Du starrst auf diesen einen Kratzer im Parkett und denkst: neues Brett, neuer Laminatstab oder teurer Handwerker? Warte kurz. Ich habe ausprobiert, was der Drogerie-Trick wirklich kann — und wann er dich in die Irre führt.
Warum gerade jetzt lesen? Im Herbst und Winter schrumpft Holz durch trockene Heizungsluft in deutschen Wohnungen; kleine Kratzer fallen dann sofort ins Auge. Diese schnelle Lösung kostet fast nichts und spart dir Nerven (und Euro), wenn du weißt, wie.
Warum Zahnpasta überhaupt hilft
Viele übersehen eine einfache Tatsache: Zahnpasta enthält feine Schleifmittel und Füllstoffe. Auf mikroskopischer Ebene füllt und mattiert sie leichte Kratzer – ähnlich wie feines Schleifpapier, das sanft poliert.
- Zahnpasta glättet die Kante des Kratzers.
- Sie reflektiert Licht anders, der Kratzer fällt optisch weniger auf.
- Bei lackierten Böden ist der Effekt am stärksten; geölte Oberflächen reagieren anders.
Was du nicht hoffen solltest
Zahnpasta ist kein Wundermittel für tiefe Rillen oder abgebrochene Parkettlamellen. Wenn du einen Spalt siehst, in dem ein Körnchen fehlt, brauchst du Holzspachtel oder Profi-Reparatur.

Welche Zahnpasta eignet sich?
Nicht jede Tube funktioniert gleich gut. In meiner Praxis (ein Paar Wohnungen, viele Experimente) waren diese Regeln hilfreich:
- Verwende normale, nicht-gel Zahnpasta ohne grobe Körner.
- Keine Whitening-Pasten mit stärkeren Schleifpartikeln — das kann mehr matt als repariert aussehen lassen.
- Preisfrage: Eine 75–100 ml Tube aus DM oder Rossmann für unter 3 € reicht meist aus.
Schritt-für-Schritt-Hack: So behandelst du Kratzer im Parkett
And now for the most interesting part: die genaue Anleitung, die ich getestet habe.
- Reinigen: Staub und Dreck mit einem weichen, leicht feuchten Tuch entfernen. Trocknen lassen.
- Kleine Menge: Eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf ein weiches Tuch geben.
- Sanft reiben: In kreisenden Bewegungen 10–20 Sekunden über den Kratzer polieren.
- Abwischen: Mit feuchtem Tuch restliche Paste entfernen und trocken nachwischen.
- Kontrollieren: Bei Bedarf Vorgang einmal wiederholen, aber nicht rubbeln.
Wenn der Effekt zu matt erscheint, kannst du sehr sparsam ein paar Tropfen Parkett-Öl auftragen und mit einem Mikrofasertuch polieren — nur bei geöltem Parkett erlaubt.
Häufige Fehler, die alles verschlimmern
- Zu viel Druck: Das kratzt die Lackschicht weiter an.
- Grobe Zahnpasta oder Backpulver mischen: Das macht mehr Schaden als Nutzen.
- Direkt hitzeempfindliche Bereiche behandeln (nähe Kamin, Heizkörper): Holz reagiert stärker.
Wann solltest du zum Profi gehen?
Wenn der Kratzer spürbar ist, also du mit dem Fingernagel hängen bleibst, ist Zahnpasta meistens nur Kosmetik. Tiefe Rillen, lose Dielen oder wasserbeschädigte Stellen brauchen einen Bodenleger.

Tipps speziell für Deutschland
Bei uns findest du leicht passende Produkte und Hilfe:
- Drogeriemärkte: DM, Rossmann — günstige Zahnpasten und feine Tücher.
- Baumärkte: OBI, Hornbach, Bauhaus — wenn du Holzspachtel oder Parkettöl brauchst.
- Preis-Tipp: Für unter 10 € hast du alles für die Erstversorgung; eine Profi-Reparatur liegt in Deutschland oft bei 50–150 € pro Stelle.
- Wetter beachten: Im Winter lieber vor dem Heizen testen — Holz ist dann sensibler.
Metapher zur Erinnerung
Denke an Zahnpasta auf Parkett wie an ein kleines Pflaster: Es kaschiert und füllt winzige Risse, aber es ersetzt keinen Knochenbruch. Schnell, günstig, nicht umfassend.
Meine überraschende Beobachtung
Ich habe in mehreren Altbau-Wohnungen gesehen, dass dieser Trick Gästen gegenüber oft unsichtbar bleibt — bis man die Szene unter direktem Licht sieht. Das heißt: Für Wohnungsübergaben oder spontanen Besuch ist er goldwert.
Probier es aus und sag mir: Hast du bereits Zahnpasta auf deinem Parkett getestet? Welche Marke war am besten, und hat es den Vermieter beeindruckt?









