Du öffnest das Mehlglas und findest kleine Krabbeltiere oder feine Gespinste — ein Albtraum in jeder Küche. Ich habe das oft gesehen: warme Sommer, offene Packungen und plötzlich sind Lebensmittelmotten da. Jetzt erfährst du, warum ein einfaches Lorbeerblatt sofort helfen kann und was du heute im Vorratsschrank ändern solltest.
Warum Großmutter Recht hatte — und warum es noch heute funktioniert
Seit etwa 150 Jahren geben Haushalte in Deutschland und anderswo Lorbeerblätter ins Mehl. Das ist kein Aberglaube: Das Blatt enthält ätherische Öle wie 1,8-Cineol und Eugenol, die Geruchssinn und Verhalten von Larven und Käfern stören.
In meiner Praxis habe ich beobachtet, dass die Kombination aus Lorbeer und richtiger Lagerung deutlich seltener Mottenbefall bringt. Der Trick ist: Duft vertreibt, Dichtheit verhindert.
Was Lorbeer wirklich leistet
- Reduziert Anflug und Eiablage von Lebensmittelmotten.
- Stört Larven, die sich dem Geruch aussetzen.
- Ist günstig und überall verfügbar — im Supermarkt oder im Drogeriemarkt (DM, REWE, Edeka) für etwa 1–3 €.

So nutzt du Lorbeerblatt richtig — mein einfacher Alltagstest
Viele legen einfach ein Blatt rein und warten. Das hilft, wenn du es richtig machst. Ich habe verschiedene Methoden in meiner Küche getestet — die folgende ist zuverlässig und schnell.
Schritt-für-Schritt-Anleitung (Life Hack)
- Gefrierschrank zuerst: Neue Mehlpackung 48 Stunden bei −18 °C einfrieren, um mögliche Eier abzutöten.
- Umfüllen: Mehl in ein sauberes, luftdichtes Glasgefäß füllen (Einmachglas oder Vorratsglas).
- Dosierung: 1 Lorbeerblatt pro 300–500 g Mehl; bei größeren Gläsern 2–3 Blätter.
- Sachet-Option: Wenn du den Geschmack vermeiden willst, stecke die Blätter in ein kleines Baumwollsäckchen oder Teefilter — Du willst Duft abwehren, nicht das Mehl aromatisieren.
- Austausch: Blätter alle 2–3 Monate erneuern, oder wenn sie ölig werden.
- Kontrolle: Regemäßig (monatlich) prüfen — Larven oder Gespinste sofort entsorgen, Glas heiß auswaschen.
Häufige Fehler, die das Ganze nutzlos machen
- Offene Papiertüten im Schrank lassen — Duft allein reicht nicht ohne Dichtheit.
- Zuwenig Lorbeerblätter oder zu selten erneuern.
- Feuchte Vorratskammern: In deutschen Sommern mit hoher Luftfeuchte vermehren sich Schädlinge schneller — lüften oder trockene Stelle wählen.
Was ich überrascht festgestellt habe
In einem Test mit drei gleich großen Mehlgläsern blieb nur das Glas mit Lorbeerblatt und gutem Verschluss über Monate schädlingsfrei. Das Glas mit Blatt, aber lockerem Deckel war nach wenigen Wochen befallen. Moral: Duft hilft, aber Dichtigkeit gewinnt.
Wenn das Problem schon da ist — schnelle Gegenmaßnahmen
- Alles ausräumen: Schränke komplett leeren, absaugen, mit Essigwasser auswischen.
- Infiziertes Mehl entsorgen, besser kompostieren oder in verschlossenen Müllbeutel tun.
- Alles neu verpacken: Keramik-, Glas- oder Metallbehälter verwenden.
- Langfristig: Pheromonfallen gegen Lebensmittelmotten (erhältlich in Baumärkten und online) schnappen.

Mythencheck
Nein, Lorbeer macht Mehl nicht „medizinisch sauber“. Und ja, es ersetzt keine gründliche Reinigung. Aber: Als kostengünstiger, natürlicher Schutz in Kombination mit ordentlicher Lagerung ist es überraschend effektiv.
Übrigens — in deutschen Haushalten lohnt sich der Griff zum Lorbeerblatt gerade vor warmen Monaten: Die Mottenaktivität steigt bei 20–30 °C spürbar an.
Zum Abschluss
Wenn du das nächste Mal eine Mehlpackung öffnest, probiere meinen Ablauf: Einfrieren, umfüllen, Lorbeerblatt ins Glas, regelmäßig kontrollieren. Es kostet kaum etwas und reduziert Ärger enorm.
Hast du Lorbeerblatt schon ausprobiert — oder einen anderen Hausmittel-Trick gegen Vorratsschädlinge? Teile deinen Tipp unten, ich bin neugierig auf deine Erfahrungen.









