Klempner warnen: Diese 3 Dinge gehören niemals ins Abflussrohr

Verstopfte Abflüsse sind der Horror jeder Wohnung — muffiger Gestank, stehendes Wasser und die Angst vor der Rechnung vom Sanitärbetrieb. Ich habe bemerkt, dass viele Probleme hausgemacht sind: drei Alltagsgegenstände reichen oft, um Rohre langfristig zu ruinieren. Lies das jetzt, bevor der nächste Stau kommt — im Winter, wenn Fett schneller fest wird, ist es besonders kritisch.

Warum Dein Abfluss plötzlich nicht mehr läuft

Rohrsysteme funktionieren wie Arterien: alles, was verklumpt, verlangsamt den Fluss und verursacht Druckstellen. In meiner Praxis mit Klempnern sah ich wiederkehrend die gleichen Schuldigen.

  • Langfristige Ablagerungen entstehen schleichend — man merkt sie erst, wenn das Wasser nur noch tröpfelt.
  • Rohre in deutschen Altbauten (Gussrohr) reagieren anders als moderne PVC-Leitungen — heiße Fette können in der Kälte hart werden.
  • Kombinationen vergrößern den Schaden: Fett + Haare + Feuchttücher = sicherer Rohrstau.

Die drei No‑Go’s

1. Fett und Speiseöl

Du gießt Bratenfett oder Bratöl in die Spüle, weil es schnell ging? Das ist der Klassiker. Fett verfestigt sich beim Abkühlen und haftet an den Rohrwänden — ähnlich wie Cholesterin in den Gefäßen.

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  • Fett sammelt sich, bildet Ringe und wird mit der Zeit dicker.
  • In kalten Monaten (typisch in deutschen Wohnungen) passiert das schneller.
  • Kein Fett in den Ausguss — auch nicht mit viel heißem Wasser hinterher.

2. Feuchttücher und Hygienetücher

Feuchttücher fühlen sich harmlos an, lösen sich aber nicht. Ich habe gesehen, wie ein einziges Päckchen den Abfluss komplett zumachte.

  • Selbst „biologisch abbaubar“ ist oft Irreführung: Zerfallen tun sie kaum.
  • Sie verhaken sich, fangen Fett und Haare ein — der Knoten wächst.
  • Entsorge Feuchttücher in den Restmüll, nicht in die Toilette.

3. Haare kombiniert mit Seifenrückständen

Haare allein sind lästig; zusammen mit Seifenfilm werden sie zu einem klebrigen Netz. In Bädern ohne Haarfänger ist das die häufigste Ursache für langsame Duschen.

  • Haare sammeln sich im Siphon und bilden zusammen mit Seife feste Klumpen.
  • Regelmäßiges Reinigen verhindert größere Eingriffe durch den Klempner.
  • Ein einfacher Sieb kann jahrelange Probleme verhindern.

Praktische Life‑Hack: Siphon selbst reinigen — in 7 Schritten

Du kannst viele Verstopfungen selbst beheben. Ich habe das oft gezeigt — es ist einfacher, als die teure Notfallrechnung zu zahlen.

  • Werkzeug: Eimer, Handschuhe, alte Tücher, Schraubenschlüssel oder Rohrzange.
  • Schritt 1: Stelle den Eimer unter den Siphon, um Wasser aufzufangen.
  • Schritt 2: Löse die Überwurfmuttern langsam (gegen den Uhrzeigersinn).
  • Schritt 3: Nimm den Siphon ab und entferne Haare und Schlamm mit Papiertuch.
  • Schritt 4: Prüfe die Dichtungen; tausche sie aus, wenn sie brüchig sind.
  • Schritt 5: Setze alles wieder zusammen und teste mit heißem Wasser.
  • Schritt 6: Wenn hartnäckig, nutze enzymatische Reiniger (bei DM, Rossmann, Obi erhältlich).

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Weitere einfache, aber wirkungsvolle Tipps

  • Fett auffangen: In ein altes Glas gießen, abkühlen lassen, Deckel drauf, in den Restmüll geben.
  • Duschsieb einsetzen: Unter 5 € beim Bauhaus, Obi oder Hornbach — kleine Investition, große Wirkung.
  • Kein Kaffeesatz in die Spüle: Er gehört auf den Kompost oder in die Biotonne, nicht in Rohre.
  • Regelmäßig enzymatische Reiniger (nicht bei akuten Verstopfungen mit Chemie mischen): gut für Rohre und umweltfreundlicher als starke ätzende Mittel.

Warum ein Klempnerbesuch manchmal unvermeidlich ist

Wenn Wasser trotz Siphon‑Reinigung immer noch nicht abläuft, steckt oft ein tieferer Kanalstau oder Wurzeleinwuchs dahinter. Dann hilft nur noch Profiwerkzeug — und das kann teuer werden.

Übrigens: In Regionen mit älteren Rohren (z. B. viele Altbauwohnungen in Berlin oder Hamburg) treten solche Probleme häufiger auf — Vorsorge spart echtes Geld.

Merke: Vermeide Fett, Feuchttücher und Haare — das reduziert 90 % der Notfälle.

Zum Schluss: Was war Deine schlimmste Abfluss‑Geschichte? Hast Du einen Haushaltstrick, der wirklich hilft? Schreib’s in die Kommentare — vielleicht rettest Du jemandem gerade den Abend.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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