Klempner warnen: Diese 3 Speiseöle gehören niemals in den Ausguss

Dein Abfluss läuft langsam und Du greifst zur Ausgussdose – ein Fehler, den viele machen. Schon ein Esslöffel Fett pro Woche reicht, um innerhalb eines Jahres eine fette Verstopfung zu bauen. Wenn Du jetzt weiter Öl in den Abfluss kippst, zahlst Du irgendwann für einen Klempnerbesuch.

Ich habe bemerkt, dass gerade in deutschen Küchen (von Köln bis München) die Vorstellung verbreitet ist, flüssiges Öl sei harmlos. In meiner Recherche und Gesprächen mit Klempnern zeigte sich: drei Öle sind besonders heimtückisch. Lies weiter – es kann Dir viel Geld und Ärger sparen.

Warum Öl im Ausguss so gefährlich ist

Öl haftet an Rohrwänden, kühlt ab, bindet Küchenreste und bildet Schichten. Das funktioniert wie Harz in einem Baum – Schicht für Schicht wächst ein Klumpen, bis nichts mehr durchgeht.

  • Öl bleibt nicht „weggespült“ – es sammelt sich.
  • Kalte Temperaturen (wie in Kanalisationen in Deutschland im Winter) lassen Fett schneller erstarren.
  • Mit Seife und Wasser entsteht oft Seifenschlamm, der die Verstopfung verstärkt.

Diese 3 Öle gehören niemals in den Ausguss

1. Brat- und Frittierfett (geschmolzenes Schmalz, Bratfett)

Das ist der Klassiker – nachdem Du Kartoffeln oder Schnitzel gebraten hast, bleibt viel heißes Fett übrig. Es fließt zwar zunächst, härtet aber an kühleren Stellen schnell aus.

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  • Bildet harte Beläge im Siphon und in der Kanalisation.
  • Kostet oft mehrere hundert Euro, wenn ein Rohr frei geschnitten werden muss.

2. Kokos- und Palmöl (tropische Öle)

Kokosöl ist bei deutschen Bio- und Drogerie-Regalen beliebt – aber es wird bei Raumtemperatur fest. In Rohren wirkt es wie Wachs: es setzt sich ab und verschließt Leitungen.

3. Oliven- und Pflanzenöle (Sonnenblumen-, Rapsöl)

Viele denken, flüssiges Pflanzenöl sei unschuldig. Falsch. Es legt einen fettigen Film an die Rohrwand, fängt Essensreste und Kaffeepulver ein – langfristig wächst daraus eine feste Masse.

Sofort-Hilfe: Was tun, wenn der Abfluss schon langsam ist

Panisch chemische Rohrreiniger kippen? Bitte nicht. Harte Chemie frisst Dichtungen und schadet Umwelt und Abwasserreinigung.

  • Stopp die Wasserzufuhr zur betroffenen Leitung.
  • Versuch es zuerst mit heißem Wasser und Spülmittel – das kann frisches Öl lösen.
  • Benutze Pümpel (Plunger) oder eine Rohrspirale; das hilft oft.
  • Wenn nichts geht: Siphon unter der Spüle öffnen (Eimer bereithalten) und mechanisch reinigen.

Siphon sauber machen – Kurz-Anleitung

  • Schalte das Wasser ab und stelle einen Eimer unter den Siphon.
  • Schraube die Verschraubungen per Hand oder mit Rohrzange auf.
  • Entleere den Inhalt, entferne Fettklumpen mit Küchenpapier (nicht ins Waschbecken spülen!).
  • Spüle kurz mit heißem Wasser, baue den Siphon wieder zusammen.

Besser entsorgen: Konkrete Schritte für Deutschland

In meiner Praxis als Journalist, der mit Klempnern und kommunalen Stellen spricht, hat sich dieser Ablauf bewährt:

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  • Öl auskühlen lassen.
  • In ein gebrauchtes Marmeladenglas oder eine leere Milchpackung füllen.
  • Fest verschließen und in den Restmüll werfen oder zu einem Wertstoffhof bringen.
  • Alternativ: Manche Kommunen sammeln Altöl, informiere Dich auf der Webseite Deiner Stadt (z. B. Stadtverwaltung, Wertstoffhof).

Wichtig: Öl gehört nicht in die Biotonne und nicht in den Gelben Sack.

Ein Life‑Hack, den ich oft empfehle

Wenn Du regelmäßig frittierst, halte ein leeres Einmachglas nebenher bereit. Gieße die benutzte Flüssigkeit direkt hinein, lass sie fest werden und entsorg das Glas im Restmüll. Keine Sauerei, kein Risiko.

Was Klempner in deutschen Städten immer wieder sehen

  • Winter verstärkt das Problem: Fett erstarrt schneller in kühlen Rohren.
  • Ältere Leitungen (z. B. in Altbau-Wohnungen) setzen sich schneller zu.
  • Kommunale Gebühren steigen, wenn Kanalnetze durch Fettablagerungen saniert werden müssen.

By the way: Kleine Änderung, große Wirkung. Wenn Du ab heute Öl in ein Glas füllst statt in den Ausguss kippst, hast Du in einem Jahr wahrscheinlich weniger Probleme und eine Rechnung weniger.

Hast Du schon Erfahrungen mit verstopften Rohren oder einer besonders ekligen „Fettplombe“? Schreib es in die Kommentare – Deine Story könnte anderen helfen.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1922

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