Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen

Dein Abfluss riecht komisch? Oder das Wasser läuft nur noch im Schneckentempo ab? Ich habe gesehen, wie eine kleine Flasche Frittieröl in einer Altbau-Küche binnen Monaten die komplette Leitung dichtmachte.

Das Problem ist akut: Gerade jetzt, wenn es draußen kälter wird, verfestigt Fett schneller und macht aus Rohren eine Zeitbombe. Lies das jetzt — es kann Dir hunderte Euro und Tage ohne Küche sparen.

Warum Öl im Abfluss so gefährlich ist

Viele denken, heißes Wasser löst Fett weg. stimmt nicht für große Mengen. Öle und Fette verhalten sich im Rohr wie Wachs: warm sind sie flüssig, kalt werden sie hart und klebrig.

Was wirklich passiert

  • Heißes Fett fließt zwar erst, kühlt aber schnell an Rohrwänden ab und bildet einen Film.
  • Auf diesen Film lagern sich Essensreste, Haare und Seifenreste — die Schicht wächst.
  • Aus kleinen Belägen werden innerhalb von Monaten richtige Verstopfungen oder sogar sogenannte „Fettberge“.
  • In älteren Häusern in Deutschland mit engen, oft verzinkten Leitungen passiert das deutlich schneller.

Die echten Kosten — nicht nur finanziell

Wenn der Hauptabfluss dicht ist, kommt oft der Klempner. In Deutschland beginnen einfache Hausbesuche bei etwa 80–120 €; größere Rohrreinigungen oder Leitungsöffnungen können mehrere Hundert bis Tausend Euro kosten.

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Und es gibt noch etwas: Verstopfte Rohre können Schimmel, unangenehme Gerüche und Wasserschäden verursachen — das sind langfristige Ärgernisse.

Was Du stattdessen tun solltest

Gieß kein Öl in den Abfluss. Punkt. Hier sind praktische Alternativen, die wirklich funktionieren:

  • Sammeln: Lasse das Öl abkühlen und fülle es in ein verschließbares Glas oder eine PET-Flasche.
  • Wegwerfen: Kleinmengen gehören in den Restmüll (Restmüllregelungen variieren — check Deine Abfallberatung).
  • Sammelstellen: Viele Wertstoffhöfe in deutschen Städten nehmen Alt-Speiseöl an.
  • Wiederverwenden: Filtere das Öl mit einem Küchentuch und verwende es nochmals zum Braten (nur kurz benutzen).
  • Biodiesel-Sammler: Manche Gemeinden oder Firmen sammeln größere Mengen für Biodiesel — frag beim Wertstoffhof nach.

Schnelle Lebenshilfe für die Küche (5 Schritte)

  • 1. Nach dem Braten: Topf abkühlen lassen, nicht mit heißem Wasser spülen.
  • 2. Abkühlen lassen bis das Fett fest wird oder dickflüssig ist.
  • 3. Mit Küchenpapier abwischen — Papier in Restmüll, nicht in Bio-Tonne.
  • 4. Reste in ein altes Glas/Flasche füllen, verschließen.
  • 5. Kleine Mengen in Restmüll, größere Mengen zum Wertstoffhof bringen.

Was tun, wenn der Abfluss schon verstopft ist

Ich habe versucht, mit Cola und Hausmitteln zu retten — meistens nur Zeitverschwendung. Hier ist, was wirklich hilft:

  • Versuche zuerst mit Saugglocke (Pümpel) und mechanischem Rohrrechen.
  • Vermeide aggressive chemische Rohrreiniger: Sie können Rohrmaterial angreifen und sind schlecht für die Umwelt.
  • Wenn das nichts bringt, ruf den Klempner. Professionelle Reinigungen sind oft gründlicher und auf lange Sicht günstiger.

Warum die Biotonne kein Ausweg ist

Viele glauben, organisches heißt rein in die Biotonne. Öle gehören nicht in die Biotonne. Fett verdirbt Komposthaufen, zieht Schädlinge an und stört die Verrottung. Also niemals in die Biotonne oder in den Garten kippen.

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Ein deutscher Alltagstipp

In vielen Städten wie Berlin, Hamburg oder München gibt es Informationsseiten der Abfallwirtschaft, die genau erklären, wie und wo Alt-Speiseöl entsorgt wird. Ein Anruf beim örtlichen Wertstoffhof klärt schnell, ob es Sammeltermine oder Container gibt.

Mini-Experiment, das Du jetzt machen kannst

Ich habe in mehreren Haushalten folgendes getestet: Gieße nach dem Braten ein Glas kaltes Wasser in das Spülbecken und beobachte — das Fett schwimmt, kühlt ab und bleibt an der Wand hängen. Ergebnis: gleicher Effekt wie bei direktem Öl. Moral: Wasser hilft nicht dauerhaft.

Zusammenfassung — die wichtigsten Regeln

  • Nie Speiseöl in den Abfluss gießen.
  • Kleine Mengen in verschließbare Behälter, dann Restmüll oder Wertstoffhof.
  • Keine Biotonne, keine Toilette, keine Blumenbeet-Entsorgung.
  • Bei Verstopfung: Pümpel oder Klempner, keine aggressiven Chemikalien.

Dein Abfluss ist keine Müllkippe — er ist das Herz Deiner Küche. Ein bisschen Vorsicht heute erspart Dir Stress und Geld morgen.

Und jetzt zu Dir: Hast Du schon mal erlebt, wie Öl eine Leitung verstopft hat? Teile Deine Erfahrung — vielleicht rettet dein Tipp jemand anderem den Tag.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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