- Profi-Beseitigung bei großem Befall — das ist nicht teuer zu reden, oft notwendig.
Ich habe in mehreren Wohnungen gesehen, wie Zeitungspapier den akuten Geruch und feuchten Fleck für Wochen verringerte — aber nur, weil danach regelmäßig gelüftet und richtig geheizt wurde. Ohne diese Disziplin ist das nur ein Pflaster.
Kurz gesagt: Zeitungspapier ist ein nützliches, günstiges Erste-Hilfe-Mittel in feuchten Ecken — aber kein Allheilmittel.
Was war dein größter Schimmelschreck in der Wohnung und welche DIY-Lösung hat geholfen? Teile dein Erlebnis — vielleicht retten zwei Sätze jemanden vor einer Sanierung.









