Klempner warnen: Diese drei Dinge gehören NICHT in den Abfluss

Dein Abfluss riecht, läuft nur noch tröpfchenweise oder steht komplett? Das ist nicht nur nervig — es kann richtig teuer werden. Ich habe Handwerkern in ganz Deutschland über die Schulter geschaut und überraschend oft die gleichen Ursachen gesehen. Lies das jetzt, bevor aus einer kleinen Verstopfung eine fette Rechnung wird.

Warum ein kleiner Fehler sofort weh tut

Ein bisschen Fett, ein paar Feuchttücher oder Kaffeesatz wirken harmlos. In meiner Beobachtung ist das die häufigste Fehleinschätzung — die Röhre verengt langsam, bis gar nichts mehr geht.

Die Folgen sind: gestank, Rückstau, hoher Handwerkeraufwand und manchmal Schäden am Abwasseranschluss, die Denkmalschutz- oder Altbau-Besitzer teuer zu stehen kommen.

1. Küchenfett & Öl: Der langsame Rohrkiller

Was passiert

Wenn heißes Fett abkühlt, wird es fest — und bleibt an Rohrwänden kleben. Mit der Zeit bildet sich ein dicker Belag, der wie Harz wirkt und andere Reste einfängt.

  • Fett verbindet sich mit Kaffeesatz, Haaren und Seifenresten — das macht einen unzerstörbaren Pfropf.
  • Besonders kritisch in Altbauten mit schmalen Abwasserleitungen.
  • Wer in Deutschland kocht, kennt das: Bratpfannen, Bratfette und Restöl landen oft gedankenlos im Spülbecken.

Schnelle Regeln

  • Kein Fett in den Ausguss gießen — auch nicht mit heißem Wasser hinterherspülen.
  • Restöl in alte Gläser kippen, im Gefrierfach auskühlen lassen und dann in die Restmülltonne werfen oder zur Wertstoffsammlung bringen.
  • In vielen Städten kannst du kleine Mengen Pflanzenöle beim Wertstoffhof abgeben — frag bei deiner Gemeinde nach.

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2. Feuchttücher & Hygienewaren: „Wegspülen“ ist eine Lüge

Warum sie gefährlich sind

Auf vielen Packungen steht „spülbar“, aber das heißt nicht, dass die Produkte auch in unserem Kanalnetz verschwinden. Feuchttücher reißen nicht in feinen Fasern wie Toilettenpapier — sie verklumpen.

  • Sie blockieren Pumpen in Kläranlagen und sorgen für Millionenrechnungen für Kommunen.
  • In meiner Recherche sagten mir Klempner: Die häufigste Toilette‑Verstopfung sind Feuchttücher.
  • In Deutschland zahlen Stadtwerke und letztlich alle Steuerzahler für die Folgen.

Was du stattdessen tun solltest

  • Feuchttücher, Tampons, Wattestäbchen und Hygieneartikel gehören in den Restmüll — nicht in die Toilette.
  • Besorge einen kleinen Abfalleimer im Bad mit Deckel und leichter Entleerung.
  • Wenn du öffentliche Toiletten nutzt: Achte auf Hinweise, oft gibt es separate Behälter.

3. Kaffeesatz: Harmlos? Keineswegs.

Der überraschende Effekt

Kaffeesatz wirkt wie Schleifmittel und bindet Fett. Wenn du ihn in den Ausguss schüttest, setzt er sich fest und bildet zusammen mit Öl einen betonartigen Pfropf.

  • Kaffeesatz ist in vielen deutschen Haushalten ein Wegwerfprodukt — aber der Abfluss ist kein Kompost.
  • In Städten mit Biotonne (Biotonne) kannst du Kaffeesatz dort entsorgen oder auf den Kompost im Garten geben.
  • Ich bemerkte in Tests: eine Kombination aus Kaffeesatz + Fett verstopft schneller als nur Fett allein.

Einfachere, bessere Entsorgung

  • Restkaffee in den Biomüll oder im Garten verrotten lassen.
  • Für Balkon-/Wohnungsbewohner: Kaffeesatz in eine Papiertüte, trocknen lassen, in den Restmüll.
  • Viele Cafés in Deutschland haben Sammelstellen für gebrauchten Kaffeesatz — frag nach.

Praktischer Life‑Hack: Wenn der Abfluss schon zickt

Bevor du teure Chemiekeulen kaufst oder einen Klempner rufst, probiere diese Schritt‑für‑Schritt‑Methode.

  • Schritt 1: Entferne grobe Rückstände am Sieb (Pümpel bereitstellen).
  • Schritt 2: Gieße einen Topf mit sehr heißem (nicht kochendem) Wasser in den Abfluss.
  • Schritt 3: Gib zwei Löffel Spülmittel hinein — das löst Fett.
  • Schritt 4: Nach 10 Minuten wieder heißes Wasser nachgießen und mit dem Pümpel arbeiten.
  • Schritt 5: Wenn das nichts bringt: Siphon (U‑Rohr) unter dem Waschbecken abschrauben und von Hand reinigen — lege ein Eimer bereit.

Wichtig: Verzichte auf aggressive Rohrreiniger. Sie können Kunststoffrohre und Dichtungen angreifen und sind schlimm für die Kläranlagen.

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Vorbeugen ist weniger stressig als reparieren

Kaufe für wenige Euro einen Abflusssieb (in jedem Baumarkt wie OBI, Hornbach oder online bei Amazon). Reinige ihn einmal pro Woche.

  • Monatlich heißes Wasser + Spülmittel durchlaufen lassen.
  • Bei Fett: Sammelglas in der Küche für Ölreste — über die Restmülltonne entsorgen.
  • Erkläre Kindern und Mitbewohnern kurz die Regeln — die meisten Verstopfungen sind menschliches Versagen, kein Materialfehler.

Und wenn doch der Klempner kommen muss

Rechne in Deutschland mit 80–150 € pro Stunde, je nach Region (städtisch teurer). Manchmal ist der Einsatz einer Spirale nötig — das kann schnell teurer werden.

Übrigens: Wenn du in einer Mietwohnung lebst, meldest du das Problem am besten sofort dem Vermieter — verzögertes Melden verschlechtert oft die Lage.

Zum Schluss: Kleine Gewohnheitsänderungen sparen dir Zeit, Geld und üble Gerüche. Ein paar einfache Regeln verhindern 90% der Probleme.

Welche der drei Regeln brichst du am häufigsten — oder hattest du schon einen Abfluss‑Albtraum? Schreib deine Geschichte in die Kommentare, ich bin neugierig auf deinen schlimmsten Rohr‑Fail.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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