Trübe Weingläser trotz teurer Maschinenreinigung? Ich habe festgestellt, dass der Haupt-Feind oft kein defektes Gerät, sondern kalkiges Wasser und Rückstände sind. Wenn du heute noch Gäste erwartest oder das nächste Familienessen planst, lohnt sich ein schneller Test – er kostet weniger als ein Café-Kuchen. Lies weiter: Ich erkläre, wie ich es in meiner Küche probiert habe und worauf du wirklich achten musst.
Warum deine Gläser trüb werden
Viele übersehen die Ursache: Nicht die Spülmaschine ist schuld, sondern das Wasser und die Kombination aus Spülmittel + falschem Programm.
- Kalk (Kalkablagerungen) aus hartem Leitungswasser legt sich als milchiger Film auf Glas.
- Zu niedrige Temperaturen lassen Fett- und Waschmittelreste zurück.
- Kein Klarspüler oder falsche Dosierung verstärkt Wasserflecken.
Was ich beobachtet habe
In meiner Praxis (ja, ich habe es in mehreren Haushalten getestet) verschwanden die feinen Trübungen nach einmaligem Durchlauf mit Essig deutlich. Bei dicken Kalkkrusten brauchte es mehr – oder Zitronensäure.

Die 5‑Euro‑Methode: Schritt für Schritt
Das Ganze ist simpel, günstig und schnell. Du brauchst handelsüblichen weißen Haushaltsessig (5–10 %), eine leere Spülmaschine und 30–60 Minuten Zeit.
- Preis-Check: 0,70–1,50 € für Essig bei Aldi/Lidl; Zitronensäure 200–500 g kostet meist 2–4 € bei DM oder Rewe.
- Gib 200–500 ml weißen Haushaltsessig in einen hitzebeständigen Becher und stelle ihn oben ins Besteckfach oder auf den oberen Korb.
- Starte ein heißes Programm (75–70 °C) ohne Geschirrspülmittel und ohne Geschirr im unteren Bereich, wenn möglich.
- Wenn du nur ein paar Gläser reinigen willst: Stelle sie kopfüber oben in den Korb, Becher mit Essig daneben.
Ergebnis: Nach einem Durchlauf sollten Gläser deutlich klarer sein und Kalkflecken reduziert. Bei stärkerer Ablagerung wiederholen oder Zitronensäure verwenden.
Warum es funktioniert
Essig löst Kalkverbindungen ähnlich wie ein Klarspüler-Kick. Stell es dir vor wie ein Entkalker, der den Film wegwäscht — aber eben günstiger.
Alternativen & Feinheiten (wenn du es öfter machen willst)
- Zitronensäure-Pulver (Zitronensäure) wirkt stärker gegen Kalk und ist materialschonender für Dichtungen.
- Spezielles Spülmaschinen-Entkalkungsmittel ist teurer, aber formuliert, um Gummi und Metall zu schonen.
- Für empfindliches Kristall lieber per Hand mit warmem Wasser und mildem Spülmittel behandeln.

Was du vermeiden solltest
- Kein Essig zusammen mit Chlorbleiche oder starken Reinigern mischen – gefährliche Gase können entstehen.
- Essig regelmäßig (wöchentlich) einsetzen? Finger weg: Langfristig kann Essigsäure Gummiteile angreifen und Herstellergarantien beeinflussen.
- Keine große Menge Essig direkt in das Fach kippen – besser in einen Becher im oberen Korb stellen.
- Bei Unsicherheit: Bedienungsanleitung deiner Spülmaschine prüfen oder Hersteller kontaktieren.
Schnelle Profi-Tipps für dauerhaft glänzende Gläser
- Richtig einräumen: Nie Gläser hintereinander stellen; Abstand sorgt für bessere Reinigung.
- Klarspüler-Level prüfen: Oft reicht eine kleine Einstellung, um Wasserflecken zu vermeiden.
- Heißes Spülprogramm einmal im Monat (ohne Essig) verhindert Gerüche und Fettrückstände.
- In Regionen mit sehr hartem Wasser (z. B. Teile von Bayern, Baden-Württemberg, NRW) lohnt sich Salz und regelmäßige Entkalkung.
Kostenüberblick: Ein Liter Essig + ein Päckchen Zitronensäure zusammen bleiben unter 5 € – daher die „5‑Euro‑Lösung“, die du schnell im Supermarkt findest.
Zum Schluss
Essig ist kein Wundermittel, aber eine praktische, billige Erste-Hilfe gegen trübe Gläser. Ich habe es in mehreren Küchen getestet: Für leichte Trübungen reicht oft ein Durchlauf; bei massivem Kalk ist Zitronensäure oder Profi-Entkalker besser.
Hast du den Trick schon ausprobiert – oder schwörst du auf eine andere Methode? Schreib es in die Kommentare, ich bin neugierig, welche Variante bei dir am besten funktioniert.









