Du öffnest das Mehlglas und entdeckst kleine Flusen oder Motten — ein Albtraum, den viele von uns kennen. Ich habe das selbst erlebt: Ein Vorrat nach dem Wochenende ruiniert, Einkauf umsonst. Gerade jetzt, wo wir wieder mehr Vorräte für kalte Monate in Deutschland horten, lohnt es sich, einen einfachen Trick zu kennen, der seit über hundert Jahren in Küchen funktioniert.
Warum Lorbeerblatt im Mehl hilft — und wann nicht
Viele verlassen sich auf chemische Mittel oder teure Fallen. Ich habe festgestellt, dass Lorbeerblatt oft übersehen wird, obwohl es in alten Haushalten Standard war.
Lorbeerblätter enthalten ätherische Öle, vor allem 1,8-Cineol und Linalool, die für viele Schädlinge unangenehm riechen. Das wirkt wie ein unsichtbarer Zaun: Motten und Käfer meiden häufig die Stelle.
- Funktioniert besonders gegen: Mehlmottenlarven, Kornkäfer und junge Schadinsekten.
- Wirkungsweise: Abschreckend — weniger attraktiv für Eiablage, nicht immer tödlich.
- Begrenzt wirksam bei starkem Befall — dann helfen nur konsequente Reinigung und Austausch.
Meine Beobachtung aus der Praxis
In meiner Küche habe ich Lorbeerblätter in offene Mehltüten gelegt und über Wochen weniger Aktivität gesehen. Aber: Bei sichtbaren Larven halfen die Blätter nicht allein — das Mehl musste weg.

Wie du den Trick richtig anwendest (konkret)
Viele packen einfach ein Blatt ins Mehl — das reicht manchmal. Ich habe das aber optimiert und ein kleines Ritual draus gemacht, das in deutschen Haushalten leicht umzusetzen ist.
- Besorge getrocknete Lorbeerblätter (Laurus nobilis) aus dem Supermarkt, Wochenmarkt oder Drogerie — kostet meist 1–3 €.
- Lege pro 1 kg Mehl 1–2 ganze Blätter in einen kleinen Stoffbeutel oder Teefilter, so bröseln sie nicht ins Mehl.
- Stelle das Mehl in luftdichte Gläser (Einmachglas, Schraubglas). Das verstärkt die Wirkung — die Düfte bleiben konzentriert.
- Wechsle die Blätter alle 4–6 Wochen, besonders bei feuchtem Wetter oder hoher Luftfeuchtigkeit.
Step-by-step: Der praktische Pantry-Hack
Ich mache das so, wenn ich neue Vorräte einräume:
- 1) Mehl prüfen: Keine Bewegung, keine Larven? Dann weiter.
- 2) Mehl 48 Stunden im Gefrierfach bei -18 °C lassen, wenn du ganz sicher gehen willst (tötet Eier/Larven).
- 3) In sauberes, trockenes Schraubglas füllen.
- 4) Ein Lorbeerblatt in einen Teebeutel legen, oben ins Glas legen — Deckel zu.
- 5) Glas beschriften (Produkt + Datum). Alle 4–6 Wochen Blatt erneuern.
Praktischer Tipp: Wenn du Vorräte in großen Plastikbeuteln kaufst (z. B. bei Metro, Rewe Großpack), fülle sie um in Glas — Plastik reißt leichter und lässt Gerüche entweichen.
Was tun bei ernstem Befall — die harten Maßnahmen
Lorbeerblätter sind gut zur Vorbeugung. Aber es gibt Grenzen.
- Bei sichtbaren Larven oder vielen Motten: Entsorge befallene Ware sofort.
- Reinige Regale: Staubsaugen, mit heißem Wasser abwischen, Ritzen kontrollieren.
- Nutze Pheromonfallen aus Baumarkt oder online (z. B. Bauhaus, Obi, Amazon). Sie fangen Männchen und reduzieren Population.
- Lagere trocken: In Deutschland steigt Schimmel- und Schädlingsrisiko bei feuchter Kellerluft — Vorräte lieber in der Wohnung, nicht im feuchten Keller.
Aber es gibt eine Nuance
Lorbeer ist kein Ersatz für Hygiene. Wenn du den Fehler machst, altes Korn neben frischem zu lagern, bringt das Blatt wenig. Denk an Glasbehälter, regelmäßige Kontrolle und das Gefrierfach als Erste Hilfe.

Alternativen & Symbole der Großmutter
Viele Großmütter schwören außerdem auf:
- Ganze Nelken oder Zimtstangen — starker Geruch, auch abschreckend.
- Zedernholz-Klötzchen — du findest sie im Baumarkt; riechen angenehm und langfristig wirksam.
- Lavendelbeutel — eher gegen Motten in Textilien, hilft aber gelegentlich auch in Vorratsschränken.
Vergleich: Lorbeer wirkt wie ein kleiner Türsteher — er hält einige unerwünschte Gäste fern, aber bei einer Party voller Motten hilft nur eine Türschließung (sauber machen, befallene Ware weg).
Fazit
Der Lorbeertrick ist alt, praktisch und günstig — ideal für alle, die Vorräte in Deutschland ordentlich aufbewahren möchten. In meiner Küche hat es oft den Unterschied gemacht zwischen einem ruhigen Vorratsschrank und einem panischen Wochenende voller Müllsäcke und Backwarenverlust.
Und jetzt du: Hast du Lorbeerblatt schon ausprobiert — oder schwörst du auf einen anderen Hausmittel-Trick? Schreib’s in die Kommentare.









