Zeitungspapier unterm Bett: Wie Sie Feuchtigkeit und Schimmel dauerhaft eliminieren

Schimmel riechst Du nicht immer, aber er kommt heimlich – gerade in deutschen Altbau-Zimmern und kalten Wintern. Ich habe bemerkt, wie schnell sich schwarze Punkte an der Bettkante bilden können, wenn die Luft steht. Lies das jetzt, bevor die nächsten feuchten Wochen kommen: Ich zeige, was Zeitungspapier wirklich kann, was es nicht kann und wie Du daraus einen wirkungsvollen DIY-Feuchtigkeitsfänger machst.

Warum Zeitungspapier wieder taugt — aber mit Vorbehalt

Viele glauben: Papier = Feuchtigkeit weg, Problem gelöst. So einfach ist es nicht. Zeitung nimmt kurzfristig Wasser auf, aber wenn sie zu nass wird, wird sie selbst zur Brutstätte für Schimmel.

In meiner Praxis als Haushalts-Tester habe ich Zeitungspapier unter Betten ausprobiert — das funktioniert, wenn Du es klug kombinierst und regelmäßig austauschst.

Was Zeitungspapier wirklich tut

  • Absorbiert leichte Kondensfeuchte wie ein Schwamm.
  • Reduziert temporär Gerüche.
  • Schützt den Boden vor Flecken durch feuchte Stellen.

Die Grenzen: Wann Zeitungspapier schadet

Wenn Zeitung nass bleibt, hält sie Feuchtigkeit fest und fördert Schimmel – also genau das, was Du vermeiden willst. Ich habe gesehen, wie feuchte Zeitung nach zwei Wochen muffig wurde.

Zeitungspapier unterm Bett: Wie Sie Feuchtigkeit und Schimmel dauerhaft eliminieren - image 1

Fazit: Zeitung ist kein langfristiger Ersatz für Lüften, Heizen oder einen Luftentfeuchter.

Mein praktischer Hack: DIY-Feuchtigkeitsfänger mit Zeitungspapier & Salz

Das ist kein Hexenwerk, sondern eine günstige, effektive Zwischenlösung für Mietwohnungen in Deutschland, besonders vor kalten Nächten oder während der Übergangszeit.

Du brauchst (alles im Baumarkt oder Drogeriemarkt erhältlich)

  • Große, flache Plastikkiste mit Deckel (z. B. aus Bauhaus/Hornbach)
  • Grobes Steinsalz (1–2 kg, im Supermarkt oder Baucenter)
  • Alte Zeitung
  • Scharfes Messer oder Schere
  • Hygrometer (optional, 10–20 € bei Ikea oder online)

So baust Du den Feuchtigkeitsfänger (Schritt-für-Schritt)

  • Lege den Boden der Plastikkiste mit zwei Lagen Zeitung aus.
  • Fülle eine Schicht grobes Steinsalz (3–4 cm) auf das Papier.
  • Lege eine weitere Lage Zeitung oben drauf, damit das Salz nicht direkt streut.
  • Stich mit dem Messer 6–8 kleine Löcher in den Deckel, damit die Luft zirkuliert.
  • Stelle die Kiste unterm Bett, nicht direkt an die Wand, damit Luft um die Kiste kommt.
  • Kontrolliere einmal pro Woche: ist die Zeitung feucht oder klumpig? Dann Salz ersetzen und Zeitung erneuern.

Das funktioniert ähnlich wie ein grober Luftentfeuchter: Das Salz zieht Feuchtigkeit aus der Luft, die Zeitung verteilt die Aufnahmefläche — wie ein Kaffeefilter für Wasser, nur langsamer.

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Weitere schnelle Tricks, die ich oft empfehle

  • Lüften: Stoßlüften 3× täglich, besonders morgens nach dem Aufstehen.
  • Heizen: Halte Schlafzimmer 16–19 °C, in sehr kalten Häusern etwas höher.
  • Hygrometer nutzen: Ziel 40–55 % relative Luftfeuchte.
  • Feuchtigkeitsbeutel kaufen: DM/Rossmann verkaufen günstige Salz- oder Gel-Absorber (3–8 €).
  • Elektrischer Luftentfeuchter bei hartnäckiger Feuchte (Baumarkt, 100–300 €).

Gefahren & was Du vermeiden musst

  • Zeitung niemals dauerhaft nass lassen — wechsel sie.
  • Keine Zeitung direkt unter Matratze legen (Schimmelgefahr, Flecken).
  • Kinder und Haustiere: Salzbehälter sichern, damit nicht geknabbert wird.
  • Bei sichtbarem Schimmel: Tapeten/Material entfernen und Fachfirma kontaktieren — nicht nur Zeitung auslegen.

Schnelle Checkliste: So stellst Du es in 10 Minuten auf

  • Plastikbox holen
  • Zeitung einlegen
  • Salz einfüllen
  • Deckel mit Löchern versehen
  • Unterm Bett platzieren und Hygrometer daneben

By the way: Für Menschen in feuchten Altbauwohnungen (z. B. Berlin, Hamburg oder dem Norddeutschen Raum) kann das schnelle DIY oft den Unterschied zwischen einem muffigen Schlafzimmer und einer schimmelfreien Ecke machen.

Mein Testfazit: Zeitungspapier unter dem Bett ist kein Allheilmittel, aber kombiniert mit Salz, regelmäßigem Lüften und einem Hygrometer kann es die Luftfeuchte merklich senken — und das zu einem Bruchteil der Kosten eines elektrischen Luftentfeuchters.

Kurz gesagt: Verwende Zeitung klug, wechsle sie regelmäßig und ergänze die Methode mit echten Feuchtigkeitsfängern oder einem Entfeuchter, wenn nötig.

Hast Du Zeitungstricks oder eigene DIY-Methoden ausprobiert? Was hat bei Dir geholfen — oder ist alles nur noch schlimmer geworden? Schreib’s in die Kommentare.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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