Schwarze, vergraute Fugen? Sie fallen immer auf — besonders wenn Besuch kommt oder der Vermieter kündigt eine Wohnungsabnahme an. Ich habe in meiner Praxis als Hausmeister gelernt: oft reicht kein teurer Reiniger, sondern ein simpler Trick aus der Küchenschublade.
Lesen lohnt sich jetzt: Du brauchst nur eine Tube, eine alte Zahnbürste und 30 Minuten. Kein Spezialwerkzeug, kein teures Mittel aus dem Baumarkt.
Warum normale Putzmittel oft versagen
Viele Allzweckreiniger sind zu dünnflüssig oder greifen die Fuge nicht mechanisch an. Das Ergebnis: oberflächliche Helligkeit, aber der Schmutz bleibt.
Die Fuge ist wie ein Schwamm für Schmutz — Staub, Seifenreste und in Deutschland typischer Kalk setzen sich fest. Vor allem in Badezimmern mit hartem Wasser (hier in DE oft der Fall) wird es schneller dunkel.
Was Zahnpasta anders macht
Zahnpasta enthält feine Scheuermittel (beispielsweise silica) und manchmal Natron — das kratzt schonend, löst Ablagerungen und hellt auf. Ähnlich wie ein Mikro-Schmirgel, nur deutlich weniger aggressiv.

- Weißpaste wirkt besser als farbige oder Gel-Produkte.
- Baking-Soda-Zahnpasta hat oft stärkere Aufheller-Effekte.
- Nicht für Naturstein oder sehr poröse Fugen geeignet — dort kann es matt werden.
Der Hausmeister-Trick: Schritt-für-Schritt
Ich habe das bei mehreren Wohnungen getestet — meist mit verblüffendem Ergebnis. So geht’s:
- Besorg dir eine weiße Zahnpasta (keine Gel-Variante) — erhältlich bei DM, Rossmann oder im Supermarkt für ~1–3 €.
- Feuchte die Fuge leicht an; so haftet die Paste besser.
- Trage die Zahnpasta dünn auf die Fuge auf.
- Schrubbe mit einer alten Zahnbürste oder Fugenbürste in kreisenden Bewegungen 2–5 Minuten pro Stelle.
- Mit klarem Wasser abspülen und mit einem Lappen nachwischen.
- Bei hartnäckigen Stellen Vorgang wiederholen oder 10–15 Minuten einwirken lassen.
Pro-Tipp aus der Praxis: Für tiefere Reinigung vorher mit einem Dampfreiniger oder Essig-Wasser (nur bei keramischen Fliesen!) vorarbeiten — dann arbeitet die Zahnpasta besser.
Wann Vorsicht geboten ist
- Bei Naturstein (Marmor, Granit) keine Zahnpasta verwenden — sie kann mattieren.
- Bei verfärbten Fugen: Profi-Fugenweiß kann nötig sein (Bauhaus, Hornbach führen passende Mittel).
- Immer erst an einer unauffälligen Stelle testen.
Mehr als ein Quick-Fix: So hält das Ergebnis
Wenn du das Ergebnis länger sehen willst, mache nach der Reinigung folgendes:
- Fugen mit klarem Wasser abspülen und komplett trocknen lassen.
- Fugen-Siegel aus dem Baumarkt (z. B. Hornbach, Obi) auftragen — das verhindert, dass Schmutz so schnell wieder eindringt.
- Regelmäßig mit einem Mikrofasertuch abwischen; vermeide aggressive säurehaltige Reiniger bei gefärbten Fugen.
Das wirkt wie ein Unsichtbarkeitsmantel für Schmutz — nicht perfekt, aber deutlich effektiver als nichts.

Warum du das heute ausprobieren solltest
Kurzfristig: Du sparst Geld und Zeit vor dem Gästeempfang oder der Wohnungsabnahme. Langfristig: Regelmäßige einfache Pflege verhindert teure Nachbesserungen.
By the way: In Regionen mit hartem Wasser (z. B. viele Städte in NRW oder Bayern) wirst du die Wirkung besonders schnell merken — Kalk macht Fugen sichtbar dunkler, und Zahnpasta hilft dagegen.
Fazit
Der Zahnpasta-Trick ist kein Wundermittel gegen komplett zerstörte, verschimmelte Fugen — aber für viele alltägliche Fälle ein schneller, günstiger und einfacher Weg zu sichtbar helleren Fugen. Ich nutze ihn regelmäßig bei Blitzreinigungen und empfehle ihn als ersten Schritt vor teureren Mitteln.
Hast du das schon probiert oder hast du einen besseren Hausmeister-Trick? Schreib kurz, welche Fuge dich am meisten nervt — und gern ein Vorher/Nachher-Foto!









