Deine Vorratskammer sieht sauber aus – und doch knabbert etwas an deinem Mehl. Ich habe das selbst erlebt: ein kleiner Tunnel aus Mehlstaub, ein paar Flusen und sofort Panik. Genau deshalb lohnt es sich, diesen alten Hausmittel-Trick jetzt zu lesen.
Warum? Weil du damit oft eine unerwünschte Plage verhinderst, bevor sie richtig loslegt. Und weil es in deutschen Haushalten so schnell geht: wenige Cent, kurze Zeitinvestition – und du schluckst weniger Chemie.
Warum Großmutter Recht hatte
Ich habe bemerkt, dass Lorbeerblätter in Vorratsgläsern erstaunlich oft Insekten fernhalten. Keine Zauberei: der Duft stört die Orientierung vieler Schädlinge. Stell dir ein Lorbeerblatt wie einen unsichtbaren Grenzzaun vor – für Motten und Vorratskäfer ist er unangenehm.
- Wirksam gegen: Mehl- und Vorratsmotten (z. B. Brotkäferlarven) sowie einige Weichkäfer-Arten.
- Nicht wirksam als Sofort-Exekution: bei starker Befallsdichte tötet Lorbeerblatt keine Larven.
- Langzeitwirkung: Duft nimmt nach einigen Monaten ab – dann Blatt austauschen.
Warum das in Deutschland Sinn macht
Bei uns sorgen feuchte Winterkeller und warme Sommer in Städten wie Berlin oder München dafür, dass Vorratsschädlinge öfter vorkommen. Viele kaufen Gewürze lose auf dem Wochenmarkt oder im Bioladen — ein kleiner Befall reicht.
Ein paar Lorbeerblätter kosten in Supermärkten wie REWE, ALDI oder bei DM unter 3 € für ein Paket – deutlich günstiger als spezielle Fallen oder chemische Sprays. Ich kaufe oft ein kleines Bündel im türkischen Supermarkt; die Blätter sind dort häufiger frisch.

Wann Lorbeerblätter nicht reichen
Es gibt Grenzen. Ich habe Familien gesehen, die nur auf Lorbeerblätter setzten – und am Ende die gesamte Mahlzeit wegwerfen mussten. Hier die Warnsignale:
- Lebende Larven oder Eier im Mehl
- Feiner Gespinststaub oder sichtbar angefressene Packungen
- Mehrere befallene Produkte gleichzeitig
In diesen Fällen helfen nur: sofortiges Entsorgen befallener Ware, gründliches Auswischen des Schrankes und ggf. professionelle Hilfe.
So machst du’s richtig: Schritt-für-Schritt-Hack
Ich erkläre dir, wie ich mein Mehl und andere Vorräte mit Lorbeerblättern schütze. Es sind fünf einfache Schritte, die in jeder deutschen Küche funktionieren.
- Schritt 1: Verdächtige Packungen kontrollieren. Bei sichtbaren Spuren entsorgen.
- Schritt 2: Trocken lagern – Mehl in dicht schließende Vorratsgläser umfüllen (Borosilikat oder BPA-freie Dosen).
- Schritt 3: Ein frisches Lorbeerblatt pro Glas legen; bei großen Behältern 2–3 Blätter.
- Schritt 4: Gläser an kühlen, dunklen Orten lagern (Vorratsschrank, nicht über dem Herd). Feuchtigkeit vermeiden.
- Schritt 5: Alle 2–4 Monate Blatt wechseln; bei starkem Duftverlust ersetzen.
Tipp aus meiner Praxis: Wenn du Mehl länger als 6 Monate aufbewahren willst, friere es 72 Stunden bei -18 °C ein – das tötet eventuelle Eier. Danach erst ins Glas plus Lorbeerblatt.
Praktische Extras, die kaum jemand macht
- Etikettiere Gläser mit Kauf- oder Ablaufdatum – in Deutschland hilft dir das beim Verbrauchsmanagement.
- Nutze kleine Stoffbeutel mit Lorbeerblättern zwischen Dosen für zusätzliche Abschreckung.
- Reinige Regale mit Essigwasser; die Säure entfernt Duftspuren, die Insekten anlocken.

Quick-Checks & Shop-Tipps
Wenn du sofort handeln willst, hier die schnellen Dinge, die ich immer mache:
- Schnell-Check: Schüttele Verpackungen – lebende Käfer/Larven sind manchmal zu hören.
- Beim Einkauf: Lose Ware zuerst riechen, bei Gewürzen auf Feuchtigkeit achten.
- Kaufe Lorbeerblätter trocken verpackt; frische Blätter eignen sich weniger für langfristigen Duftschutz.
In deutschen Märkten zahlst du meist zwischen 1–3 € für ein Paket Lorbeerblätter. Günstig, aber wirkungsvoll, wenn du es richtig anwendest.
Und jetzt die wichtigste Klarstellung
Lorbeerblätter sind kein Allheilmittel. Ich habe erlebt, wie Leute mit 100% Vertrauen auf den Duft am Ende mehr wegwerfen mussten. Aber als präventive Maßnahme sind sie eine einfache, günstige und ungiftige Option.
Wenn du bereits einen großen Befall hast: wegwerfen, ausfegen, gründlich reinigen, und erst dann neu befüllen.
Kurz gesagt: Lorbeerblätter sind wie ein natürlicher Duft-Zaun: billig, leicht und oft ausreichend – solange du aufmerksam bleibst.
Zum Schluss: Hast du das schon ausprobiert? Welche Hausmittel funktionieren bei dir in der Vorratskammer besser als Lorbeer? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.









