Mehlmotten, Reismehlkäfer oder diese unsichtbaren Larven im Vorratsschrank — nervig und ekelhaft. Ich bemerkte vor Jahren, wie ein kleines Blatt meinen Vorratsschrank beruhigte, ohne Chemiekeule und ohne teure Fallen.
Warum du das jetzt lesen solltest: Im warmen Sommer steigen die Schädlingsraten, und wer in einer deutschen Altbau-Küche lebt, kennt das Problem. Dieser Trick ist alt, günstig und funktioniert oft als erste Verteidigungslinie.
Warum Lorbeer hilft — kurz und praktisch
Viele übersehen, dass Kräuter mehr können als nur Suppe verfeinern. Lorbeer enthält ätherische Öle (z. B. Cineol), die Insekten abschrecken. Ein Lorbeerblatt tötet die Motte nicht — es hält sie fern. Bei richtiger Anwendung reduziert es die Wahrscheinlichkeit, dass sich Eier entwickeln oder Larven den Vorrat anbohren.
Was ich beobachtet habe
- Nach 2–3 Wochen mit Lorbeer in Schraubgläsern sank die Aktivität merklich.
- In offenen Papiertüten half Lorbeer wenig — Luftdicht ist wichtig.
- Frische Blätter duften stärker, getrocknete sind praktischer für die Vorratshaltung.
Was du in Deutschland leicht bekommst
Du findest Lorbeerblätter in jedem Supermarkt: REWE, Edeka, Aldi haben Gewürze für 1–3 € pro Packung. Biomärkte und Drogerien wie DM bieten meist qualitativ trockenere Blätter.

- Erdgeschosswohnung im Sommer → schnelle Kontrolle nötig.
- Altbau-Pantry ohne Klimatisierung → Lagerung in Gläsern empfehlenswert.
- Wer Wochenmarkt mag: frische Blätter dort kaufen und selbst trocknen.
So machst du es richtig — Schritt für Schritt
Ich habe das mehrfach getestet — in meinem Haushalt und bei Freunden. Folge dieser simplen Routine:
- Leere das Mehl in saubere, trockene Vorratsgläser (IKEA-Varianzen oder Einmachgläser vom Wochenmarkt).
- Pro 500 g Mehl: 1 getrocknetes Lorbeerblatt ganz lassen oder leicht zerbrechen.
- Das Blatt oben drauflegen, Deckel schließen — luftdicht lagern.
- Bei bereits befallenen Packungen: Mehl 48 Stunden ins Gefrierfach (−18 °C), um Eier abzutöten, dann umfüllen.
- Alle 4–6 Wochen kontrollieren: Geruch, kleine Löcher, feines Gespinst.
Tipp, den viele nicht machen
Pack die Gläser zusätzlich in ein Schränkchen, das nicht direkt über dem Herd liegt — Hitze verstärkt Geruch und lockt eher Motten an. Ich stelle meine Gläser gerne in einen kühlen Küchenschrank, weg von Feuchtigkeit.
Was funktioniert besser — Lorbeer allein oder Kombination?
Lorbeer ist kein Allheilmittel, aber Teil einer Strategie. Kombinationen erhöhen die Chance, dass Schädlinge fernbleiben:

- Lorbeer + luftdichte Behälter = Grundschutz.
- Zusätzlich: Nelken, Lavendel oder Zedernholz als Duftbarrieren.
- Bei starkem Befall: Fallen für Mehlmotten und gründliche Reinigung der Schränke.
Gefahren und Irrtümer
Ein paar Dinge, die ich gelernt habe — und die dich vor Fehlentscheidungen schützen:
- Keine Chemikalien in Vorratsgläsern verwenden — die Rückstände sind schwer loszuwerden.
- Lorbeer verändert Mehlgeschmack nicht messbar, solange du die Blätter ganz lässt und nicht zermahlst.
- Wenn Mehl schon voller Larven ist: Wegwerfen ist oft die sauberste Option.
Übrigens: Viele erwarten sofort perfekte Ergebnisse — Geduld ist nötig. Nach ein paar Wochen merkst du den Unterschied.
Kurzer Notfall-Plan
- Verdächtiges Mehl einfrieren (48 Std.).
- Altes Mehl entsorgen, Regale auswischen, Ritzen saugen.
- Neues Mehl in Glas, mit Lorbeerblatt, kühl lagern.
Und jetzt das Interessanteste: Diese Methode ist billig, nachhaltig und passt in jede deutsche Küche — von WG bis Familie. Ich habe gesehen, wie ein paar Blätter reichen, um den wöchentlichen Panik-Check überflüssig zu machen.
Probier es aus — und sag mir: Hast du schon mal Lorbeer im Vorrat gehabt, oder schwörst du auf eine andere Hausmethode?









