Du hast nach dem Braten Rapsöl, Frittierfett oder Motoröl einfach in den Abfluss gegossen? Ich habe das oft gesehen — und die Folgen live erlebt. Ein Löffel Fett kann in wenigen Monaten ein Rohr verstopfen und teure Rohrreinigungen nach sich ziehen.
Warum du das jetzt lesen musst: Gerade in der kalten Jahreszeit sammeln sich Fettberge in den Kanälen, Kommunen wie in Berlin oder München kämpfen mit Verstopfungen — und du kannst mit einer kleinen Handlung ein großes Problem verhindern.
Was genau passiert, wenn Öl in den Abfluss kommt
Viele denken: „Wächst doch einfach mit Wasser weg.“ Tut es nicht. Ich habe in mehreren Haushalten nachgeprüft, wie sich Öl verhält — und das Ergebnis ist überraschend einfach und brutal.
- Beim Abkühlen verfestigt sich Speiseöl zu klebrigen Schichten.
- Diese Schichten verklumpen mit Haaren und Essensresten — wie Kleber für Rohrinnenseiten.
- Motoröl enthält Schadstoffe, die Kanalnetz und Umwelt belasten und nicht in die Kanalisation gehören.
Stell dir vor: ein Kaffee-Filter, aber für Fett
Das Fett haftet an der Rohrwand wie ein Filter — immer dicker. Nach Monaten entstehen richtige „Fettberge“, die sogar Straßenkanäle verstopfen können.
Welche Öle sind besonders gefährlich?
- Speiseöle und Bratfett (Raps-, Sonnenblumen-, Olivenöl) — sie polymerisieren und verkleben Rohre.
- Flüssige Frittierfette (z. B. aus Pommes-Fritteusen) — große Mengen sind besonders problematisch.
- Alt-Motoröl und Schmierstoffe — giftig, dürfen nicht in Kanalisation oder Boden.
Kurzer Vergleich: Fett im Rohr ist wie Kaugummi im Haar
Einmal klebrig geworden, ist es schwer wieder loszuwerden. Du kannst mit heißem Wasser arbeiten — manchmal löst es nur die Oberfläche, nicht den Kern.

Praktische Hacks: So entsorgst du Öl richtig (Schritt-für-Schritt)
Ich habe diese Methode öfter selbst angewendet — sie ist simpel, günstig und funktioniert in ganz Deutschland.
- Abkühlen lassen: Lass Öl komplett abkühlen.
- Gefäß wählen: Gieße das Öl in eine leere PET-Flasche, ein Glas oder Tetrapak. Gut verschließen.
- Solidifizieren (optional): Kleine Mengen kannst du ins Gefrierfach stellen oder mit Kaffeesatz binden.
- Richtig entsorgen: Kleinmengen im verschlossenen Behälter in den Restmüll; größere Mengen zum Wertstoffhof/Schadstoffhof bringen.
- Altöl: Motoröl und Ölrückstände immer zum Schadstoffannahmehof oder an Werkstätten abgeben — viele Werkstätten nehmen Altöl kostenlos an.
By the way: Die meisten Städte (z. B. Hamburg, Köln) bieten spezielle Annahmestellen. Schau bei deiner Stadtseite oder dem lokalen Wertstoffhof vorbei — das spart Umwelt und Geld.
Wenn’s schon verstopft ist: Erste Hilfe für den Abfluss
- Kein aggressives Mittel sofort: Viele Chemiekeulen lösen kurzfristig, können Rohre aber beschädigen.
- Erste Maßnahme: Gieße mehrmals nacheinander sehr heißes (nicht kochendes, wenn Kunststoffrohre) Wasser mit ein wenig Spülmittel nach.
- Mechanisch probieren: Saugglocke (Pümpel) oder eine Rohrspirale (gibt’s bei Obi/Bauhaus) hilft oft.
- Wenn nichts geht: Ruf einen Klempner — besser jetzt 80–150 € als später 500–1000 € für Sanierung.
Was die Profis sagen (und ich bestätigt habe)
In meiner Recherche sprachen mehrere Installateure Sprechstunden-solid: Fett ist der häufigste Grund für wiederkehrende Verstopfungen. Klempner in lokalen Betrieben (auch in Mittelstädten wie Freiburg) sehen das täglich.
Ein weiterer Punkt: Altöl gehört zur Schadstoffsammlung. Das ist keine Kleinigkeit — es schadet Grundwasser und kostet Kommunen Geld.

Non-obvious Tipp: Kleiner Behälter, große Wirkung
Leg dir ein leeres Schraubglas unter die Spüle. Beim Kochen füllst du kleine Mengen abgesiebter Reste ins Glas. Wenn’s voll ist, in den Restmüll oder zum Wertstoffhof. Es klingt simpel, aber in meiner Küche hat das ein echtes Problem beendet.
Lokale Hinweise für Deutschland
- Wertstoffhof / Schadstoffsammlung: In fast jeder Gemeinde vorhanden — oft kostenlose Annahme von Altöl.
- Werkstätten und Händler: Viele Autowerkstätten und Ersatzteilhändler nehmen Altöl zurück.
- Einkaufstipp: Bei Rewe oder Edeka findest du oft günstige Einweg-Gläser zum Sammeln, Obi/Bauhaus hat Rohrspiralen und Pümpel.
Und jetzt das Entscheidende: Eine kleine Gewohnheitsänderung spart dir Ärger, Geld und schont die Umwelt.
Fazit
Gieß kein Speiseöl oder Altöl in den Abfluss. Es verstopft Rohre, belastet die Umwelt und führt oft zu teuren Reparaturen. Ein Glas unter der Spüle und ein kurzer Gang zum Wertstoffhof reichen meistens aus.
Was ist dein Trick gegen Fett im Abfluss? Hast du schon mal eine Rohrverstopfung durch Öl erlebt — und wie hast du sie gelöst? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.









