Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen

Du hast gerade gebraten und kipst das Restöl schnell in den Ausguss? Halt — das ist die Ausrede, die jeden Monat Rohre lahmlegt. Ich habe gesehen, wie kleine Päckchen Fett in wenigen Monaten zu teuren Verstopfungen wurden.

Jetzt ist kein guter Moment, einfach wegzuschütten: Brat- und Speiseöl verwandelt sich im Rohr in eine langlebige Klebefalle. Lies weiter — es könnte dich vor einer teuren Panne oder einer städtischen Strafe bewahren.

Warum dein Rohr sich wie eine Arterie verhärtet

In meiner Praxis sehe ich denselben Fehler: heißes Öl fließt durchs Rohr, kühlt ab und bleibt haften. Nach und nach bildet sich eine feste Schicht — vorne dran: Essensreste, Seifenreste, Haare. Ergebnis: ein Rohr, das nicht mehr abfließt.

Stell dir das vor wie Zahnstein in deinen Rohren: Anfangs unsichtbar, später schmerzhaft.

Was genau passiert?

  • Heißes Öl fließt flüssig, kühlt im Rohr ab und verfestigt sich.
  • Das Öl bindet andere Partikel (Paniermehl, Soßenreste, Haare).
  • Mit der Zeit entsteht ein hartnäckiger Klumpen — im Fachjargon manchmal Fatberg genannt.

Die Kosten — und warum es nicht nur Ärger in der Küche ist

Viele übersehen, dass das Problem nicht bei dir im Spülbecken bleibt. Verstopfte Hausanschlüsse führen zu:

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  • teuren Rohrreinigungen (einfacher Einsatz oft 150–400 €)
  • bei Kanalverstopfungen deutlich höheren Gebühren
  • Gestank und Hygienerisiken in der Wohnung

Das ist kein kleiner Makel — das ist ein echtes Kostenrisiko.

Was viele in Deutschland falsch machen

In Deutschland ist es typisch, Öl schnell in den Ausguss zu kippen oder kleine Mengen in die Biotonne zu drücken. Achtung: Die Regeln unterscheiden sich je nach Kommune.

  • Die Biotonne darf oft kein flüssiges Fett enthalten.
  • Wertstoffhöfe (der örtliche „Wertstoffhof“) nehmen häufig Altöl an.
  • Einige Supermärkte oder Recyclingstellen haben Sammelbehälter — nachfragen lohnt sich.

Kurzer Realitäts-Check

Ich habe in Berliner Mehrparteienhäusern schon gesehen, wie ein paar Familien, die über Monate Öl in den Abfluss kippten, zusammen eine Verstopfung verursachten. Die Rechnung? Nicht nett.

Praktischer Life-Hack: So entsorgst du Kochöl richtig (Schritt-für-Schritt)

Mein bewährter Alltagstrick — funktioniert in einer WG, Einzimmerwohnung oder auf dem Land:

  • Abkühlen lassen: Öl komplett abkühlen lassen, niemals heiß in Plastik kippen.
  • Konservenglas oder alte Milchpackung verwenden: Öl hineingießen, fest verschließen.
  • Wahl A — Restmüll: Im Zweifel abgedeckt in den Restmüll (in vielen Kommunen erlaubt).
  • Wahl B — Recycling: Größere Mengen zur Sammelstelle (Wertstoffhof / Schadstoffannahme) bringen.
  • Kleine Mengen? Mit Küchenpapier aufsaugen und in den Restmüll werfen.

Besonderer Tipp für Weihnachtsbraten und Friteusen

Bei großen Mengen: Einmachgläser füllen, einfrieren (das Öl wird fest), dann in den Restmüll. Oder zur Altöl-Sammelstelle bringen — viele Städte in Deutschland bieten das kostenlos an.

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Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Nie Öl in die Toilette kippen — das ist schlechter als im Spülbecken.
  • Keine Chemiekeule (aggressive Rohrreiniger) als Routinemaßnahme — sie schaden Dichtungen und Umwelt.
  • Keine falsche Sicherheit: ein bisschen Öl ist genug, um langfristig Probleme zu verursachen.

Und was ist mit Motoröl?

Kurze Klarstellung: Motoröl gehört nicht in den Hausmüll oder Abfluss. Das ist Umweltstrafrecht, und in Deutschland kann das teuer werden. Motor- und Getriebeöle beim Schadstoffhof abgeben.

Ein kleiner Alltagstrick, der wirklich hilft

Wenn du sofort handeln willst: Leg ein altes Schraubglas neben die Herdstelle. Direkt nach dem Braten das restliche Öl hineingießen. Deckel drauf. Monatlich zum Wertstoffhof bringen oder als Restmüll entsorgen. So sparst du dir später Ärger und Geld.

By the way, in vielen REWE- oder EDEKA-Filialen findest du Hinweise zu Rücknahmestellen — frag beim nächsten Einkauf kurz nach, das kostet dich zwei Minuten.

Zum Schluss: Es ist keine große Umstellung, aber eine, die sich lohnt. Kein Öl mehr in den Abfluss — und dein Haus bleibt dir treu.

Was hast du bisher mit deinem Bratfett gemacht? Schreib kurz, wo du wohnst (Stadt/Bundesland) — vielleicht haben andere Leser gute Sammelstellen in deiner Nähe.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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