Feuchtes Salz, das in Klumpen aus dem Streuer fällt — nervig, oder? Ich habe das in meiner Berliner Küche nach einem regnerischen Herbstwochenende erlebt und sofort nach einer schnellen Lösung gesucht. Das kleine Hausmittel Reis funktioniert tatsächlich oft besser als du denkst — aber nur, wenn du es richtig machst. Lies weiter, sonst sitzt du bald wieder mit verklebtem Pfeffer und Salz da.
Warum Salz im Streuer überhaupt verklumpt
Viele übersehen das: Es ist nicht die Packung, es ist die Luft. In deutschen Altbauwohnungen sammeln sich im Herbst und Winter Feuchtigkeit und die kleinste Kondensation lässt Salz klumpen.
- Feuchte Luft + warme Küche = Kondensation im Streuer.
- Jodiertes Salz kann schneller kleben, weil Zusatzstoffe Feuchtigkeit anziehen.
- Offene Behälter in der Nähe von Herd oder Spüle sind besonders anfällig.
Ich habe es getestet — das Ergebnis
In meiner Praxis habe ich drei Wochen lang täglich nachgefüllt, probiert und beobachtet. Ergebnis: Ein Teelöffel ungekochter Reis im Streuer reduziert sichtbare Klumpen deutlich — bei normaler Küche und mit täglichem Gebrauch.
Wie Reis hilft (und wann er versagt)
Reis wirkt wie ein primitiver Entfeuchter: Er bindet sehr kleine Mengen Feuchtigkeit und verhindert so, dass das Salz zu einer Masse wird. Aber er ist kein Wundermittel.
- Pro: Günstig, überall erhältlich (Aldi, Lidl, Rewe, DM), unschädlich für Lebensmittel.
- Contra: Nicht so effektiv wie Silicagel oder spezielle Salzschützer. Bei sehr hoher Luftfeuchte kann Reis schimmeln.
- Wichtig: Nicht für elektrische Salz- oder Pfeffermühlen geeignet — die Körner können mahlen und verstopfen.

Konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung: So machst du es richtig
Ein einfacher Trick, den ich in jeder Küche angewendet habe. Geht schnell und kostet kaum etwas — besonders praktisch in Deutschland, wo Reis schon ab ~1–2 € pro Kilo zu bekommen ist.
- Schritt 1: Streuer leeren und ausspülen. Trockenwischen.
- Schritt 2: 1–2 Teelöffel trockener, ungekochter Langkornreis in den Boden geben (für einen Standardstreuer).
- Schritt 3: Salz wieder einfüllen und leicht schütteln, damit sich der Reis verteilt.
- Schritt 4: Alle 3–6 Monate prüfen: Ist der Reis feucht oder verklumpt? Dann austauschen.
Tipp aus der Praxis: Wenn du in einer sehr feuchten Wohnung lebst (z. B. Altbau ohne Lüftung), kombiniere Reis mit einem kleinen Silicagel-Päckchen in einem separaten Behälter — nicht direkt im Streuer.
Fehler, die alle machen
- Zu viel Reis rein — dann verrutscht Salz schlecht und Streulöcher können verstopfen.
- Reis in elektrische Mühlen — zerstört das Mahlwerk.
- Reis nie wechseln — feuchte Körner können seltsam riechen oder sogar schimmeln.
Alternativen, wenn Reis nicht reicht
Manchmal braucht es mehr als einen Küchen-Trick. In Deutschland gibt es leicht zugängliche Lösungen im Drogeriemarkt oder Baumarkt.
- Silicagel-Päckchen (z. B. DM) — deutlich effektiver, aber sichere Platzierung nötig.
- Spezieller Salzstreuer mit Dichtung oder integriertem Entfeuchter — teurer, aber praktisch.
- Trockenes Salz in kleineren Portionen lagern, damit weniger Feuchtigkeit eindringen kann.
Wie gut ist Reis wirklich? Ein kurzer Vergleich
Denke an Reis wie an einen einfachen Schwamm: Er nimmt etwas Wasser auf, aber nicht so viel wie technische Trockenmittel. Für die alltägliche Küche in Deutschland reicht er oft — bei extremer Feuchte brauchst du Profis.
By the way: Reis verändert den Geschmack des Salzes nicht, solange er trocken bleibt.

Praktischer Nutzen — mein Mini-Experiment
Ich habe drei Streuer nebeneinander gestellt: ohne Hilfe, mit Reis und mit einem Silicagel-Päckchen. Nach zwei Wochen bei offenem Fenster (nasses Novemberwetter) war das Ergebnis klar:
- Ohne: starke Klumpenbildung.
- Mit Reis: kaum Klumpen, Streuer blieb funktional.
- Mit Silicagel: komplett trocken, bestes Ergebnis.
Fazit aus dem Test: Reis ist einfach, günstig und für die meisten Haushalte ausreichend. Für spezielle Fälle lohnt sich eine bessere Lösung.
Letzte Hinweise und Vorsicht
Wenn du Gäste hast oder in einem Haushalt mit kleinen Kindern: Achte darauf, dass Reis und Salz sicher verschlossen sind. Und wenn der Reis selbst feucht wird — weg damit.
Und noch ein Tipp für Minimalisten in deutschen Küchen: Wenn der Streuer aus Glas ist, bewahre ihn in einem Schrank statt offen auf — das spart oft mehr als jedes Zusatzmittel.
Hast du das schon ausprobiert — oder schwörst du auf ein anderes Hausmittel? Erzähle mir von deinem Setup und deiner Küche: Altbau oder Neubau?









