Du öffnest den Schuhschrank und ein muffiger Geruch schlägt dir entgegen — das kann schnell schimmelige Kleidung und teure Wäsche-Reparaturen bedeuten. Viele kaufen teure Elektronik-Entfeuchter, dabei steht die Lösung oft schon in deiner Küchenschublade.
Ich habe es in meiner Wohnung in Berlin ausprobiert und war überrascht, wie effektiv und günstig das ist. Lies weiter, wenn du jetzt im feuchten Herbst oder im kalten Winter Schimmel und Gerüche verhindern willst.
Warum Reis im Salzstreuer wirklich hilft
Reis absorbiert Feuchtigkeit aus der Luft — das ist keine Zauberei, sondern einfache Physik: die Oberfläche und die Struktur trockener Reiskörner nehmen leichte Luftfeuchte auf, ähnlich wie kleine natürliche Schwämme.
Viele übersehen, dass es bei kleinen Räumen (Schrank, Schuhschrank, Badschrank) gar nicht große Geräte, sondern punktuelle Lösungen braucht.
Physik in einer Nussschale
Stell dir Reis vor wie ein winziges Filtersystem: er zieht die feuchte Luft an und bindet Wasserdampf, bevor er auf Textilien oder Tapeten kondensiert. Das ist vergleichbar mit einem Kaffeefilter, der Bodenpartikel zurückhält — nur für Feuchtigkeit.
Wann es reicht und wann nicht
Das klappt hervorragend in:

- kleinen Schränken und Kommoden
- Badschränken ohne direkte Dusche
- Autos, die kurz gelüftet werden
- Wäschekästen oder Sporttaschen
Aber: Für feuchte Keller, stark belüftete Badezimmer oder Wohnräume mit Schimmelproblemen reicht Reis nicht aus — dort brauchst du Entfeuchter oder professionelle Hilfe.
Wie ich es getestet habe (mein ehrlicher Alltagstest)
In meiner Praxis habe ich mehrere Varianten probiert: Plastik-Salzstreuer, Glasstreuer, sogar alte Marmeladengläser mit Loch im Deckel. Ich bemerkte innerhalb von 2–3 Tagen eine deutlich geringere Feuchtemenge auf Stoffen.
Einmal vergaß ich den Austausch und es roch leicht nach Reis — nicht gefährlich, aber ein Warnsignal: Regelmäßig wechseln ist Pflicht.
Praktische Anleitung: Salzstreuer mit Reis in 5 Minuten
Du brauchst nur wenige Dinge, die du in jedem DM, Aldi, Lidl oder Ikea findest — insgesamt kaum 2–5 €.
- Ein leerer Salzstreuer oder kleines Einmachglas mit Deckel
- Ungekochter, trockener Reis (kein Parfumreis)
- Optional: kleiner Lappen oder Küchenpapier
So machst du es Schritt für Schritt:
- Reinige den Streuer und lass ihn komplett trocknen.
- Fülle den Streuer zu etwa 2/3 mit trockenem Reis.
- Wenn der Deckel große Löcher hat: feine Löcher mit einer Nadel nachbessern oder Küchenpapier als Filter einlegen.
- Stelle den Streuer in den betroffenen Raum (Schrank, Schuhschrank, Auto).
- Kontrolliere alle 4–8 Wochen: fühlt sich der Reis feucht an oder glänzt? Dann austauschen.
Feine Tipps, die kaum jemand nennt
- Verwende keinen Duftreis (z. B. Basmati mit Aroma) — das hinterlässt Gerüche.
- Für kleine Schränke: zwei halbe Streuer verteilen, statt einen großen in die Ecke zu stellen.
- Bei sichtbarer Schimmelbildung: Reis hilft nicht — erst reinigen, dann vorbeugen.
- Willst du mehr Power? Kombiniere Reis mit ein paar Silica‑Beutelchen aus Elektronik‑Paketen.
Was du vermeiden solltest (echte Fallen)
Einige denken, Reis lockt Schädlinge an — das ist möglich, wenn er feucht wird und längere Zeit steht. Darum regelmäßig wechseln und lieber in luftdicht verschließbaren Behältern arbeiten.

Wenn du Allergiker bist: achte auf Gerüche und wechsele häufiger. Bei echten Feuchteproblemen im Winter (z. B. in älteren Altbauwohnungen in Hamburg oder Köln) ist ein elektrischer Luftentfeuchter langfristig oft die bessere Lösung.
Geld sparen ohne Risiko
Ich rechne kurz vor: Ein Beutel Reis kostet 1–2 €; ein einfacher Streuer 1–3 €. Für weniger als 5 € hast du Wochen bis Monate Ruhe in kleinen Bereichen — günstiger geht’s kaum.
By the way, viele Baumärkte wie Obi oder Bauhaus haben günstige Kunststoffbehälter, die perfekt sind, wenn du öfter austauschen willst.
Letzte Gedanken
Dieser Trick ist kein Allheilmittel, aber eine praktische, günstige Ergänzung zu richtigen Trocknungsmaßnahmen. Ich habe es empfohlen und Freunde haben den Effekt bestätigt — weniger Geruch, weniger Feuchtigkeit, keine aufwändigen Geräte.
Probier es aus: du verlierst nur ein paar Euro, kannst aber einen muffigen Schrankgeruch vermeiden.
Hast du das schon ausprobiert oder kennst du einen besseren Low‑Budget‑Hack? Schreib deine Erfahrung — ich bin gespannt, welcher Trick in deiner Stadt (Berlin, München, Hamburg?) am besten funktioniert.









