Klempner warnen: Niemals dieses Öl ins Rohr kippen

Du denkst, einen Löffel Fett in den Ausguss zu kippen ist harmlos? Ich habe das selbst unterschätzt — und mit Klempnern in Berlin und München gesprochen, die jede Woche solche Fälle sehen. Jetzt, zur Brat- und Frittierzeit, kann ein Glas Öl eine Rohr- und Abwasser-Katastrophe auslösen. Lies weiter, sonst zahlst du bald für eine Reinigung, die leicht vermeidbar gewesen wäre.

Was wirklich im Rohr passiert

Ich habe bemerkt, dass viele Leute das Verhalten von Öl falsch einschätzen. Öl bleibt nicht einfach flüssig und verschwindet — es kühlt, verklumpt und verbindet sich mit Haaren, Seifenresten und Schmutz.

Wie Fett Rohre verstopft

  • Warmes Öl fließt zwar kurz, aber wird in kühleren Rohrabschnitten wieder fest.
  • Das Ergebnis: ein „Fatberg“ — im Kleinen eine Art verstopfte Arterie im Rohrnetz.
  • Plastik- und Papierpartikel haften an Fett und wachsen zu einem festen Block.

Ähnlich wie Kerzenwachs, das im Abfluss aushärtet, arbeitet sich das Fett Stück für Stück voran — bis zur kompletten Sperre.

Welche Öle sind die schlimmsten Täter?

1. Brat‑ und Frittieröl

Das ist der häufigste Fehler in Haushalten — besonders nach Festessen oder Übungs-Sonntagsbraten. Menschen kippen Reste in die Spüle, weil es schnell geht.

2. Motoröl

Motoröl gehört niemals ins Rohr. Es ist giftig, schädigt Kläranlagen und fällt unter Sondermüll. Ich habe mit Werkstätten gesprochen: sie nehmen Altöl kostenlos an, genau dafür.

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Alltags-Mythen — und was tatsächlich hilft

  • „Mit heißem Wasser weggießen“ — das verlagert das Problem tiefer ins Rohr.
  • „Abflussreiniger löst alles“ — viele aggressive Chemikalien können Dichtungen und alte Rohre schädigen.
  • „Kaffesatz bindet Fett“ — wahr: Kaffeesatz und Küchenpapier können helfen, kleine Mengen zu binden.

Übrigens: In meiner Recherche hörte ich immer wieder denselben Satz von Installateuren: „Das Problem kommt nicht sofort — du siehst es erst, wenn es zu spät ist.“

Praktische Tipps — So entsorgst du Öl richtig (Step-by-step)

Hier ein klarer Ablauf, den ich selbst getestet habe — funktioniert in jeder Küche und ist in ganz Deutschland umsetzbar.

  • Kleine Mengen (ein Esslöffel bis 100 ml): Mit Küchenpapier aufsaugen, im Restmüll entsorgen.
  • Mittlere Mengen (100 ml–1 L): Abkühlen lassen, in eine verschließbare Flasche gießen, im Hausmüll entsorgen oder zum Wertstoffhof bringen.
  • Große Mengen (>1 L), Motoröl oder Altöl: In die originalen Ölbehälter füllen und zur kommunalen Altölannahme oder Werkstatt bringen. Viele Städte (z. B. beim Wertstoffhof) nehmen Altöl kostenlos an.

Konkrete Schritt‑für‑Schritt-Anleitung für 1 Liter Bratöl:

  • 1) Abkühlen lassen. Nie heiß entsorgen.
  • 2) Durch ein Sieb mit Küchenpapier filtern (Reststoffe entfernen).
  • 3) In eine leere Plastikflasche füllen und fest verschließen.
  • 4) Zur Sammelstelle bringen oder in den Restmüll geben (kommunale Vorgaben prüfen).

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Schnelle Notfall‑Maßnahmen bei Verstopfung

  • Nicht sofort zu starken chemischen Rohrreinigern greifen.
  • Versuche es zuerst mit einer Saugglocke (Pömpel) oder einer manuellen Spirale (Rohrreinigungsspirale).
  • Spüle heißes Wasser mit etwas Spülmittel nach — das kann Fett emulgieren und kurzfristig lösen.
  • Wenn nichts hilft: Klempner rufen. In vielen Städten kostet eine Notöffnung schnell 100–300 € — und das ist noch günstig gegenüber größeren Kanal-Einsätzen.

Wo du Öl in Deutschland richtig abgeben kannst

  • Wertstoffhof / Recyclinghof deiner Stadt: Viele nehmen Speiseöl und Altöl an.
  • Kfz‑Werkstätten: Nehmen Motoröl entgegen, oft kostenlos.
  • Kommunale Schadstoffsammlung: Prüfe die Webseite deiner Gemeinde (z. B. „Stadt Berlin Entsorgung“ oder „Bayern Wertstoffhof“).
  • Biotonne ist meistens tabu für größere Ölreste — informiere dich lokal.

In kleineren Städten wird das oft missverstanden — frag kurz beim Bürgeramt oder schau auf die Webseite deines Kreisverwaltungsamtes.

Und noch ein Life‑Hack, den kaum jemand kennt

Wenn du oft frittierst: Filtere das Öl durch ein feines Sieb und einen Kaffeefilter, fülle es in eine dunkle Flasche und lagere es im Kühlschrank. Das Öl bleibt länger gut und du sparst Geld. Wiederverwenden statt wegkippen ist nicht nur nachhaltig, sondern verhindert auch, dass du eines Tages einen verstopften Abfluss hast.

Aber es gibt eine Nuance: Motoröl darfst du niemals wiederverwenden — das ist Sondermüll.

Zum Schluss: Es kostet nur wenige Minuten, Öl richtig zu lagern oder zu entsorgen. Ich habe gesehen, wie eine Familie in Hamburg 250 € für eine Rohrreinigung zahlte — für zwei Liter Bratöl, die sie in die Spüle gegossen hatten.

Was ist deine schlimmste Abfluss‑Geschichte? Schreib sie unten — vielleicht sparen wir damit dem nächsten Leser eine saftige Rechnung.

Vlada Marsheva
Vlada Marsheva

Ich bin seit über 13 Jahren im Content-Marketing tätig - lange genug, um mich daran zu erinnern, wann Social Media bedeutete, Leute auf Facebook anzustupsen. Nach meinem Abschluss an der Philologischen Fakultät der Belarussischen Staatlichen Universität in Minsk habe ich einen Master-Abschluss an der Karlsuniversität in Prag erworben. Ich habe gearbeitet bei 420on.cz als Autor, Content Manager und Chefredakteur half er dabei, sich zum größten Portal der Tschechischen Republik für seine Nische zu entwickeln.

Artikel: 1923

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