Laub, Moos und Vogelzeug verstopfen die Dachrinne — und die Rechnung vom Klempner kostet schnell 50–150 €. Ich habe beobachtet, wie Hausmeister mit einfachen Plastikflaschen das Problem lösen, ohne teure Geräte. Lies weiter, wenn du diesen Herbst Zeit, Geld und Ärger sparen willst.
Warum viele Rinnen-Probleme sofort eskalieren
Wenn die Rinne verstopft, läuft Wasser über die Fassade oder hinter die Isolierung. In Deutschland, nach den ersten Herbststürmen, sehe ich das jede Woche. Kleine Verstopfungen werden schnell zu teuren Wasserschäden.
Viele denken: „Ich brauche Profiwerkzeug.“ Tatsächlich hilft oft ein simpler Trick, den Hausmeister seit Jahren nutzen.
Das Prinzip — simpel wie eine verlängerte Hand
Die Idee ist simpel: Aus einer Plastikflasche wird ein Werkzeug, das Schmutz rauszieht oder wegspritzt. Es funktioniert wie ein Löffel mit Stiel oder wie ein Mini-Schnorchel für die Rinne.
Plastikflaschen kosten fast nichts und sind oft genau die richtige Form für enge Stellen. Und ja — das erinnert dich an Upcycling, nicht an Müllbergen.

Was du brauchst (meist aus dem Baumarkt)
- 1–2 leere 1,5–2 Liter PET-Flaschen
- Scharfes Messer oder Cuttermesser
- Isolierband oder Kabelbinder
- Ein langer Besenstiel oder eine stabile Stange
- Optional: ein Gartenschlauchanschluss, wenn du mit Wasser arbeitest
So baust du den Flaschen-Reiniger in 5 Minuten
Ich habe es auf meinem eigenen Haus ausprobiert — funktioniert selbst bei nassen Blättern. Folge diesen Schritten, Schritt für Schritt:
- Flasche säubern und Etikett entfernen.
- Den Boden der Flasche abschneiden, so entsteht eine trichterartige Öffnung.
- Am Flaschenhals eine schmale Öffnung schneiden oder mehrere kleine Löcher bohren, wenn du Wasser durchlassen willst.
- Die Flasche so auf den Besenstiel schieben, dass der Hals nach vorne zeigt; mit Isolierband oder Kabelbindern fixieren.
- Die Öffnung in die Rinne führen und Schmutz wegsaugen/rausschieben — bei Bedarf mit Wasserdruck unterstützen.
- Nach Gebrauch die Flasche ausspülen und recyceln oder wiederverwenden.
Tipps aus der Praxis (erspart viele Rückschläge)
- Arbeite nie allein auf einer wackeligen Leiter — Sicherheit zuerst.
- Bei starkem Schmutz besser in Etappen arbeiten: zuerst grob, dann fein.
- Wenn du Wasser nutzt: prüfe, ob Fallrohre frei sind, sonst entsteht Rückstau.
- Baumärkte wie OBI, Hornbach oder Bauhaus haben günstige Stangen für unter 5 €.
- Für engere Rinnen: Flasche längs einschneiden und die Seiten wie eine Kralle biegen.
Wann das Flaschen-Trick nicht reicht
Es gibt Grenzen. Bei tiefer Verstopfung, defekten Rinnenhaken oder Schimmel im Dachraum hilft das nicht. Dann ist der Profi fällig — doch das erkennst du früh genug.
Und ganz ehrlich: Wenn deine Rinnen schon seit Jahren nicht gecheckt wurden, ist das wie ein Zahn voller Karies — irgendwann ist der Zahnarzt nötig.
Warum das auch ökologisch Sinn macht
Du gibst einer Flasche ein zweites Leben statt sie sofort wegzuwerfen. Natürlich ersetzt das nicht fachgerechte Reinigung bei großen Schäden, aber der CO₂- und Kostenaufwand bleibt niedrig.

Ein kleiner Eingriff jetzt spart oft größere Reparaturen später. Das ist in meinen Tests oft aufgegangen — vor allem in Regionen mit viel Laub, z. B. im Rhein-Main-Gebiet oder im Schwarzwald.
Kurzer Sicherheits-Check vor dem Start
- Leiter stabil aufstellen (am besten zweite Person halten lassen).
- Arbeitshandschuhe und Schutzbrille tragen.
- Nicht bei Sturm oder Nässe arbeiten.
- Fallrohre und Dachrinnen auf Risse prüfen.
Feine Tricks, die Hausmeister nicht verraten
Ein Hausmeister zeigte mir, wie er eine zweite Flasche als „Sammelbehälter“ verwendet: Er verbindet zwei Flaschen so, dass der Schmutz in einer gefangen wird. Das reduziert Sauerei und spart Zeit.
Und wenn du in Deutschland Ersatzteile brauchst: Für ein paar Euro findest du Dichtungen und Halterungen in jedem Baumarkt — deutlich günstiger als ein Reinigungseinsatz.
Und jetzt das Beste: Probier es an einer kleinen Stelle. Wenn es klappt, sparst du dir die Profikosten für die nächste Saison.
Zum Schluss: Hast du schon mal so eine DIY-Lösung ausprobiert — oder würdest du es jetzt wagen? Schreib kurz, was bei dir an Rinnen-Chaos lauert.









