Kennst du das: Du gießt schnell Bratfett in die Spüle und denkst, das Wasser spült es weg. Stop — das ist eine Falle. In meiner Arbeit habe ich gesehen, wie aus einem kleinen Löffel Fett ein Rohr voller Ärger wird und Kommunen Tausende fürs Freispülen zahlen.
Lesen lohnt sich jetzt, weil der nächste Winter die Fettschicht in Rohren noch schneller fest werden lässt. Ich erkläre dir, welche Fette tabu sind und wie du sie mit minimalem Aufwand korrekt entsorgst.
Warum das Gießen von Fett in die Spüle tödlich für Rohre ist
Fette verhalten sich wie Kerzenwachs: heiß flüssig, kalt fest. In engen Rohrbögen kühlt das Fett ab und setzt sich ab.
Das Resultat: klein beginnt, groß endet — Schicht um Schicht entsteht ein Fettberg, der das Wasser staut und schlechte Gerüche produziert.
Viele Hausbesitzer glauben, Spülmittel löst das Problem. Ich habe das Gegenteil gesehen: Seifenreste binden das Fett oft zusätzlich.

Welche Fette du niemals in die Spüle kippen darfst
- Brat- und Pfannenfett (Rinder- oder Schweineschmalz)
- Frittieröl (auch Mehrfachgebrauch)
- Butter und Margarine-Reste
- Salatdressings mit Öl (wenn es größeren Ölanteil hat)
- Fette von Fisch oder Geflügel inklusive Marinaden
Merke: Auch kleine Mengen addieren sich — ein Löffel täglich macht in Monaten eine dicke Schicht.
Was stattdessen tun — einfache Regeln, die wirklich helfen
- Abkühlen lassen: Gieße nie heißes Fett in den Abfluss.
- Wegwischen: Ölreste mit Küchenpapier aufnehmen und in den Restmüll werfen.
- Sammeln: Große Mengen in eine verschließbare Flasche füllen und sammeln.
- Recyclinghof nutzen: Volle Flaschen zum Wertstoffhof bringen — viele Kommunen nehmen Speiseöl an.
- Biotonne? Nein: Fett verunreinigt die Biotonne und stört die Kompostierung.
Life-Hack: Schritt-für-Schritt richtige Entsorgung von Bratöl
- Schritt 1: Pfanne abkühlen lassen, bis das Fett nicht mehr heiß ist.
- Schritt 2: Ein feines Sieb benutzen, um Essensreste zu entfernen (spart Geruch).
- Schritt 3: Öl durch einen Trichter in eine alte PET-Flasche oder ein Glas füllen.
- Schritt 4: Flasche gut verschließen und bis zur Abgabe sammeln oder ins Restmüll geben (bei kleinen Mengen).
- Schritt 5: Größere Mengen zum Recyclinghof oder zu kommunalen Sammelstellen bringen — oft kostenlos.
Übrigens: Wenn du in einer Großstadt wie Berlin oder Hamburg lebst, findest du auf den Webseiten der Stadt genaue Infos zu Sammelstellen und Öffnungszeiten.

Mythen, die du sofort vergessen kannst
- Heißes Wasser + Spülmittel löst alles — falsch. Es verteilt Fett weiter und lässt es später wieder verklumpen.
- Kleine Mengen sind harmlos — falsch. Stetig kleine Mengen summieren sich.
- Biotonne ist die Lösung — falsch. Fett stört die Kompostierung und zieht Schädlinge an.
Was Handwerker wirklich tun, wenn es schon verstopft ist
In meiner Praxis haben Profis drei Optionen: mechanisch Freispülen, Hochdruckreinigung oder eine chemische Behandlung als letzter Ausweg. Das ist laut Handwerk teuer und dreckig.
Ein Bild: Ein verstopftes Rohr sieht aus wie ein verölter Kerzenstapel — Lösung bedeutet oft Stunden Arbeit und Sperrung der Leitung.
Kurz und knapp — die wichtigsten Regeln
- Nie heißes Fett in den Abfluss.
- Sammle Öl in dichten Behältern.
- Bringe größere Mengen zum Wertstoffhof.
- Wische Pfannen mit Papier aus statt unter fließendem Wasser nachspülen.
Fette sind keine kleine Sache — sie sind ein heimlicher Kostenfaktor für Hausbesitzer und Gemeinden. Ich habe zu viele Rohrsanierungen gesehen, die mit einem einfachen Verhalten vermeidbar gewesen wären.
Wie gehst du mit Bratfett um? Hast du einen Tipp, den ich noch nicht erwähnt habe? Schreib’s in die Kommentare — ich bin gespannt.









