Dein Holzbrett riecht nach Zwiebeln, bekommt Flecken oder fühlt sich schmierig an? Ich habe bemerkt, dass viele Hobbyköche sofort zum Spülmittel greifen – dabei reicht oft ein halbes Teelöffel Hausmittel, das du in jedem REWE oder Aldi für ein paar Euro findest. Lies das jetzt, denn besonders in deutschen Wintermonaten trocknen Bretter schnell aus und falsche Pflege kostet dich ein gutes Brett.
Warum Profis das regelmäßig machen
In meiner Praxis in der Küche habe ich gelernt: Salz ist keine Magie, aber ein einfaches, zuverlässiges Werkzeug. Hier die praktischen Gründe, warum Köche es täglich anwenden:
- Reinigung durch Abrieb: Grobe Salzkrümel wirken wie feines Schmirgelpapier – sie lösen festsitzende Reste ohne die Holzstruktur zu zerstören.
- Geruchsentfernung: Salz bindet und neutralisiert starke Gerüche von Knoblauch, Zwiebel oder Fisch.
- Reduzierte Keimzahl: Salz entzieht lokalen Oberflächen kurzfristig Feuchtigkeit und macht es Bakterien schwerer – kein Ersatz für Desinfektion, aber hilfreich zwischendurch.
- Fleckentfernung: Bei frischen Säften (z. B. Rote Bete) hilft Salz, die Farbpigmente zu lösen.
- Schnelle Zwischenpflege: In hektischen Gastronomieküchen spart Salz Zeit vor der Spülmaschine.
- Schonender als Scheuermittel: Anders als Stahlwolle schont grobes Salz das Holz.
- Kosten & Verfügbarkeit: In Deutschland bekommst du grobes Meersalz für 1–3 € in jedem Supermarkt oder Wochenmarkt.
Wie es wirkt — einfach erklärt
Stell dir das wie einen groben Filter vor: Salz reibt mechanisch Reste weg und entzieht der Oberfläche etwas Feuchtigkeit. Es ist wie ein Kaffeesatz, der Schmutz bindet – nicht perfekt, aber sehr nützlich für den Alltag.

Der Profi-Lifehack: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ich zeige dir die Methode, die ich täglich nutze. Du brauchst grobes Meersalz und eine Zitrone (oder Essig, wenn du keine Zitrone hast).
- Streue eine großzügige Handvoll grobes Salz auf das trockene Brett.
- Halbiere eine Zitrone und reibe die Schnittfläche kreisend über das Salz.
- Lass das Ganze 3–5 Minuten einziehen, dann mit einer Bürste oder Lappen nachreiben.
- Mit warmem Wasser abspülen, sofort trockenwischen und senkrecht zum Trocknen stellen.
- Einmal im Monat: dünn mit lebensmittelechtem Mineralöl oder Bienenwachs einreiben (bei DM, Bio-Laden oder Online leicht zu finden).
Für Plastik- oder Kunststoffbretter: Salz + heißes Wasser reicht oft nicht aus. Diese Bretter in die Spülmaschine oder mit einer verdünnten Essig- oder Chlorlösung gründlich reinigen.
Kurze Profi-Tipps (so, wie ich sie wirklich verwende)
- Wenn du Fisch oder rohes Geflügel schneidest: Salz ist kein Desinfektionsersatz. Nutze separate Bretter oder desinfiziere nachher.
- Keine rohe Gewalt: Bei lackierten oder sehr weichen Holzsorten erst an einer Ecke testen.
- Wenn du kein Zitronenaroma willst: Wechsle zu warmem Essig.
- Öle lieber mit Lebensmittelemulsion als mit Speiseöl aus der Küche – Olivenöl kann ranzig werden.
Aber Vorsicht — wann Salz schadet
Übrigens: Salz ist nicht universell gut. Es kann bei sehr dünnem oder schlecht verarbeitetem Holz die Oberfläche anfressen.

- Bei frisch geölten Brettern: Warte 24 Stunden, sonst bindet das Salz das Öl ab.
- Bei antiken oder weichen Hölzern teste zuerst eine kleine Stelle.
- Verlass dich nicht nur auf Salz nach rohem Fleischkontakt—hier ist gründliche Desinfektion Pflicht.
Warum das hier für dich relevant ist
In deutschen Haushalten, wo die Luft im Winter trocken und die Küche oft klein ist, verlängert diese Routine die Lebenszeit deines Schneidebretts spürbar. Für 2–3 € Salz und eine Zitrone sparst du dir bald ein neues Brett für 20–50 € im Möbelladen oder Baumarkt.
Grobe Salzkörner sind dein kleines Werkzeug gegen schlechte Gerüche und festsitzenden Schmutz — einfacher als du denkst und effektiver als reines Spülmittel im Kurzzeitbetrieb.
Und jetzt das Interessanteste: Viele Profiköche schwören zusätzlich auf wöchentliches Einölen — das ist der wirkliche Langzeit-Trick, nicht das tägliche Salz.
Was machst du: Salz, Zitrone oder doch volle Desinfektion? Schreib unten, ob du’s schon ausprobiert hast oder welche Marke du kaufst (Edeka, REWE, Aldi, Wochenmarkt?).









