Schon wieder ein verstopfter Abfluss nach dem Braten? Du bist nicht allein. Ich habe Klempner in Berlin, München und Köln begleitet und gesehen, wie aus einem Löffel Öl ein fünfstelliger Schaden wurde.
Warum Du das jetzt lesen solltest: Kalte Tage, Fettreste und das falsche Entsorgen verwandeln dein Rohr in eine Zeitbombe. Ein kleiner Verzicht beim Ausguss kann dir hunderte Euro sparen.
Weshalb Öl im Rohr zum Problem wird
Viele denken: „Öl ist flüssig, geht doch durch“. Ich bemerkte schnell, dass genau das der Trugschluss ist.
- Öl bindet Schmutz und Essensreste – im Rohr entsteht ein klebriger Teppich.
- Beim Abkühlen verfestigt es sich; in kalten deutschen Wintern passiert das noch schneller.
- Langfristig sorgt das für Gerüche, Rückstau und Ratten, die das Fett mögen.
Die drei Öle, die Du nie in den Abfluss kippen darfst
1) Bratfett und tierische Fette (Speck- & Bratfett)
Das klassische Problem nach dem Sonntagsbraten. Tierische Fette erstarren im Rohr wie Zement.
Ich sah einen Abfluss, der komplett mit Speckfett zugesetzt war — Geruch war das kleinste Problem.
2) Pflanzenöle (Raps-, Sonnenblumen-, Olivenöl)
Auch „gesunde“ Öle sind tückisch. Sie verhalten sich nicht anders als tierische Fette: warm flüssig, kalt fest.

Übrigens: Viele in Deutschland verwenden Rapsöl täglich — das summiert sich schnell im Kanalnetz.
3) Motoröl und Altöl
Das ist nicht nur eine Rohrfrage, sondern Umweltkriminalität. Altöl ist giftig, gelangt ins Grundwasser und darf nicht in den Abfluss.
In meiner Recherche erklärten Klempner und Entsorgungsbetriebe: Altöl gehört zum Wertstoffhof, nie in die Toilette oder Spüle.
Kurze Liste: Was das Rohr wirklich kaputt macht
- Abkühlendes Fett bildet eine Schicht an den Rohrwänden.
- Zusammen mit Essensresten wird daraus ein hartes Hindernis.
- Rückstau, Geruch, Rohrsanierung — und das in Euro: oft mehrere hundert bis mehrere tausend €.
Praktischer Life-Hack: So entsorgst Du Öl richtig (Schritt-für-Schritt)
Das ist mein erprobter Ablauf, den Klempner empfehlen und der in deutschen Haushalten funktioniert.
- Abkühlen lassen — niemals heiß in den Müll gießen.
- Durch ein Sieb filtern, Rückstände in ein verschließbares Glas oder eine leere Getränkeflasche füllen.
- In den Restmüll geben oder zur kommunalen Sammelstelle (Wertstoffhof) bringen — für Altöl immer zur Sonderannahme.
- Alternativ: Kleine Mengen mit Küchenpapier aufnehmen und diesen in den Restmüll geben.

Wenn’s schon verstopft ist: Schnell helfen (ohne Chemie)
Ich habe oft gesehen, dass teure Rohrreiniger die Sache schlimmer machen. Probier das zuerst:
- Heißes (kein kochendes) Wasser und Spülmittel in mehreren Etappen gießen — Spülmittel löst Öl.
- Wenn nichts hilft: Siphon unter der Spüle abschrauben und ausspülen. Das ist die häufigste Fettfalle.
- Plunger verwenden oder eine Rohrspirale (in Baumärkten wie OBI oder Hornbach erhältlich) — Vorsicht bei Kunststoffrohren.
Tipps für die Küche: Vermeide Probleme bevor sie entstehen
- Beim Braten ein großes Backblech unterstellen und Reste darin sammeln.
- Reste in ein Altglas kippen, abwischen mit Küchenpapier — einfach und effektiv.
- In manchen Städten gibt es Rücknahmestellen für Speisefett (informiere Dich beim Wertstoffhof).
Warum Du das nicht ignorieren solltest
Ein verstopfter Hausanschluss kann die Nachbarn mit erwischen und hohe Kosten nach sich ziehen. Ich erlebte eine Hauseigentümergemeinschaft in Hamburg, die für eine Kanalreinigung >€4.000 zahlen musste — wegen falscher Entsorgung von Bratöl.
By the way: Viele Tankstellen nehmen Altöl zurück, und Dein lokaler Baumarkt hat hilfreiche Werkzeuge. Nutze die Angebote — es ist günstiger als der Klempnerbesuch.
Fazit
Die drei Übeltäter — Bratfett, Pflanzenöl und Motoröl — gehören nie in den Abfluss. Mit wenigen Handgriffen kannst Du großen Schaden verhindern.
Hast Du schon einmal eine Fettverstopfung gehabt? Schreib in die Kommentare: Wie hast Du sie gelöst — selbst gemacht oder den Profi gerufen?









