Klempner warnen: Niemals dieses Öl in den Abfluss gießen

Du gießt beim Kochen schnell das Bratfett oder verbliebenes Öl in den Abfluss – klingt harmlos, oder? Ich habe gesehen, wie genau das in einer einzigen Nacht eine komplette Küche lahmlegen kann. Lies weiter, denn gerade jetzt, wenn viele in Deutschland wieder mehr frittieren oder Braten zubereiten, kann das teuer und ekelig werden.

Warum normales Speiseöl der stillen Rohr-Bombe ist

Viele übersehen: Öl bleibt nicht „einfach flüssig“ im Abfluss. In meiner Recherche bei Klempnern und Hausverwaltungen hörte ich immer dasselbe.

Was passiert im Rohr?

  • Öl kühlt ab und wird zäh oder fest — es haftet an Rohrwänden.
  • Festklebriges Fett sammelt anderen Schmutz wie Haare und Essensreste an.
  • Über Monate entsteht ein wachsender Block, der wie ein Korken wirkt.

Das Ergebnis: langsamer Abfluss, Geruch oder kompletter Rückstau. Und ja: Das ist keine Kleinigkeit — Klempner sprechen oft von „Gleitbahn für Schmutz“.

Nicht nur Ärger: Diese Folgen können teuer werden

Du denkst, ein paar Minuten mit heißem Wasser lösen das Problem? Ich habe Handwerker kommen sehen, die fest eingetrocknete Fettpfropfen mit Spezialwerkzeug herausmeißeln mussten.

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  • Rohrreinigung kann hunderte Euro kosten.
  • Bei Mietwohnungen drohen Streit mit der Hausverwaltung oder Abmahnungen.
  • Altöl/Motoröl im Abfluss ist sogar umweltrechtlich relevant und kann Bußgelder nach sich ziehen.

Die häufigsten Irrtümer (und warum sie falsch sind)

  • „Mit heißem Wasser weggespült“ — funktioniert nur kurzfristig, Fett setzt sich weiter unten fest.
  • „Kleine Mengen sind okay“ — gerade kleine, regelmäßige Mengen addieren sich.
  • „Bio-Öl ist harmlos“ — organisches Öl verstopft genauso die Rohre.

Sofort-Tipps: Was Du jetzt tun kannst

Wenn schon Öl im Abfluss ist oder Du das nächste Mal brätst — hier sind praktikable Schritte, die ich selbst getestet habe.

  • Warte, bis das Fett abkühlt.
  • Sammle es in einem alten Schraubglas oder Tetra Pak (Milchkarton).
  • Versiegle das Gefäß und entsorge es im Restmüll oder bring es zum Wertstoffhof.
  • Bei Motoröl: niemals in den Hausmüll — ab zum Schadstoffhof oder zur Werkstatt.

Ein einfacher Life-Hack (funktioniert wirklich)

Ich nenne ihn „Glas statt Gulli“ — probier das beim nächsten Frittieren:

  • Schritt 1: Öl nach dem Braten abkühlen lassen.
  • Schritt 2: Durch ein Sieb (Küchenpapier) in ein sauberes Einmachglas gießen.
  • Schritt 3: Glas verschließen, in die Papiertüte geben und in den Restmüll oder gesammelt zum Wertstoffhof bringen.
  • Bonus: Kleiner Ölmengen im Kühlschrank fest werden lassen und in Küchenpapier einwickeln — so verhindert du Tropfen im Müll.

Wo in Deutschland kannst Du Altöl oder große Mengen entsorgen?

Praktisch jede Stadt hat eine Sammelstelle — in vielen Kommunen heißt sie „Wertstoffhof“ oder „Schadstoffannahme“. Auch manche Baumärkte und Werkstätten nehmen Altöl an.

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  • Frag bei Deinem Stadtwerk oder schaue auf der Website Deiner Stadt nach „Schadstoffannahme“.
  • Für kleine Mengen Speiseöl: manche Supermärkte oder Recycling-Initiativen (z. B. lokale Projekte) sammeln ebenfalls.

Wenn es schon stockt: Erste Hilfe vor dem Klempner

Bevor Du teuren Notdienst rufst, kannst Du probieren:

  • Heißes Wasser (mehrmals, langsam) — nur bei noch fließendem Abwasser.
  • Mechanisch mit Saugglocke (Pümpel) behandeln.
  • Aggressive Chemiekeulen meiden — die greifen Rohre an und schaden der Umwelt.

Wenn nichts hilft: ruf einen Profi. In Deutschland gibt es regionale Klempnerportale und 24/7-Dienste — vergleiche vorher Preise.

Zum Schluss: So schützt Du Dich langfristig

  • Gewöhne Dir an: Öl niemals in den Abfluss.
  • Bewahre ein Gefäß zum Sammeln gebrauchter Öle sichtbar auf.
  • Informiere die Familie/ WG — Gewohnheiten ändern sich nur gemeinsam.

Merke: Ein Glas Öl im Müll ist lästig, ein verstopftes Rohr ist teuer und eklig.

Hast Du schon mal wegen Öl eine Verstopfung erlebt? Was hat geholfen — oder wie hast Du das Zeug losgeworden? Schreib es unten, andere werden es Dir danken.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

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