Verstopfter Abfluss nach dem Braten? Das ist kein Pech — das ist hausgemacht. Immer wieder sehe ich in Städten wie Berlin oder München fette Klumpen in der Kanalisation, die ganze Straßen voll Ärger bringen.
Du solltest das jetzt lesen, weil kalt werdendes Fett im Winter deine Rohre in eine tickende Zeitbombe verwandelt — und die Rechnung meist dreistellig in Euro kommt.
Warum das Öl deine Rohre langsam tötet
Viele übersehen, dass heißes Fett anfangs flüssig wirkt, aber sobald es abkühlt, wird es hart wie Mörtel. Ich habe bemerkt, wie ein kleines Glas Bratfett nach ein paar Tagen eine komplette Siphon-Blockade bildete.
Was genau passiert
- Heißes Öl fließt weg, kühlt ab und bleibt an Rohrwänden kleben.
- Andere Essensreste haften daran — das Rohr verengt sich Schritt für Schritt.
- Schließlich entsteht ein „Fettberg“, der professionelle Reinigungen braucht.
Ein Fettberg ist kein Rohrproblem, das mit etwas Rohrfrei verschwinden würde. Das ist ein mechanisches Hindernis, das oft vom Profi per Spirale oder Hochdruck gereinigt werden muss.
Die Kosten — und warum dich das ärgern wird
In meiner Praxis beim Recherchieren für Reparaturstories habe ich Rechnungen gesehen:

- Ein normales Klempner-Hausbesuch: 80–150 €.
- Notdienst am Wochenende: schnell 150–300 €.
- Komplette Kanalreinigung bei der Stadt: mehrere hundert bis tausend Euro, wenn die Kommune einspringt.
Du sparst nicht, wenn du Öl in den Abfluss kippst — du verschiebst Kosten auf später.
Umwelt und Recht — mehr als nur ein verstopfter Abfluss
Altöl (z. B. Motoröl) ist gefährlich und darf nicht in die Kanalisation. Aber auch Speiseöl schadet: Es bindet Schadstoffe und stört Kläranlagen.
- Kommunale Klärwerke in Deutschland müssen teurer entsorgten Fettabscheider betreiben.
- Fette in der Kanalisation erhöhen Überschwemmungsrisiken bei starken Regenfällen.
- Illegal entsorgtes Motoröl kann Bußgelder nach sich ziehen; frage beim örtlichen Wertstoffhof nach.
Praktische Tipps: So entsorgst du Öl richtig (und schnell)
Viele denken, ein Lappen oder heißes Wasser reicht. Ich habe ausprobiert, was wirklich funktioniert — hier meine Schritte:
Lebensmittelöl (Bratfett, Pflanzenöl) — schnelle Anleitung
- Sobald das Öl abgekühlt ist, gieße es in ein altes Schraubglas oder eine leere Milchpackung.
- Kleine Mengen: Öl mit Küchenpapier aufsaugen und ins Restmüll geben.
- Größere Mengen: im Schraubglas sammeln und zum Wertstoffhof bringen oder in einigen Kommunen bei Sammelaktionen abgeben.
- Als letzte Option: fest werden lassen (kühl stellen) und dann wie Restmüll entsorgen — niemals in die Biotonne.
Motoröl — so machst du es korrekt
- Niemand kippt Motoröl in den Abfluss. Punkt.
- Altöl immer in dichten Behältern sammeln und zu einer Sammelstelle bringen (Wertstoffhof oder Werkstatt).
- Viele Autowerkstätten und Tankstellen nehmen Altöl kostenlos an.
Übrigens: In vielen deutschen Städten (z. B. Hamburg, Köln) gibt es spezielle Sammelstellen und Termine für Altspeiseöle — lohnt sich, lokal zu prüfen.

Wenn es schon verstopft ist: 4 Schritte, die oft helfen
- Heißes Wasser plus Spülmittel: Öl wird wieder flüssiger, mehrfach hintereinander gießen.
- Plunger verwenden: Kurze, kräftige Bewegungen können den Siphon lösen.
- Siphon abschrauben und manuell reinigen — das spart den Klempner in vielen Fällen.
- Bei tiefen Verstopfungen: Finger weg von aggressiven chemischen Rohrreinigern; ruf einen Profi. Chemie kann Rohre und Dichtungen angreifen.
In meiner Recherche hat sich gezeigt: das Abschrauben des Siphons ist oft die effektivste erste Maßnahme — und das kann jeder mit ein wenig Mut und einem Eimer schaffen.
Life-Hack: So sammelst du Bratfett clever und sparst
Du brauchst nur ein altes Glas, Kaffefilter und einen freien Platz im Kühlschrank:
- Fett nach dem Braten durch ein Kaffefilter in ein Schraubglas gießen.
- Glas schließen und im Kühlschrank lagern — das Fett gerinnt und du kannst es nach Bedarf wiederverwenden oder sammeln.
- Wenn das Glas voll ist, ab zum Wertstoffhof oder in die Restmülltonne (je nach örtlicher Regelung).
Ich habe das ein Jahr lang getestet — funktioniert, spart Sauberkeit in der Spüle und verhindert teure Klempnerrechnungen.
Zum Schluss
Öl in den Abfluss zu kippen ist ein kurzfristiger „Bequemlichkeits“-Deal mit späteren Kosten. In Deutschland hast du viele Entsorgungsoptionen: Wertstoffhof, Werkstatt oder Sammelaktionen — nutze sie.
Und jetzt interessiert mich: Hast du schon mal wegen Fett die Rohre reinigen lassen müssen? Wie hast du das Problem gelöst?









