Du ärgerst dich über die ewigen Gräser zwischen den Platten? Ich habe genau das gleiche Problem gehabt — bis ich eine einfache Mischung ausprobiert habe, die die meisten Unkräuter nicht nur vertreibt, sondern langfristig fernhält. Lies weiter, wenn du eine billige, sofort verfügbare Lösung willst, die in Deutschlands feuchtem Klima tatsächlich funktioniert.
Warum Salz wirkt — kurz und praktisch
Ich bemerkte schnell: Salz tötet Unkraut nicht wie ein Blitz, sondern entzieht ihm nachhaltig Wasser und Nährstoffe. Auf harten Flächen wie Terrassenplatten oder Einfahrten ist das eine elegante, preiswerte Methode.
- Osmotischer Effekt: Salz erhöht die Konzentration um die Wurzel, Pflanzen können Wasser nicht mehr aufnehmen — sie vertrocknen.
- Salz lagert sich in der oberen Erdschicht ab und macht es für Samen schwer zu keimen.
- Auf Beton oder Fugen bleibt Salz länger, weil Regen es nicht so schnell in tiefere Bodenschichten spült.
Warum das in Deutschland funktioniert (und wann nicht)
Unsere wechselhafte Witterung bringt einen Vorteil und einen Nachteil. Regen kann das Salz abwaschen — gut, wenn du die Natur schonst; schlecht, wenn du eine dauerhafte Lösung willst.
- Im trockeneren Sommer hält Salz zwischen den Platten oft mehrere Monate.
- Im Norddeutschland mit ständigen Schauern musst du nachstreuen — oder bei Böen schnell handeln.
- Wichtig: Salz an Stellen anwenden, wo du nichts pflanzen willst. In Beeten zerstört es langfristig den Boden.

Die 6 Fehler, die alle machen
- Salz in den Garten gießen, wo Kräuter und Blumen wachsen sollen.
- Zu dünn mischen — dann tut sich nichts.
- Direkt nach Regen anwenden — das verdünnt die Lösung.
- Keine Handschuhe tragen (Hautreizungen möglich).
- Auf Kiesflächen übertreiben — Salz verändert die Mikrofauna.
- Nicht über Haustiere nachdenken — Pfoten können irritiert werden.
Die Praxis-Anleitung — so mache ich es
In meiner Praxis hat sich folgende Schritt-für-Schritt-Methode bewährt. Sie ist simpel, günstig (alles aus dem Baumarkt oder Supermarkt) und für deutsche Veranden geeignet.
- Materialien: grobes Speisesalz (kein Meersalz-Delikatessenprodukt), heißes Wasser, alte Gießkanne oder Sprühflasche, Handschuhe, Bürste.
- Zubereitung: Etwa 200–300 g Salz pro Liter heißes Wasser auflösen. (Wenn du unsicher bist, fang konservativ an.)
- Anwendung: An einem trockenen, windstillen Tag auf die Unkräuter gießen/sprühen. Besonders gut wirkt es auf die Basis der Pflanzen und in Fugen.
- Nachbehandlung: Nach 1–2 Tagen abgestorbene Pflanzenteile mit einer Bürste entfernen. Bei hartnäckigen Keimen wiederholen.
- Sicherheit: Nicht auf offenem Boden verwenden, nicht in die Kanalisation kippen, Haustiere fernhalten bis es getrocknet ist.
Wenn es nicht reicht — der nächste Schritt
Übrigens, für wirklich hartnäckiges Wurzelunkraut mische ich manchmal etwas Essig dazu (Haushaltsessig, 5–10 %). Das verstärkt den Effekt, zieht aber noch stärker in den Boden ein — also noch vorsichtiger sein.

Tipps, damit Salz langfristig wirkt — ohne den Garten zu ruinieren
- Nutze die Methode bevorzugt auf Beton, Terrassenplatten, Pflasterfugen, Einfahrten.
- Bei Naturstein vorher testen: Manche Steine können ausgebleicht werden.
- Regelmäßig kehren: Entfernt Samen und reduziert Neubefall.
- Alternativ: Unkraut mit einer Kombi aus Heißwasser + Bürste und punktuell Salz behandeln.
- In Deutschland: Große Baumärkte wie OBI, Bauhaus, Hornbach haben grobes Salz preiswert; Discounter wie Lidl bieten manchmal Sparpakete.
Umwelt-Check: Was du bedenken musst
Salz ist kein Zaubermittel ohne Nebenwirkungen. Es bleibt in der Erde und kann Pflanzen schädigen, wenn es in Beete oder Rasen gelangt. In städtischen Gebieten mit guter Entwässerung sind die Risiken geringer.
- Bei Flächen mit natürlicher Vegetation Finger weg.
- Wenn du in der Nähe von Regenwasserzisternen oder Grundwasseranbindungen arbeitest, lieber zu mechanischen Methoden greifen.
- Für Haustierbesitzer: Pfoten nach dem Kontakt abwaschen.
Mein Fazit — kurz und ehrlich
Salzwasser ist eine günstige, praktische Methode für harte Flächen. Auf der Veranda und zwischen Platten verhindert es oft das Nachwachsen über Monate, wenn du richtig anwendest. Aber es ist kein Ersatz für verantwortungsvolles Gärtnern, wenn du Pflanzen im Boden behalten willst.
Hast du das schon ausprobiert — oder möchtest du lieber eine Variante ohne Chemie? Schreib deine Erfahrung unten: Welche Mischung hat bei dir funktioniert?









