Du kennst das: Zwischen den Pflasterfugen schießen wieder Löwenzahn und Gras hoch – und jede Stunde Zupfen frisst deine Freizeit. Ich habe bemerkt, dass ein einfacher Küchenhelfer oft unterschätzt wird: Backpulver.
Warum du das jetzt lesen solltest: Gerade im deutschen Frühjahr und Spätsommer, wenn Regen und Sonne sich abwechseln, ist Unkraut hartnäckig. Mit wenig Geld (und ohne Chemie) bekommst du sichtbare Ergebnisse – wenn du es richtig machst.
Warum das bei vielen funktioniert (aber nicht wie ein Pflanzengift)
In meiner Praxis im Garten habe ich Backpulver öfter getestet – nicht als Wunderwaffe, sondern als gezielten Trick für Wege und Fugen. Backpulver ist kein Roundup-Ersatz, es ist eher ein Spot-Treatment: praktisch, günstig und verfügbar in jedem dm, REWE oder Aldi in Deutschland.
Wie es wirkt — kurz und klar
- Backpulver (Backpulver vs. Natron: ja, ein Unterschied) enthält treibende und säurebildende Bestandteile, die das feine Gleichgewicht an der Pflanzenwurzel stören.
- Auf trockenen Samen und kleinen Trieben kann das die Keimung hemmen und junge Pflanzen austrocknen.
- Auf feuchter Erde und bei großen Wurzeln wirkt es kaum – das ist der Haken.
Wann es wirklich Sinn macht
Viele übersehen, dass Backpulver nur unter bestimmten Bedingungen Erfolg hat. Es ist ideal für:

- Pflasterfugen und Gehwege, nicht für Blumenrabatten.
- Trockenperioden oder unmittelbar vor einer trockenen Woche.
- Spot-Behandlungen: einzelne Unkräuter, nicht ganze Beete.
Wichtig: In feuchtem Frühjahrswetter oder bei tiefen Wurzeln sparst du dir das Streuen – es wirkt dann kaum und verschwendet Pulver.
Praktische Anleitung: So streust du Backpulver richtig (Schritt für Schritt)
Ich habe das wie folgt getestet — einfache Werkzeuge, kein Spezialkram:
- Was du brauchst: Backpulver (günstige Packung aus dm/REWE, ca. 0,80–2,50 €), eine alte Teekanne oder ein feines Sieb, Handschuhe, Besen.
- Schritt 1: Am besten an einem trockenen, windstillen Tag arbeiten.
- Schritt 2: Grobe Unkräuter vorher abreißen oder mit einem Unkrautstecher entfernen.
- Schritt 3: Backpulver dünn in die Fugen streuen – nicht in Massen. Ein dünner Film reicht.
- Schritt 4: Leicht einfegen, damit das Pulver in die Ritzen kommt.
- Schritt 5: Über die nächsten Tage beobachten; bei Bedarf nachstreuen.
Profi-Trick: Für hartnäckige Lücken mische 1 Teil Backpulver mit 1 Teil grobem Salz. Das wirkt austrocknender — aber nur auf Steinflächen, nie neben Pflanzen.
Risiken, Nebenwirkungen und Deutschlands Realität
Gartenarbeit in Deutschland heißt: Regen, Nachbarshaustiere und oft enge Reihen an Beeten. Deshalb mein Warnhinweis aus Erfahrung:
- Backpulver verändert lokalen Boden-pH — nicht in Beetnähe anwenden.
- Bei großen Mengen kann es die Mikrofauna schädigen; also sparsam bleiben.
- Bei Regen wird das Pulver weggespült und kann sich in umliegende Flächen verteilen.
- Haustiere mögen es nicht besonders – vermeide Bereiche, in denen Hunde schnüffeln.
Bessere Alternativen für bestimmte Fälle
- Für Gehwege: Heißes Wasser über die Fuge schütten oder mit einem Flammen-Unkrautbrenner arbeiten.
- Für große Flächen: Unkrautvlies + Kies oder professionelle mechanische Entfernung.
- Für ökologisch sensible Flächen: Handjäten bleibt oft die verträglichste Methode.

Ein kurzer Vergleich: Backpulver, Natron, Essig
Stell dir das so vor: Backpulver ist das Allzweckmesser in der Küche; Natron ist das schärfere Werkzeug, Essig der starke Reiniger. Jeder hat seine Rolle:
- Backpulver: mild, praktisch, leicht verfügbar — gut für feine Spot-Behandlungen.
- Natron (Sodium Bicarbonate): stärker gegen Pilze, wirkt alkalisch — sparsamer einsetzen.
- Essig: sehr effektiv, aber aggressiv gegenüber Böden und Pflanzen — nur punktuell verwenden.
Was du in Deutschland im Einkauf beachten solltest
Backpulver findest du in jedem Supermarkt. Preisfakten aus Erfahrung:
- Ein 200–300 g Päckchen kostet meist unter 3 €.
- Günstige Alternative: Natron gibt’s im Drogeriemarkt (dm, Rossmann) oft als Hausmarke.
- Baumärkte (OBI, Bauhaus) verkaufen größere Mengen, falls du viele Wege behandeln willst.
Zum Schluss: Mein Praxisfazit
Ich habe beobachtet: Für den schnellen, chemiefreien Touch-up auf dem Gartenweg ist Backpulver ein sinnvoller Baustein. Es ist kein Allheilmittel, aber billig, erreichbar und umweltfreundlicher als viele Pestizide – wenn du es gezielt und sparsam einsetzt.
Probier’s aus an einer kleinen Stelle und beobachte zwei Wochen lang. Was funktioniert bei dir besser: Backpulver oder ein alter Unkrautstecher? Teile deinen Trick — ich bin neugierig, welcher in deutschen Gärten wirklich hält.









