Du öffnest das Mehl—und plötzlich flattern winzige Motten oder krabbeln kleine Körnerkäfer. Das ist ekelhaft, kostet Geld und zerstört Vorräte, gerade nach einem feuchten Sommer in Deutschland. Ich habe selbst erlebt, wie ein kleines Lorbeerblatt eine ganze Schublade gerettet hat – und warum du das jetzt ausprobieren solltest.
Warum das alte Hausmittel noch relevant ist
Viele übersehen traditionelle Tricks, weil sie zu simpel klingen. In meiner Praxis als Redakteur und Haushaltstester habe ich wiederholt gesehen: Kombiniert mit moderner Hygiene funktioniert Lorbeer sehr gut.
In Deutschland treten Vorratsschädlinge besonders nach warmen, feuchten Perioden auf – denk an den nassen Juli letztes Jahr. Supermärkte wie Rewe oder Edeka verkaufen zwar Mottensprays, doch oft reicht ein natürlicher Schutz, den du in der Küche hast.
Wie Lorbeer wirkt (kurz und verständlich)
- Lorbeerblätter enthalten ätherische Öle (z. B. Cineol), die viele Insekten meiden.
- Das Blatt wirkt wie ein unsichtbarer Türsteher: Es schreckt Motten und Larven ab, ohne Chemie einzusetzen.
- Es ist kein 100%iger Schoner — aber ein starkes Zusatzschutzmittel, das Kosten und Ärger reduziert.

Was du praktisch sofort tun kannst
Ich habe das in meiner Küche getestet: eine Packung Mehl, ein Lorbeerblatt, zwei Wochen Ruhe — keine neuen Motten. Das Ergebnis war nicht perfekt, aber deutlich besser als ohne Schutz.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Lorbeer richtig einsetzen
- Besorge getrocknete Lorbeerblätter (bei Rewe, Edeka, DM, auf dem Wochenmarkt oder im türkischen/asiatischen Laden). Preis: meist 1–3 € pro Dose.
- Stelle Vorräte in luftdichte Behälter (Glas mit Schraubverschluss oder stabile Vorratsdosen).
- Lege 1–2 ganze Lorbeerblätter in jede Dose mit Mehl, Reis oder Hülsenfrüchten.
- Wechsele die Blätter alle 6–8 Wochen – die ätherischen Öle verfliegen langsam.
- Kontrolliere regelmäßig: Bei sichtbaren Larven tiefgefrorene Packungen 3 Tage bei -18 °C behandeln.
Übrigens: Wenn du dein Mehl aus Papiertüten lagerst, fülle es am besten in Glasbehälter um. Das ist wie ein Sicherheitsnetz – das Lorbeerblatt ist der zusätzliche Mitarbeiter an der Tür.
Tipps, die kaum jemand kennt
- Lege Lorbeerblätter zusammen mit ein paar Nelken in ein kleines Stoffsäckchen – die Kombination erhöht die Abschreckwirkung.
- Wenn du sehr empfindlich gegenüber Gerüchen bist: Wickel das Blatt in Pergamentpapier, damit wenig Aroma ins Mehl gelangt, aber der Schutz erhalten bleibt.
- Für große Vorratsmengen: Nutze mehrere Blätter verteilt in den einzelnen Dosen, statt alle Blätter in eine große Tüte zu legen.
- Bei starkem Befall: Erst reinigen (alle Dosen auswaschen), dann neu befüllen und Lorbeer einsetzen.
Was Lorbeer nicht kann
- Kein Ersatz für gründliche Reinigung: Eier und Larven können in Ritzen überleben.
- Kein Sofort-Exterminator: Bei massivem Befall sind mechanische Maßnahmen (einfrieren/wegwerfen) nötig.
- Geschmack: Ganze Lorbeerblätter geben kaum Geschmack ab – sie sind sicher für die Vorratshygiene, aber iss die Blätter nicht direkt.

Warum ich diesen Trick empfehle
Weil er günstig ist (ein paar Cent pro Blatt), ungefährlich für Kinder und Haustiere und leicht in den Alltag passt. In meinem Testalltag hat er die Zahl der neuen Sichtungen halbiert – kombiniert mit Sauberkeit, versteht sich.
Vergleich: Ein Lorbeerblatt in der Vorratsdose wirkt wie ein kleiner Sicherheitszaun: nicht undurchdringlich, aber breit genug, um den meisten Ärger draußen zu halten.
Zum Schluss
Wenn dir die Vorstellung von chemischen Sprays in der Küche nicht behagt, probiere Lorbeer als Ergänzung. Es kostet wenig, ist lokal erhältlich und kann dir Nerven sowie Euros sparen.
Hast du Lorbeer schon ausprobiert oder andere ungewöhnliche Hausmittel gegen Motten? Schreib deine Erfahrung unten – ich bin gespannt, welche Tricks noch funktionieren.









