Zeitungspapier unter den Blumentopf – der vergessene Trick gegen Staunässe

Nasse Töpfe, gelbe Blätter, modriger Geruch — Staunässe tötet Pflanzen schneller als du denkst. Ich habe bemerkt, dass ein simpler Stapel Zeitungspapier oft mehr bewirkt als teure Filtermatten. Lies jetzt: Besonders im deutschen Herbst und auf regennassen Balkonen kann das sofort helfen.

Warum das überraschend gut funktioniert

Papier saugt Wasser, schafft Abstand und fördert Luftzirkulation — ganz ähnlich wie ein Kaffeefilter, nur robuster. In meiner Praxis hat sich das unter Balkon- und Fensterbank-Pflanzen bewährt.

  • Absorbiert stehendes Wasser in der Untertasse und verhindert, dass der Topfboden dauerhaft im Sog der Nässe steht.
  • Schafft eine dünne Luftritze zwischen Topf und Untergrund — das reduziert Wurzelfäule.
  • Ist günstig und direkt verfügbar: alte Zeitung aus dem Altpapier oder dem Kiosk um die Ecke (REWE, ALDI verkaufen zwar keine Zeitungen, aber oft liegen kostenlose Anzeigenblätter herum).

Der Trick erklärt in einem Satz

Lege gefaltetes Zeitungspapier unter den Blumentopf bzw. in die Untertasse — es wirkt wie ein temporärer Feuchtigkeits-Puffer und erleichtert das Austrocknen.

Wann das nicht reicht (und was dann zu tun ist)

Aber ein Haken: Papier ist kein Ersatz für richtige Drainage. Wenn dein Topf keine Abflusslöcher hat oder die Erde ständig nass bleibt, ist das nur ein Kurzzeit-Fix.

Zeitungspapier unter den Blumentopf – der vergessene Trick gegen Staunässe - image 1

  • Kein Loch im Topf? Dann umtopfen oder mit Kies/Blähton eine Drainageschicht anlegen.
  • Sehr empfindliche Pflanzen (z. B. viele mediterrane Arten) brauchen trotzdem schnellere Trocknung.
  • Auf dem Balkon im Winter: Papier friert durch und verliert Wirkung — dann besser Töpfe an einen trockenen Platz stellen.

So machst du es richtig — Schritt für Schritt

Und jetzt das Interessante: Du brauchst 2 Minuten und fast nichts.

  • Material: alte Zeitung(en), Schere (optional), Eimer/Untertasse.
  • Schritt 1: Zeitung in 3–5 Lagen falten, Größe an Untertasse/Topf anpassen.
  • Schritt 2: Papier in die Untertasse legen oder direkt unter den Topfboden auf dem Balkon/auf dem Fensterbrett platzieren.
  • Schritt 3: Kontrollieren: Sobald das Papier durchweicht ist, austauschen — 1–2x pro Woche bei starkem Regen oder nach dem Gießen.
  • Optional: Für mehr Hebung kleine Steinchen unter das Papier legen — das erhöht die Luftzirkulation.

Tipp aus der Praxis: Auf meinem Berliner Balkon habe ich alte Sonntagszeitungen als Einlage genutzt; die Pflanzen zeigten innerhalb einer Woche weniger gelbe Blätter und die Untertassen blieben sauberer.

Vorteile, Risiken und Alternativen

Kurz und bündig:

Zeitungspapier unter den Blumentopf – der vergessene Trick gegen Staunässe - image 2

  • Vorteile: billig, nachhaltig (Wiederverwendung), sofort verfügbar.
  • Risiken: Papier zersetzt sich, kann schimmeln, ist keine dauerhafte Drainage-Lösung.
  • Alternativen: Kapillar-Matten, Kaffeefilter, Blähton (im Baumarkt wie OBI oder Hornbach), spezielle Entwässerungsuntersetzer.

Hinweis zur Druckfarbe

Früher gab es Bedenken wegen Druckertinte. Moderne Zeitungen in Deutschland verwenden meist Pflanzen- oder Soja-basierte Farben; für reine Zierpflanzen ist das unproblematisch. Bei essbaren Kräutern lieber auf sauberes Küchenpapier oder gekaufte Matten zurückgreifen.

Ein kleiner Test für dich

Probier es an einer Pflanze mit leicht staunasser Erde:

  • Lege Zeitung in die Untertasse.
  • Gieße normal und beobachte 3–7 Tage.
  • Wenn die Pflanzenblätter weniger straucheln — Punkt für das Papier.

Übrigens: In deutschen Mehrparteienhäusern sammeln viele Nachbarn alte Zeitungen — frag im Hausflur, bevor du neue kaufst.

Zum Schluss: Dieser Trick ist kein Wundermittel, aber ein günstiger, schnell umsetzbarer Erste-Hilfe-Schritt, den viele übersehen.

Wie gehst du mit Staunässe um? Hast du einen eigenen Balkon-Hack oder nimmst du lieber Profi-Mittel? Schreib’s unten — ich bin gespannt, welche Tricks in deiner Gegend (Hamburg, München, Köln?) funktionieren.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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