Feuchte Fensterbretter nach jeder kalten Nacht? Schimmel an den Pflanzenwurzeln? Das kann dir schnell die Fensterbank ruinieren – und kostet Zeit und Geld.
Ich habe beobachtet, wie Gärtner in besonders nassen Wintern auf eine einfache Bastellösung schwören: Salzstreuer mit Reis als Mini-Entfeuchter. Lies das jetzt, wenn du Pflanzen, Holz oder Dekor auf der Fensterbank retten willst.
Warum dieser alte Trick wieder auftaucht
Viele übersehen, dass kleine, punktuelle Feuchtequellen oft schlimmer sind als eine allgemein hohe Luftfeuchte. Du siehst Wasserflecken, aber die Ursache sitzt meist direkt an der Fensterkante.
Reis ist hygroskopisch genug, um lokal Feuchtigkeit zu binden — nicht so stark wie Silicagel, aber praktisch und günstig. In meiner Praxis hat diese Methode öfter geholfen, Kondenswasser von Pflanztöpfen fernzuhalten.
Das Problem in deutschen Wohnungen
In Deutschland sind die Winter kalt und die Heiz- sowie Lüftgewohnheiten unterschiedlich. In Altbauwohnungen ohne durchgehende Dämmung sammeln sich Kondenswasser und kalte Stellen.
- Fenster mit älteren Dichtungen schwitzen häufiger.
- Pflanzen auf der Fensterbank verstärken das Problem durch zusätzliche Verdunstung.
- Ein billiger Mini-Entfeuchter kann Fachhandel-Alternativen wie teure elektrische Geräte sinnvoll ergänzen.

Was du brauchst (lokal, billig, schnell)
In Deutschland bekommst du alles in einem Baumarkt oder Discounter: IKEA, dm, Aldi, Lidl oder Bauhaus.
- Leerer Salzstreuer oder kleines Glas mit Lochdeckel (IKEA kostet oft 1–3 €).
- Ungekochter Reis (langkorn oder Rundkorn, 1 kg kostet ~1–2 €).
- Trichter oder sauberes Blatt Papier zum Befüllen.
- Optional: ein paar Silica-Gel-Päckchen aus dem Schuhkarton als Booster (dm, Bastelabteilung).
So baust du den Mini-Entfeuchter — Schritt für Schritt
Ich erkläre dir die Variante, die ich selbst getestet habe. Einfach, schnell, ohne handwerkliches Risiko.
- 1) Salzstreuer gründlich reinigen und trocknen.
- 2) Mit dem Trichter Reis einfüllen — etwa zu 3/4 voll.
- 3) Deckel schließen; bei Bedarf zusätzliche Löcher vorsichtig bohren, damit Luftzirkulation entsteht.
- 4) Stelle den Streuer auf die Fensterbank zwischen Pflanzgefäße, aber nicht direkt ins Substrat.
- 5) Kontrolliere den Reis alle 2–6 Wochen. Wenn er klumpt oder feucht aussieht, raus damit und neuen Reis einfüllen.
Kniffe, die ich gelernt habe
- Wenn der Reis leicht klumpt: Stelle den Streuer tagsüber in die Sonne oder trockne ihn kurz bei 80 °C im Ofen, bevor du ihn wieder nutzt.
- Für Kinder- oder Haustierhaushalte: Nutze Schraubgläser mit eng schließenden Deckeln statt offenen Streuern.
- By the way: Kombiniere die Reisstücke mit ein bis zwei Silica-Päckchen im gleichen Behälter für bessere Wirkung.
Was das nicht ist — und wann du andere Lösungen brauchst
Es wäre falsch zu denken, Reis ersetzt professionelle Entfeuchter oder dauerhafte Baumaßnahmen.
- Reis wirkt punktuell und kurzzeitig. Bei starkem Schimmelbefall brauchst du Fachleute.
- Bei dauerhaft hoher Luftfeuchte ist ein elektrischer Luftentfeuchter oder bessere Dämmung die nachhaltige Lösung.
- Pestgefahr: Langfristig offen gelagerter Reis kann Lebensmittelmotten anziehen — regelmäßig wechseln!
Vergleich: Reis vs. andere Hausmittel
Stell dir Reis als den günstigen Nachbarn vor – zuverlässig für kleine Jobs, aber nicht für Umzüge.
- Silicagel: effektiver, teuerer und wiederverwendbar.
- Salz (Natriumchlorid): zieht ebenfalls Feuchte, kann aber klumpen und ist korrosiv.
- Katzenstreu (spezielle Granulate): sehr saugfähig, aber voluminös und nicht besonders hübsch auf der Fensterbank.

Sicherheitstipps und Nachhaltigkeit
Wichtig: Reis ist kein Gift, aber offen stehende Körner locken Insekten an und verrotten bei Dauerfeuchte. Wechseln und trocknen spart dir späteren Ärger.
- Wechsle oder trockne den Reis alle 4–8 Wochen im Winter.
- Entsorge feuchten Reis nicht in Blumenerde — er kann Schimmelsporen bringen.
- Wenn du Strom sparen willst: Nutze Reis als kurzfristige Maßnahme und lüfte gezielt morgens für 5–10 Minuten.
Meine Top-Empfehlung
Für die meisten Zimmerpflanzen und leicht schwitzende Fensterbänke reicht ein Set aus 2–3 befüllten Salzstreuern pro Fensterbank. Es ist cheap, schnell und in deutschen Läden sofort verfügbar.
By the way: Wenn du nur eine schnelle Lösung brauchst, probier’s erst eine Woche — du wirst die Stelle sehen, an der der Reis Feuchtigkeit gezogen hat.
Fazit
Der Reis-in-Salzstreuer-Trick ist kein Allheilmittel, aber ein praktischer, kostengünstiger Notfall-Entfeuchter für die Fensterbank. In meiner Erfahrung hilft es oft, akute Kondensation zu reduzieren und Pflanzen kurzzeitig vor Wurzelfäule zu schützen.
Hast du das schon ausprobiert oder eine bessere Low-Budget-Lösung? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig, welche Varianten in deutschen Haushalten funktionieren.









