Der Teppich sieht nach dem Saugen immer noch fleckig aus? Ich bemerkte, dass ein einfacher Haushaltstrick oft mehr Schmutz entfernt als zehn Minuten mit der Bürste. Lies das jetzt — besonders vor dem nächsten Winter mit Matsch und Streusalz auf unseren Straßen in Deutschland.
Warum das plötzlich besser funktioniert
Viele übersehen, dass trockener Schmutz und eingebettete Partikel eine andere Behandlung brauchen als frisch verschüttete Flüssigkeit. In meiner Praxis mit Haushaltstests zeigte Salz drei Effekte, die überraschend nützlich sind:
- Salz bindet Feuchtigkeit und hilft, eingetrocknete Flecken zu lösen.
- Grobe Körner wirken leicht abrasiv — nicht wie Stahlwolle, eher wie feines Backpulver für Textilien.
- Salz kann fetthaltige Rückstände aufnehmen, bevor sie in die Fasern eindringen.
Kurz: Salz macht Schmutz beweglicher — und somit leichter vom Staubsauger zu holen.
So machst Du es richtig — Schritt-für-Schritt (funktioniert mit Miele, Bosch, Kärcher…)
Der Trick ist simpel, aber die Reihenfolge entscheidet. Probiere es zuerst auf einer unauffälligen Stelle, vor allem bei Naturfasern wie Wolle.

- Schritt 1: Teppich gut ausschütteln oder groben Schmutz entfernen.
- Schritt 2: Trockenen, grobkörnigen Salz streuen (Haushaltsgrobes Salz reicht). Nicht auf nassen Flecken anwenden.
- Schritt 3: 10–20 Minuten einwirken lassen — länger bei hartnäckigem Fett.
- Schritt 4: Mit einer weichen Bürste leicht einarbeiten, als würdest Du Sand in den Sandkasten schieben.
- Schritt 5: Sorgfältig absaugen (vorzugsweise mit einer Saugdüse für Polster). Bei Bedarf wiederholen.
Übrigens: Grobes Meersalz bekommst Du günstig bei REWE, ALDI oder Edeka — kostet in der Regel 1–3 € und hält ewig.
Wann Du besser die Finger davon lässt
Der Trick ist nicht für jede Situation geeignet. Ich sah Schäden, wenn man ihn blind auf alle Teppiche anwendet.
- Kein Salz auf frisch geölten oder nassen Teppichen — Rückstände können kristallisieren.
- Feine Orientalische Teppiche, Seide oder antike Stücke: lieber Fachmann.
- Bei Haustieren: Salz kann Pfoten reizen. Nach dem Putzen Pfoten kurz abwischen.
Das passiert, wenn Du es falsch machst
Wenn Du zu viel oder zu feines Salz nimmst, könnte es weiße Rückstände geben. Wenn der Teppich vorher nass war, löst sich das Salz und hinterlässt Ränder.

Schnelle Profi-Tipps, die Reinigungsfirmen nicht laut sagen
- Für Öl-Flecken: Salz mit etwas Backpulver mischen — das saugt effektiver.
- Bei empfindlichen Farben: Erst mit einem feuchten Tuch testen. Kein Zögern beim Rückgabe-Test.
- Hartnäckiger Straßenschmutz nach Winterspaziergängen: Erst absaugen, dann Salz — so verhinderst Du Schleifpartikel im Teppich.
- Wer regelmäßig putzt: Eine monatliche Salz-Einlage verlängert das „wie-neu“-Gefühl.
Der Effekt ist wie bei Katzenstreu: Du gibst dem Teppich etwas, das Feuchtigkeit und Fett bindet, bevor es sich festsetzt. Denk an Salz als kurzfristigen Helfer, nicht als Dauerpflege.
Kurzer Vergleich: Salz vs. teure Teppichpulver
Teure Teppichreiniger versprechen oft Duft und chemische Entfernungskraft. Salz ist günstiger, neutral und lokal verfügbar — kein Aerosol, kein Aufreißen der Fasern durch aggressive Chemie.
- Kosten: Salz ≈ 1–3 €; Profi-Pulver 10–20 € pro Anwendung.
- Verfügbarkeit: Salz in jedem Supermarkt; spezielle Reiniger eher bei Drogerien oder online.
- Risiko: Salz ist mechanisch, nicht chemisch — also weniger Risiko für Allergien, aber Vorsicht bei Empfindlichkeit der Faser.
Abschließend
Ich bemerkte, dass dieser einfache Trick Haushalten in Deutschland besonders im Winter hilft — weniger Schmutz, weniger chemischer Aufwand, und mehr Zeit für den Kaffee nach dem Putzen. Aber es gibt einen Haken: Nicht jede Faser mag Salz.
Hast Du das schon probiert — oder willst Du wissen, ob Dein Teppich geeignet ist? Schreib kurz, welche Art Teppich Du hast und ich sage Dir, ob Salz eine gute Idee ist.









