Fenster, die nach dem Putzen streifig aussehen — kennst Du das auch nach dem dritten Sprühstoß? Ich habe bemerkt, dass viele teure Reiniger das Problem eher kaschieren als lösen. Jetzt, wo Regen und Straßenstaub in deutschen Städten wieder präsent sind, lohnt es sich, einen älteren Trick neu auszuprobieren.
Warum Du das jetzt lesen solltest: Dieser Tipp spart Geld, schont die Umwelt und ist in wenigen Minuten getestet — ganz ohne Chemie aus dem Drogeriemarkt. In meiner Praxis hat er oft besser funktioniert als teure Glasreiniger.
Warum Omas Trick mehr als Nostalgie ist
Viele übersehen, dass Küchenreste echte Helfer sein können. Kartoffelschalen enthalten Stärke, die leicht poliert und Fett löst — fast wie ein feines Poliertuch.
Was in der Schale steckt
- Stärke wirkt mild abrasiv und bindet Schmutz.
- Natürliche Feuchtigkeit hilft beim Lösen von Fingerabdrücken.
- Kein aggressives Lösungsmittel — ideal, wenn Du Haushaltschemikalien meiden willst.
Ich habe getestet: Auf der Küchenfensterscheibe entfernte die Schale Nikotinfilm und Hitzestaub besser als ein Standardglasreiniger.

Aber es gibt einen Haken
Die Schale kann Rückstände hinterlassen, wenn Du nicht richtig nachwischst. Teste immer zuerst eine kleine Ecke — besonders bei modernen, beschichteten Isoliergläsern.
- Nicht auf anti-reflektierenden oder speziellen Beschichtungen ohne Test verwenden.
- Bei starken Verschmutzungen zuerst mit warmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel vorreinigen.
- Biomüllregel beachten: Schalen gehören in die Biotonne, nicht in die Restmülltonne.
Und jetzt zum wichtigsten Teil: So machst Du Deine Fenster glänzend
Du brauchst kaum etwas: Kartoffelschalen, ein Mikrofasertuch (gibt’s günstig bei Lidl/Aldi oder im Baumarkt), Zeitungspapier oder ein trockenes Baumwolltuch.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Schritt 1: Frische Kartoffelschalen sammeln — nach dem Abendessen oder beim Schälen für Kartoffelpüree.
- Schritt 2: Kurz abspülen, damit kein grober Schmutz dranbleibt.
- Schritt 3: Die innere Seite der Schale mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen über die trockene Scheibe reiben.
- Schritt 4: Mit einem feuchten Mikrofasertuch die Stärke und gelösten Schmutz abnehmen.
- Schritt 5: Trocken polieren — Zeitungspapier funktioniert gut, alternativ ein trockenes Baumwolltuch.
- Schritt 6: Bei hartnäckigen Stellen: Schale + ein Spritzer Haushaltsessig (vorher testen), dann wie oben nachwischen.
- Schritt 7: Ränder und Fensterrahmen mit einem feuchten Tuch sauberziehen, damit keine Ränder entstehen.
Pro-Tipp: Auf großen Fensterfronten in Altbauten (du weißt, diese hohen Sprossenfenster in vielen deutschen Wohnungen) arbeite in Segmenten von 60×60 cm — so bleiben keine Streifen.
Warum das in Deutschland Sinn macht
In der Stadt schleppen Autoschlamm und Pollen jedes Frühjahr Fenster ein. Statt für 2–4 € eine Flasche Glasreiniger zu kaufen, nutzt Du etwas, das ohnehin anfällt — und schonst die Biotonne und Deinen Geldbeutel.
Bei Wochenmärkten oder Discountern wie Aldi und Lidl bekommst Du oft preiswerte Kartoffeln; die Schalen wären sonst Abfall. Klimafreundlicher geht Putzen kaum.

Meine Erfahrungen — kurz und ehrlich
Ich war skeptisch, dann überrascht: Auf älteren Fenstern mit Fettfilm funktionierte der Trick zuverlässig. Auf neuen, stark beschichteten Scheiben empfehle ich Vorsicht.
Gefühl: Anfangs ein bisschen unkonventionell, am Ende befriedigend — wie wenn man ein altes Möbelstück erfolgreich aufgefrischt hat.
Zum Schluss
Kartoffelschalen sind kein Wundermittel, aber ein praktischer, günstiger Helfer im Haushalt. Teste es heute Abend nach dem Kochen — es kostet praktisch nichts und kann tatsächlich besser funktionieren als mancher Supermarktreiniger.
Hast Du dieses Hausmittel schon ausprobiert oder kennst du andere Küchen-Tricks für streifenfreie Fenster? Ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen.









