Feuchtes, verklumptes Salz aus dem Salzstreuer nervt dich beim Kochen? Ich habe in meiner Berliner Küche genau das erlebt: der Streuer war eine kleine Feuchtigkeitsfalle. Lies weiter, weil gerade jetzt — im feuchten Herbst und dem Heizungswechsel — eine einfache Handgriff deinen Salzstreuer retten kann.
Ich habe das ausprobiert, mit verschiedenen Reissäcken aus dem Supermarkt (ja, Aldi und Rewe) und unterschiedlichen Salzsorten. Viele übersehen dabei eine Kleinigkeit, die den Unterschied macht.
Warum Reis im Salzstreuer hilft
Kurz gesagt: Reis bindet Feuchtigkeit. Das klingt simpel, ist aber im Alltag überraschend effektiv.
- Reis saugt die Feuchtigkeit aus dem kleinen Innenraum — weniger Klumpen, weniger Keime.
- Salz an sich hemmt viele Mikroben, aber wenn es feucht klumpt, entsteht ein Mikroklima, in dem Schimmel leichter Fuß fassen kann.
- Im Vergleich zu kleinen Silica-Päckchen ist Reis günstig und überall erhältlich — besonders nützlich, wenn man schnell eine Lösung braucht.
- In Mietwohnungen mit schlechter Lüftung (oft in Altbauten in Hamburg oder München) ist externe Feuchtigkeitskontrolle praktisch unverzichtbar.
Was genau passiert
Stell dir vor: Dein Salzstreuer ist wie eine Mini-Terrarium — wenn Feuchte reinkommt, bleibt sie drin. Reis wirkt wie ein winziger Entfeuchter. Aber es ist kein Allheilmittel — Reis nimmt nur eine begrenzte Menge Wasser auf und muss gepflegt werden.

Aber es gibt eine Nuance: Reis ist kein Desinfektionsmittel
Ich habe das in meiner Praxis gesehen: Reis reduziert Feuchtigkeit, aber er tötet keine Bakterien. Wenn dein Salz schon schimmelig riecht, hilft nur gründliches Auswaschen und Neuauffüllen.
- Wenn der Streuer offen neben dem Herd steht, bekomme ich auch durch den Reis nicht 100% Feuchtigkeit weg — stelle ihn lieber in einen Schrank.
- Reis sollte trocken und sauber sein — keine Gewürzreis-Mischungen oder aromatisierte Sorten verwenden.
Wie du es richtig machst — Schritt für Schritt
- Leere den Salzstreuer und spüle ihn mit heißem Wasser aus. Trockne ihn vollständig (Tuch + Lufttrocknung).
- Fülle den Streuer wieder mit Salz, aber lass oben Platz für Reis: Ich gebe meist 1–2 Teelöffel ungekochten Langkornreis pro 100 g Salz.
- Alternativ: Kleine Nylonsäckchen oder Teebeutel mit Reis füllen und oben in den Streuer legen — so vermischt sich der Reis nicht mit dem Salz.
- Streuer dicht verschließen und an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren (nicht direkt über dem Herd).
- Kontrolliere alle paar Wochen: Wenn der Reis klumpt oder schwarz wird, erneuern.
Warum ich die Teebeutel-Methode mag
Ich habe festgestellt, dass lose Reiskörner beim Ausschenken manchmal mitreisen. Mit einem kleinen Teebeutel hast du alle Vorteile ohne Reis im Essen.
Extra-Tricks für deutsche Haushalte
- Wenn du Silica-Gel-Päckchen von neuen Schuhkartons übrig hast: Leg ein Päckchen in den Schrank statt Reis — effektiv und geruchlos.
- Viele Drogerien wie DM verkaufen kleine luftdurchlässige Gewürzbeutel; perfekt für Reis.
- In Regionen mit kalten, feuchten Wintern (z. B. an der Nordsee) kombiniere Reis mit einem luftdichten Glasstreuer.
- Für die Foodies: Grobes Meersalz reagiert anders als feines Tafelsalz — teste die Menge Reis nach deinem Salztyp.
Was du vermeiden solltest
- Keinen aromatischen oder vorgewaschenen Reis verwenden — Zusatzstoffe können stören.
- Reis nicht als Langzeit-„Filter“ ansehen: Er wird irgendwann gesättigt und sollte ersetzt werden.
- Vermeide offene Aufstellung in der Nähe von Töpfen — Kochdampf ist stärker als ein Teelöffel Reis.
By the way: Wenn du regelmäßig Probleme mit Schimmel in der Küche hast, lohnt sich auch ein Blick auf die Raumlüftung oder ein kleiner elektrischer Luftentfeuchter — besonders in älteren Mietwohnungen in deutschen Städten.

Kurz getestet — mein Mini-Experiment
Ich habe zwei identische Streuer über sechs Wochen nebeneinander gestellt: einer mit Reis im Teebeutel, einer ohne. Ergebnis: ohne Reis bildeten sich erste Klumpen nach zwei Wochen; mit Reis blieb das Salz frei rieselbar. Keine wissenschaftliche Studie, aber ein Alltagstest, den man leicht nachvollziehen kann.
Fazit
Einfacher Trick, große Wirkung: Ein bisschen Reis im Salzstreuer reduziert Feuchtigkeit und die Wahrscheinlichkeit von Klumpen und Schimmel. Es ist günstig, lokal verfügbar (Aldi, Rewe, dm) und in wenigen Minuten eingerichtet.
Aber ich bleibe realistisch: Reis ist kein Ersatz für Sauberkeit und richtige Lagerung. Wenn dein Streuer schon muffig riecht, wasche ihn aus und fang neu an.
Hast du diesen Trick schon ausprobiert — oder hast du eine noch bessere Methode gegen feuchtes Salz? Schreib’s in die Kommentare!









