Klempner warnen: Dieses Öl gehört niemals ins Abflussrohr

Dein Waschbecken läuft langsam ab, es stinkt aus der Küche und der Klempnertermin kostet plötzlich Hunderte Euro? Das liegt oft an einer unscheinbaren Sache: Öl aus der Küche.

Jetzt gerade, wenn viele zu Hause kochen oder frittieren, steigt das Risiko für verstopfte Rohre und unangenehme Gerüche. Lies weiter — ich erkläre, welches Öl gemeint ist, warum es so gefährlich ist und wie Du es richtig entsorgst.

Warum das Problem so heikel ist

Ich habe oft gesehen, wie kleine Mengen Fett im Abfluss Wochen später zu einem festen Klumpen werden. Das beginnt harmlos: ein Löffel Speiseöl, zwei Tropfen Bratfett — und endet mit einem Rohr, das kaum noch durchläuft.

Die Überraschung: Es ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Fette reagieren mit Seifenresten und Haaren und bilden regelrechte Fettberge im Rohrnetz. Diese “Fatbergs” können die Hausinstallation und die städtische Kanalisation beschädigen.

Was passiert in den Rohren?

  • Fette kühlen ab, verfestigen sich und haften an Rohrwänden — ähnlich wie Kerzenwachs.
  • Mit der Zeit sammeln sich Haare, Seifenreste und Essensreste an und bilden hartnäckige Verstopfungen.
  • Klempner müssen oft mechanisch (Spirale) oder chemisch eingreifen — das kann teuer und zeitaufwendig sein.

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Welches Öl ist gemeint — und warum gerade dieses?

Es geht vor allem um Speiseöl: Bratfett, Frittieröl und Restfett aus der Küche. Viele denken, Öl sei flüssig und unschädlich — bis es abkühlt und fest wird.

Auch andere Öle wie Motoröl oder Pflanzenöl dürfen nicht in die Kanalisation. Motoröl gehört aus Umweltschutzgründen sogar zu den gefährlichen Abfällen.

Typische Missverständnisse

  • „Ein bisschen Öl schadet nicht“ — falsch: schon kleine Mengen können sich anlagern und später Probleme machen.
  • „Heißes Wasser löst das Fett“ — kurzzeitig vielleicht, aber das Fett wandert tiefer und verfestigt sich dort.
  • „Gelber Sack ist eine Option“ — nein: Speisereste oder Glas mit Öl gehören nicht in den Gelben Sack.

Was Klempner am häufigsten sehen (und was es kostet)

In meiner Praxis rufen Leute an, nachdem sie versucht haben, mit Chemie das Problem zu lösen — oft ohne Erfolg. Der Wirkstoff kann Rohre angreifen und die Ursache nur verschieben.

Der unangenehme Teil: Manche Verstopfungen verursachen Rückstau ins Haus oder sogar Geruchsbelästigung im Hausflur. Das ist besonders in älteren Mehrparteienhäusern in Städten wie Berlin, Hamburg oder München ein echtes Problem.

Schnelle Fakten

  • Fett verstopft Rohre, nicht nur Waschbecken, sondern auch Fallleitungen.
  • Kommunale Kläranlagen kämpfen mit erhöhten Fettmengen — das kann den Gebührenhaushalt belasten.
  • Entsorgungsstellen (Wertstoffhöfe) nehmen oft Altspeisefett an.

Praktische Schritte: So entsorgst Du Öl richtig (Konkrete Life-Hack)

Du willst es kurz und praktikabel? So mache ich es in meiner Küche — und so empfehle ich es meinen Lesern:

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  • Lass das Öl in der Pfanne abkühlen (nicht in den Abfluss kippen).
  • Gieße das abgekühlte Öl durch ein Sieb in ein dichtes Glas oder eine leere Konservendose.
  • Stell das Glas in den Kühlschrank, bis das Fett erstarrt, oder binde es mit Küchenpapier, bis es fest wird.
  • Entsorge das verschlossene Gefäß im Restmüll (checke Deine lokale Regelung) oder bring es zum Wertstoffhof — viele Kommunen nehmen Altspeisefett.

Kleiner Profi-Trick: Wenn Du oft frittierst, sammle das gebrauchte Öl in einer leeren, verschließbaren Flasche und bring es gesammelt zum Wertstoffhof. Das spart Platz und Nerven.

Alternative Hilfsmittel

  • Um kleine Mengen aufzunehmen: Kaffeepulver, Katzenstreu oder Küchenkrepp binden Fett schnell.
  • Gebrauchtes Öl filtern (Sieb + Kaffeefilter) und mehrfach verwenden — bis es dunkel riecht.
  • Motoröl niemals in den Hausmüll: dafür gibt es spezielle Annahmestellen und Baumärkte wie Bauhaus nehmen es oft zurück.

Was Du auf keinen Fall tun solltest

  • Öl mit heißem Wasser weggespülen — das schiebt das Problem weiter in die Hausleitung.
  • Starke Rohrreiniger regelmäßig als Prävention benutzen — sie greifen Dichtungen an.
  • Öl in den Garten kippen — Boden und Grundwasser leiden darunter.

Übrigens: Viele Städte in Deutschland (z. B. Leipzig, Köln, Stuttgart) bieten Infos auf ihren Webseiten zum Thema Altspeisefett — ein kurzer Blick lohnt sich.

Kurze Checkliste für den Alltag

  • Kleiner Rest in Glas: abkühlen → verschließen → Restmüll oder Wertstoffhof.
  • Große Mengen sammeln: in verschließbarer Flasche lagern → Wertstoffhof bringen.
  • Frittierfett mehrfach verwenden, wenn sauber, sonst richtig entsorgen.
  • Bei Verstopfung: Fachbetrieb rufen, bevor man aggressive Mittel verwendet.

Abschließend: Öl im Abfluss ist mehr als ein Ärgernis — es ist ein echtes Risiko für Deine Rohre und den städtischen Kanal. Wenn Du einmal die Kosten für eine Rohrreinigung gesehen hast, willst Du das nicht wiederholen.

Wie gehst Du mit altem Öl in der Küche um? Hast Du einen Trick aus Deiner Familie oder Stadt? Schreib es unten — ich bin gespannt und vielleicht lernt jemand Neues dazu.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1925

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