Du denkst, ein bisschen Bratfett oder ein Löffel Mayonnaise sind harmlos? Ich habe gesehen, wie genau diese kleinen Aktionen Familien in Deutschland mehrere hundert Euro gekostet haben. Lies das jetzt, bevor du wieder die Pfanne ausspülst — es geht um Zeit, Ärger und deine Abwasserleitung.
In meiner Praxis als „heimlicher“ Berater bei verstopften Rohren habe ich Muster erkannt: dieselben Fette, dieselben Faulheiten, dieselben Folgen. Ein falscher Gießvorgang reicht, damit sich in der Rohrbiegung ein Betonklumpen bildet — bei Minusgraden passiert das noch schneller.
Warum das heute wichtig ist
Viele übersehen, wie Fett, Seife und kaltes Wasser zusammenarbeiten. Das Ergebnis ist nicht nur ein leichtes Rauschen im Abfluss — es ist ein Rohr, das irgendwann komplett dicht ist.
In deutschen Haushalten kommt das extra oft vor: harte Wasserhärte, viel Braten im Winter und oft kein Fettabscheider in älteren Mehrfamilienhäusern.
Was genau passiert
- Fett kühlt ab, wird fest und haftet an Rohrwänden — wie nasser Beton.
- Staub, Kaffeesatz und Papierpartikel kleben daran und wachsen zu einem Stopfen.
- Heizungsausfälle oder kalte Winter verstärken das Problem: Fett verfestigt schneller.

Die üblichen Übeltäter — diese Fette niemals in den Abfluss
Viele glauben, nur Speckfett sei gefährlich. Das stimmt nicht. Hier die Liste der heimlichen Schuldigen, die ich ständig in Rohren finde:
- Reste von Bratfett und Schmalz (auch vom Sonntagsbraten)
- Butter, Margarine, Ghee
- Salatsoßen, Mayonnaise und cremige Dressings
- Kokosöl und Palmfett (verfestigen bei Raumtemperatur)
- Frittieröl (auch wenn es „flüssig“ aussieht)
- Nussbutter und dicke Pasten
- Kaffeesatz kombiniert mit Fett — eine beliebte Rohrfalle
Sofort-Tipps: Was du heute ändern kannst
- Wische Pfannen mit Küchenpapier aus, bevor du sie unter fließendem Wasser abspülst.
- Gieße abgekühltes Fett nicht in die Spüle, sondern in ein Glas oder eine Dose.
- Nutze ein kleines Sieb im Spülbecken — es fängt feste Partikel ab.
- Bei starkem Fettanfall: Einmal pro Monat heißes Wasser mit Spülmittel durchlaufen lassen — aber das ersetzt keine mechanische Entfernung.
Das praktische Life-Hack: Fett einfrieren und entsorgen
Ich habe das selbst getestet: Ein schneller, sauberer Weg, Fett loszuwerden — sogar in kleinen Haushalten in Berlin oder München.
So geht’s Schritt für Schritt:
- Schritt 1: Gieße das abgekühlte Fett in ein altes Marmeladenglas oder eine leere PET-Flasche.
- Schritt 2: Stelle das Gefäß ins Gefrierfach — nach ein paar Stunden ist das Fett fest.
- Schritt 3: Kratze das feste Fett mit einem Löffel heraus und entsorge es in der Restmülltonne (keine Biotonne).
- Schritt 4: Das Glas kann gereinigt und wiederverwendet werden — ideal beim Einkauf bei REWE oder EDEKA.
By the way: Manche Städte in Deutschland bieten Sammelstellen für Speiseöle am Wertstoffhof an. Schau auf der Webseite deiner Stadtwerke nach — das spart Restmüll und ist umweltfreundlicher.
Mythen, die du sofort vergessen kannst
- „Biologisch abbaubar heißt sicher“ — viele pflanzliche Öle zersetzen sich langsam; sie verkleben weiterhin Rohre.
- „Heißes Wasser löst alles“ — kurzfristig hilft es, aber das Fett kühlt weiter unten ab und bleibt hängen.
- „Essig und Backpulver sind Allheilmittel“ — gut gegen Geruch, oft nutzlos gegen festes Fett.

Wenn es schon zu spät ist: Erste Hilfe, bevor der Klempner kommt
In meiner Arbeit sehe ich, dass schnelle Aktionen viel Geld sparen können.
- Versuche mit einer Saugglocke (Pümpel) zuerst die Verstopfung zu lösen.
- Verwende keine aggressiven Chemiekeulen dauerhaft — sie können Rohre und Dichtungen schädigen.
- Wenn nichts geht: Ruf einen Profi. In Deutschland können Nottermine schnell teuer werden; oft sind es ab ~100 € je nach Region.
Und jetzt der interessanteste Teil: Prävention, die wirklich funktioniert
Viele Hausbesitzer investieren falsch. Statt teurer Rohrspülungen hilft ein kleiner Wechsel im Alltag:
- Feste Sammelgefäße für Essensreste (ein Glas im Kühlschrank für Fette) — kostet fast nichts.
- Regelmäßige Kontrolle des Siphons unter der Spüle (einmal im Quartal öffnen und reinigen).
- Bei Mehrfamilienhäusern: Sprich mit dem Vermieter über Fettabscheider oder Wartungsverträge der Hausverwaltung.
Aber es gibt eine Nuance: Wer oft frittiert oder in großen Mengen kocht (z. B. Familien oder WG in Studentenvierteln), sollte über ein separates Sammelsystem nachdenken. Das zahlt sich schnell aus.
Zum Schluss: Kleiner Aufwand jetzt, großer Ärger weniger später. Vermeide Fette im Abfluss — deine Rohre und dein Portemonnaie werden es dir danken.
Hast du schon einmal eine Fett-Verstopfung erlebt? Wie hast du sie gelöst — Marmeladenglas oder teurer Notdienst? Schreib’s in die Kommentare!









