Klempner warnen: Diese Fette gehören niemals ins Abwasserrohr

Rohr verstopft und das Wasser staut sich bis zur Spüle? Das kann Dich mehrere Hundert Euro kosten — und schneller passieren, als Du denkst. Lies das jetzt, besonders wenn Du gerade für Weihnachten, Karneval oder eine große Braten-Session kochst: ein Löffel zu viel Fett kann tagelangen Ärger bringen.

Warum Dein Abfluss plötzlich streikt

In meiner Praxis sehe ich das regelmäßig: Reste von Bratfett oder Öl verkleben mit Kaffeesatz, Haaren und Essensresten und bilden eine harte Masse — fast wie verfestigter Kaugummi.

Gerade in älteren Häusern mit Gussrohren oder engen Steigleitungen in deutschen Mehrfamilienhäusern verfestigt sich das Fett schneller. Übrigens: Restaurants müssen in Deutschland Fettabscheider installieren — Zuhause denken viele, es ginge schon gut.

So funktioniert die Falle

Fett ist flüssig, wenn heiß — aber kühlt es ab, wird es fest. Im Rohr trifft es auf kaltes Wasser und Schmutz, bleibt kleben und wächst. Das Ergebnis: Geruch, Rückstau, Ratten und ein teurer Klempnertermin.

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Diese 7 Fette gehören niemals in Dein Rohr

  • Bratfett / Speckschmalz — kühlt schnell ab und verklumpt.
  • Raps- und Sonnenblumenöl — flüssig, aber bindet Schmutz und verstopft langfristig.
  • Olivenöl — schön und „natürlich“, aber in Menge genauso schädlich für die Leitung.
  • Butter & Butterschmalz — tierische Fette werden hart und setzen sich ab.
  • Margarine & Backfette — enthalten oft Zusatzstoffe, die sich an Rohren anlagern.
  • Kokosöl & feste Pflanzenfette — schmelzen nur bei Wärme, solidifizieren schnell.
  • Frittierfett / Altfett — wiederverwenden? Ja, aber nicht in der Spüle.

Was viele übersehen

Viele denken: „Ein bisschen Öl runterspülen, das verdünnt sich.“ Ich habe bemerkt: Das verdünnt sich nicht — es verteilt sich. Später verbindet es sich mit anderem Schmutz weiter unten im Kanal. Und ja, manche Kommunen sehen das streng: Altöl gehört zum Wertstoffhof, nicht in die Kanalisation.

Praktischer Hack: So entsorgst Du Fett richtig (5 Schritte)

  • 1) Abkühlen lassen, aber nicht komplett aushärten lassen — heißes Fett verbrennt Plastik.
  • 2) In ein altes Glas oder leere Konservendose gießen.
  • 3) Im Kühlschrank fest werden lassen (spart Sauerei).
  • 4) Festes Fett in den Restmüll werfen oder in einem verschlossenen Beutel entsorgen.
  • 5) Kleine Ölreste mit Kaffeesatz, Küchenpapier oder Bindemittel aufnehmen und in den Müll.

Extra-Tipp: Für größere Mengen (z. B. nach einer Fritteusen-Aktion) die örtliche Annahmestelle/Wertstoffhof ansteuern — viele Kommunen nehmen Altfett kostenlos an.

Sofortmaßnahmen bei bereits dickem Fett-Stop

Wenn das Wasser schon langsam abläuft, probiere zuerst sanfte Methoden:

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  • Heißes Wasser + Spülmittel in mehreren Etappen: Spülmittel löst Fett, heißes Wasser befördert es weiter.
  • Den Siphon (Geruchsverschluss) ausbauen und manuell reinigen — das ist in 20–30 Minuten machbar.
  • Biologische Rohrreiniger (Enzyme) nutzen statt ätzender Chemie — schonender für Rohre und Umwelt.

Wenn das nicht hilft, ruf den Profi: Ein Rohrreinigungsschlauch oder eine Spirale schafft oft Abhilfe. Chemische Rohrreiniger können Gummiteile und moderne Dichtungen angreifen — lieber Finger weg, wenn Du kein Profi bist.

Was das kostet — und warum Du nicht warten solltest

Ein einfacher Siphon-Reiniger kostet Dich Zeit, aber ein kompletter Rohrspül-Einsatz kann in Deutschland schnell zwischen 150 und 800 Euro liegen — in Altbauten und bei Kanalreparaturen auch deutlich mehr. Und: Wenn Fett die öffentliche Kanalisation verstopft, kann die Kommune die Kosten an den Verursacher weitergeben.

Meine schnelle Checkliste für die Küche

  • Kein Fett in die Spüle.
  • Altfett sammeln — Glas in der Küche behalten.
  • Kaffeesatz und Essensreste in den Restmüll, nicht in den Abfluss.
  • Bei größeren Mengen: Wertstoffhof oder kommunale Sammelstelle nutzen.

Einfach, oder? Es nimmt weniger Platz ein, als Du denkst, und spart Dir später Nerven und Geld.

Zum Schluss: Hast Du einen eigenen Trick gegen Fett in der Spüle oder schon einmal eine fette Rohrvergiftung erlebt? Schreib’s in die Kommentare — ich bin neugierig auf Eure besten (und schlimmsten) Geschichten.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1892

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